Bei der weit verbreiteten

Stoffwechselerkrankung

Gicht sammelt sich Harn-

säure im Blut an, sodass

Ablagerungen in Form von

kleinen Kristallen im Gewebe

entstehen. Typisch sind

v. a. geschwollene und

entzündete Gelenke.

© t.ligth/iStockphoto.com

Ein internationales Forscherteam des Global Urate Genetics Consortium hat 28 Gene identifiziert, die genomweit mit dem Harnsäurespiegel assoziiert sind, der Hauptursache von Gicht. Für 18 dieser Genloci war die Assoziation bislang unbekannt, 2 Genloci zeigten sich außerdem direkt mit dem Auftreten von Gicht gekoppelt.

In Deutschland leiden etwa 2,8 % der Männer und 0,4 % der Frauen im Alter zwischen 30 und 59 Jahren an Gicht. Oft lässt sich der Harnsäurespiegel durch eine purinarme Ernährung senken (u. a. geringer Fleisch- und Alkoholkonsum). Das Problem derzeit zugelassener Medikamente sind jedoch Nebenwirkungen und eine unzureichende Absenkung des Harnsäurespiegels. Die identifizierten Risikofaktoren sollen ein besseres Verständnis der Krankheitsmechanismen ermöglichen und als Ausgangspunkt für neue Arzneien oder zur besseren Vorbeugung von Gicht dienen.

Für die im Fachmagazin „Nature Genetics” veröffentlichte Studie untersuchten über 220 Wissenschaftler die genetische Information von rund 140 000 Menschen aus 70 Studien weltweit. Das internationale GUCG-Forscherteam wertete hierfür Daten aus Europa, Japan, Australien und den USA aus. Datensätze aus Deutschland konnten u. a. durch KORA (Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg) und durch die beiden Greifswalder Bevölkerungsstudien SHIP und SHIP-TREND bereitgestellt werden.

Literatur: Köttgen A et al. (2012) Genomewide association analyses identify 18 new loci associated with serum urate concentrations, Nature Genetics [DOI: 10.1038/ng.2500].

Quellen:

Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, Pressemeldung vom 09.01.2013

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Pressemeldung vom 14.01.2013

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 02/13 auf Seite M67.





Bei der weit verbreiteten

Stoffwechselerkrankung

Gicht sammelt sich Harn-

säure im Blut an, sodass

Ablagerungen in Form von

kleinen Kristallen im Gewebe

entstehen. Typisch sind

v. a. geschwollene und

entzündete Gelenke.

© t.ligth/iStockphoto.com

Ein internationales Forscherteam des Global Urate Genetics Consortium hat 28 Gene identifiziert, die genomweit mit dem Harnsäurespiegel assoziiert sind, der Hauptursache von Gicht. Für 18 dieser Genloci war die Assoziation bislang unbekannt, 2 Genloci zeigten sich außerdem direkt mit dem Auftreten von Gicht gekoppelt.

In Deutschland leiden etwa 2,8 % der Männer und 0,4 % der Frauen im Alter zwischen 30 und 59 Jahren an Gicht. Oft lässt sich der Harnsäurespiegel durch eine purinarme Ernährung senken (u. a. geringer Fleisch- und Alkoholkonsum). Das Problem derzeit zugelassener Medikamente sind jedoch Nebenwirkungen und eine unzureichende Absenkung des Harnsäurespiegels. Die identifizierten Risikofaktoren sollen ein besseres Verständnis der Krankheitsmechanismen ermöglichen und als Ausgangspunkt für neue Arzneien oder zur besseren Vorbeugung von Gicht dienen.

Für die im Fachmagazin „Nature Genetics” veröffentlichte Studie untersuchten über 220 Wissenschaftler die genetische Information von rund 140 000 Menschen aus 70 Studien weltweit. Das internationale GUCG-Forscherteam wertete hierfür Daten aus Europa, Japan, Australien und den USA aus. Datensätze aus Deutschland konnten u. a. durch KORA (Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg) und durch die beiden Greifswalder Bevölkerungsstudien SHIP und SHIP-TREND bereitgestellt werden.

Literatur: Köttgen A et al. (2012) Genomewide association analyses identify 18 new loci associated with serum urate concentrations, Nature Genetics [DOI: 10.1038/ng.2500].

Quellen:

Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, Pressemeldung vom 09.01.2013

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Pressemeldung vom 14.01.2013

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 02/13 auf Seite M67.



Genetik: Gene identifiziert, die mit erhöhten Harnsäurespiegeln und Gicht in Verbindung stehen

Bei der weit verbreiteten

Stoffwechselerkrankung

Gicht sammelt sich Harn-

säure im Blut an, sodass

Ablagerungen in Form von

kleinen Kristallen im Gewebe

entstehen. Typisch sind

v. a. geschwollene und

entzündete Gelenke.

© t.ligth/iStockphoto.com

Ein internationales Forscherteam des Global Urate Genetics Consortium hat 28 Gene identifiziert, die genomweit mit dem Harnsäurespiegel assoziiert sind, der Hauptursache von Gicht. Für 18 dieser Genloci war die Assoziation bislang unbekannt, 2 Genloci zeigten sich außerdem direkt mit dem Auftreten von Gicht gekoppelt.

In Deutschland leiden etwa 2,8 % der Männer und 0,4 % der Frauen im Alter zwischen 30 und 59 Jahren an Gicht. Oft lässt sich der Harnsäurespiegel durch eine purinarme Ernährung senken (u. a. geringer Fleisch- und Alkoholkonsum). Das Problem derzeit zugelassener Medikamente sind jedoch Nebenwirkungen und eine unzureichende Absenkung des Harnsäurespiegels. Die identifizierten Risikofaktoren sollen ein besseres Verständnis der Krankheitsmechanismen ermöglichen und als Ausgangspunkt für neue Arzneien oder zur besseren Vorbeugung von Gicht dienen.

Für die im Fachmagazin „Nature Genetics” veröffentlichte Studie untersuchten über 220 Wissenschaftler die genetische Information von rund 140 000 Menschen aus 70 Studien weltweit. Das internationale GUCG-Forscherteam wertete hierfür Daten aus Europa, Japan, Australien und den USA aus. Datensätze aus Deutschland konnten u. a. durch KORA (Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg) und durch die beiden Greifswalder Bevölkerungsstudien SHIP und SHIP-TREND bereitgestellt werden.

Literatur: Köttgen A et al. (2012) Genomewide association analyses identify 18 new loci associated with serum urate concentrations, Nature Genetics [DOI: 10.1038/ng.2500].

Quellen:

Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, Pressemeldung vom 09.01.2013

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Pressemeldung vom 14.01.2013

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 02/13 auf Seite M67.

Artikelfakten

Veröffentlicht: 15.02.2013

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