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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 09.06.2020 / Überarbeitung angenommen: 29.09.2020

Untersuchung zur Ernährungs- und Gesundheitskompetenz älterer Menschen


Einleitung


Angesichts der zentralen Rolle der Ernährung für ein gesundes Altern und die Prävention chronischer Krankheiten ist die Gestaltung des Ernährungsverhaltens von großer Bedeutung. Die Ernährungskompetenz (EK, engl. food literacy) umfasst die Fähigkeit, den Ess- und Ernährungsalltag selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und genussvoll zu gestalten und fördert damit ein ausgewogenes Essverhalten [1–5]. Allerdings wird unterschiedlich definiert, welche Teilbereiche, also welches faktische und praktische Ernährungswissen, welche Gewohnheiten und welche Fähigkeiten und Fertigkeiten zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen und wie diese Kompetenzbereiche erfasst werden können [6–12]. Das praktische Ernährungswissen, wie bspw. das Zubereiten einer ausgewogenen Mahlzeit, scheint dabei für das konkrete Ernährungsverhalten relevanter zu sein als das faktische Ernährungswissen (z. B. Pasta ist reich an Kohlenhydraten) [13].

Nach dem Modell nach Vidgen und Gallegos [10] adressiert die EK die vier grundlegenden Fähigkeiten:

1. Planen und Organisieren

2. Auswählen

3. Zubereiten und

4. mit Genuss Essen

Um die EK bei Erwachsenen zu messen, haben Poelman et al. [6] diese Fähigkeiten aufgegriffen und ein Messinstrument entwickelt. Dabei erstellten sie ein Raster zu acht Themenbereichen, die die Bandbreite der Ernährungskompetenz abdecken sollen (⇒ Abschnitt Methodik). Die EK gilt aus wissenschaftlicher Sicht als spezifische Form der Gesundheitskompetenz (GK) [4]. Dass sie eng mit dem umfassenden Konzept der GK verbunden ist, zeigen auch Messinstrumente zur EK [7, 8], die auf Modellen zur GK, insbesondere von Nutbeam [14] und Sørensen et al. [15], beruhen.

Abstract


Der Begriff Ernährungskompetenz beschreibt die Fähigkeit von Menschen, die komplexen Anforderungen einer ausgewogenen Ernährung zu erfüllen. Die Beziehungen zwischen der Ernährungskompetenz älterer Menschen, ihrer Gesundheitskompetenz und ihrem Ernährungsverhalten wurden bislang wenig untersucht. Diese drei Aspekte sind Gegenstand einer Studie zur Förderung der Ernährungskompetenz älterer Menschen. Die Basisdaten von 119 Personen der Studie wurden für die vorliegende Analyse herangezogen. Das Ernährungsverhalten wurde dabei exemplarisch durch den täglichen Obst- und Gemüsekonsum sowie die tägliche Trinkmenge abgebildet. Der Ernährungskompetenz-Score nach Poelman et al. (2018) von 97 Teilnehmenden (Durchschnittsalter: 72,2 Jahre) zeigt einen positiven Zusammenhang mit ihrer Gesundheitskompetenz nach Sørensen et al. (2015). Dennoch legen Diskrepanzen hinsichtlich soziodemografischer Faktoren nahe, dass Ernährungs- und Gesundheitskompetenz nicht analog betrachtet werden können.

Schlüsselwörter: Ernährungskompetenz, Ernährungsverhalten, Food Literacy, Gesundheitskompetenz, Health Literacy, ältere Menschen




Peer-reviewed / Manuscript (original) submitted: 09 June 2020 / Revision accepted: 29 September 2020

Eating an enjoyable and balanced diet

Food literacy among older adults


Abstract


The term food literacy is used to describe people’s ability to meet the complex requirements of a balanced diet. To date, there has been little research into the relationships between food literacy in older adults, their health literacy and their dietary behavior. These three aspects are the subject of a study on the promotion of food literacy in older adults. The baseline data of 119 study participants were used for this analysis. Daily fruit and vegetable consumption and daily fluid intake were used as a proxy for dietary behavior. The food literacy score according to Poelman et al. (2018) of 97 participants (mean age: 72.2 years) exhibits a positive association with their health literacy according to Sørensen et al. (2015). However, discrepancies in sociodemographic factors suggest that food literacy and health literacy cannot be assessed in the same way.

Keywords: food literacy, dietary behavior, health literacy, older adults

Full text PDF (free version)

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 3/2021 von Seite M141 bis M148.




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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 09.06.2020 / Überarbeitung angenommen: 29.09.2020

Untersuchung zur Ernährungs- und Gesundheitskompetenz älterer Menschen


Einleitung


Angesichts der zentralen Rolle der Ernährung für ein gesundes Altern und die Prävention chronischer Krankheiten ist die Gestaltung des Ernährungsverhaltens von großer Bedeutung. Die Ernährungskompetenz (EK, engl. food literacy) umfasst die Fähigkeit, den Ess- und Ernährungsalltag selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und genussvoll zu gestalten und fördert damit ein ausgewogenes Essverhalten [1–5]. Allerdings wird unterschiedlich definiert, welche Teilbereiche, also welches faktische und praktische Ernährungswissen, welche Gewohnheiten und welche Fähigkeiten und Fertigkeiten zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen und wie diese Kompetenzbereiche erfasst werden können [6–12]. Das praktische Ernährungswissen, wie bspw. das Zubereiten einer ausgewogenen Mahlzeit, scheint dabei für das konkrete Ernährungsverhalten relevanter zu sein als das faktische Ernährungswissen (z. B. Pasta ist reich an Kohlenhydraten) [13].

Nach dem Modell nach Vidgen und Gallegos [10] adressiert die EK die vier grundlegenden Fähigkeiten:

1. Planen und Organisieren

2. Auswählen

3. Zubereiten und

4. mit Genuss Essen

Um die EK bei Erwachsenen zu messen, haben Poelman et al. [6] diese Fähigkeiten aufgegriffen und ein Messinstrument entwickelt. Dabei erstellten sie ein Raster zu acht Themenbereichen, die die Bandbreite der Ernährungskompetenz abdecken sollen (⇒ Abschnitt Methodik). Die EK gilt aus wissenschaftlicher Sicht als spezifische Form der Gesundheitskompetenz (GK) [4]. Dass sie eng mit dem umfassenden Konzept der GK verbunden ist, zeigen auch Messinstrumente zur EK [7, 8], die auf Modellen zur GK, insbesondere von Nutbeam [14] und Sørensen et al. [15], beruhen.

Abstract


Der Begriff Ernährungskompetenz beschreibt die Fähigkeit von Menschen, die komplexen Anforderungen einer ausgewogenen Ernährung zu erfüllen. Die Beziehungen zwischen der Ernährungskompetenz älterer Menschen, ihrer Gesundheitskompetenz und ihrem Ernährungsverhalten wurden bislang wenig untersucht. Diese drei Aspekte sind Gegenstand einer Studie zur Förderung der Ernährungskompetenz älterer Menschen. Die Basisdaten von 119 Personen der Studie wurden für die vorliegende Analyse herangezogen. Das Ernährungsverhalten wurde dabei exemplarisch durch den täglichen Obst- und Gemüsekonsum sowie die tägliche Trinkmenge abgebildet. Der Ernährungskompetenz-Score nach Poelman et al. (2018) von 97 Teilnehmenden (Durchschnittsalter: 72,2 Jahre) zeigt einen positiven Zusammenhang mit ihrer Gesundheitskompetenz nach Sørensen et al. (2015). Dennoch legen Diskrepanzen hinsichtlich soziodemografischer Faktoren nahe, dass Ernährungs- und Gesundheitskompetenz nicht analog betrachtet werden können.

Schlüsselwörter: Ernährungskompetenz, Ernährungsverhalten, Food Literacy, Gesundheitskompetenz, Health Literacy, ältere Menschen




Peer-reviewed / Manuscript (original) submitted: 09 June 2020 / Revision accepted: 29 September 2020

Eating an enjoyable and balanced diet

Food literacy among older adults


Abstract


The term food literacy is used to describe people’s ability to meet the complex requirements of a balanced diet. To date, there has been little research into the relationships between food literacy in older adults, their health literacy and their dietary behavior. These three aspects are the subject of a study on the promotion of food literacy in older adults. The baseline data of 119 study participants were used for this analysis. Daily fruit and vegetable consumption and daily fluid intake were used as a proxy for dietary behavior. The food literacy score according to Poelman et al. (2018) of 97 participants (mean age: 72.2 years) exhibits a positive association with their health literacy according to Sørensen et al. (2015). However, discrepancies in sociodemographic factors suggest that food literacy and health literacy cannot be assessed in the same way.

Keywords: food literacy, dietary behavior, health literacy, older adults

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Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 3/2021 von Seite M141 bis M148.


Genussvoll und ausgewogen essen

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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 09.06.2020 / Überarbeitung angenommen: 29.09.2020

Untersuchung zur Ernährungs- und Gesundheitskompetenz älterer Menschen
Einleitung

Angesichts der zentralen Rolle der Ernährung für ein gesundes Altern und die Prävention chronischer Krankheiten ist die Gestaltung des Ernährungsverhaltens von großer Bedeutung. Die Ernährungskompetenz (EK, engl. food literacy) umfasst die Fähigkeit, den Ess- und Ernährungsalltag selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und genussvoll zu gestalten und fördert damit ein ausgewogenes Essverhalten [1–5]. Allerdings wird unterschiedlich definiert, welche Teilbereiche, also welches faktische und praktische Ernährungswissen, welche Gewohnheiten und welche Fähigkeiten und Fertigkeiten zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen und wie diese Kompetenzbereiche erfasst werden können [6–12]. Das praktische Ernährungswissen, wie bspw. das Zubereiten einer ausgewogenen Mahlzeit, scheint dabei für das konkrete Ernährungsverhalten relevanter zu sein als das faktische Ernährungswissen (z. B. Pasta ist reich an Kohlenhydraten) [13].

Nach dem Modell nach Vidgen und Gallegos [10] adressiert die EK die vier grundlegenden Fähigkeiten:

1. Planen und Organisieren

2. Auswählen

3. Zubereiten und

4. mit Genuss Essen

Um die EK bei Erwachsenen zu messen, haben Poelman et al. [6] diese Fähigkeiten aufgegriffen und ein Messinstrument entwickelt. Dabei erstellten sie ein Raster zu acht Themenbereichen, die die Bandbreite der Ernährungskompetenz abdecken sollen (⇒ Abschnitt Methodik). Die EK gilt aus wissenschaftlicher Sicht als spezifische Form der Gesundheitskompetenz (GK) [4]. Dass sie eng mit dem umfassenden Konzept der GK verbunden ist, zeigen auch Messinstrumente zur EK [7, 8], die auf Modellen zur GK, insbesondere von Nutbeam [14] und Sørensen et al. [15], beruhen.

Abstract

Der Begriff Ernährungskompetenz beschreibt die Fähigkeit von Menschen, die komplexen Anforderungen einer ausgewogenen Ernährung zu erfüllen. Die Beziehungen zwischen der Ernährungskompetenz älterer Menschen, ihrer Gesundheitskompetenz und ihrem Ernährungsverhalten wurden bislang wenig untersucht. Diese drei Aspekte sind Gegenstand einer Studie zur Förderung der Ernährungskompetenz älterer Menschen. Die Basisdaten von 119 Personen der Studie wurden für die vorliegende Analyse herangezogen. Das Ernährungsverhalten wurde dabei exemplarisch durch den täglichen Obst- und Gemüsekonsum sowie die tägliche Trinkmenge abgebildet. Der Ernährungskompetenz-Score nach Poelman et al. (2018) von 97 Teilnehmenden (Durchschnittsalter: 72,2 Jahre) zeigt einen positiven Zusammenhang mit ihrer Gesundheitskompetenz nach Sørensen et al. (2015). Dennoch legen Diskrepanzen hinsichtlich soziodemografischer Faktoren nahe, dass Ernährungs- und Gesundheitskompetenz nicht analog betrachtet werden können.

Schlüsselwörter: Ernährungskompetenz, Ernährungsverhalten, Food Literacy, Gesundheitskompetenz, Health Literacy, ältere Menschen


Peer-reviewed / Manuscript (original) submitted: 09 June 2020 / Revision accepted: 29 September 2020

Eating an enjoyable and balanced diet

Food literacy among older adults

Abstract

The term food literacy is used to describe people’s ability to meet the complex requirements of a balanced diet. To date, there has been little research into the relationships between food literacy in older adults, their health literacy and their dietary behavior. These three aspects are the subject of a study on the promotion of food literacy in older adults. The baseline data of 119 study participants were used for this analysis. Daily fruit and vegetable consumption and daily fluid intake were used as a proxy for dietary behavior. The food literacy score according to Poelman et al. (2018) of 97 participants (mean age: 72.2 years) exhibits a positive association with their health literacy according to Sørensen et al. (2015). However, discrepancies in sociodemographic factors suggest that food literacy and health literacy cannot be assessed in the same way.

Keywords: food literacy, dietary behavior, health literacy, older adults

Full text PDF (free version)

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode


Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 3/2021 von Seite M141 bis M148.

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Artikelfakten

Rubrik: Peer Review
Veröffentlicht: 10.03.2021

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