© monticelllo/iStock/Getty Images Plus

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Der dritte Bericht der Bundesregierung zeigt, welche Maßnahmen in der Zeit von 2020 bis zum Frühjahr 2024 entwickelt wurden und auf den Weg gebracht werden sollen, um dieses Ziel zu erreichen. Folgende Punkte entlang der übergeordneten politischen Ziele der Bundesregierung im Ernährungsbereich und im Bereich des gesundheitlichen Verbraucher*innenschutzes werden in dem Bericht genannt:

  • Ernährungs- und Bewegungsverhalten verbessern
  • informierte Entscheidungen ermöglichen
  • nachhaltig produzieren und konsumieren
  • hohes Niveau der Lebens- und Futtermittelsicherheit erhalten und verbessern
  • Menschenrecht auf angemessene Nahrung weltweit verwirklichen – Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme gestalten


Zur Stärkung der Ernährungskompetenz soll über gesundheitliche, klimarelevante und gesellschaftliche Aspekte besser aufgeklärt werden. Darüber hinaus plant die Bundesregierung, die Kennzeichnung von Lebensmitteln weiterzuentwickeln und den veränderten Verbraucher*innengewohnheiten und -wünschen anzupassen. Politische Aufgabe sei es, allen Verbraucher*innen eine gesunde und nachhaltige Wahl zu ermöglichen und ihnen „informierte Entscheidungen zu ermöglichen“, indem z. B. gesundes und nachhaltiges Essen leichter erkennbar werden soll.

Bis 2030 soll zudem die Menge der Lebensmittelabfälle in jedem Sektor der Lebensmittelversorgungskette halbiert und Lebensmittelverluste sollen reduziert werden. Die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung soll zu mehr Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz im Agrar- und Ernährungssystem beitragen. Dies wiederum habe den Nebeneffekt, dass weniger natürliche Ressourcen und Energie verbraucht werden sowie weniger Treibhausgase freigesetzt werden, die bei der Herstellung von Lebensmitteln anfallen.

Einen weiteren Fokus legt der Bericht auf die globale Ernährungssicherung – das Recht des Menschen auf angemessene Nahrung. Die Umsetzung dieses Menschenrechts adressiert die Bundesregierung an nationale und internationale Prozesse. Zur Umsetzung sollen bilaterale und multilaterale Kooperationsprojekte in der Agrarökologie gefördert werden.

Literatur


1. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL): Gesunde, nachhaltige und sichere Ernährung. Bericht der Bundesregierung zur Ernährungspolitik, Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit 2024. www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/ernaehrungspolit-bericht2024.html (last accessed on 31 July 2024).

Pressestatement des WWF zum Ernährungspolitischen Bericht der Bundesregierung

Enorme Lücke zwischen Anspruch und Handeln


„Der Ernährungspolitische Bericht zeigt: Bundesminister Cem Özdemir sieht es als Aufgabe der Bundesregierung an, den Zugang zu nachhaltiger Ernährung zu erleichtern und die Ernährungsumgebung in Deutschland fairer und gesünder zu gestalten. Er hat in seiner Amtszeit entsprechend neue Aufgaben und Ziele für die Ernährungspolitik definiert, u. a. zur Förderung einer pflanzenbasierten Ernährung. Das ist gut. Doch gleichzeitig hat die Bundesregierung kürzlich eine in weiten Teilen unambitionierte und wenig konkrete Ernährungsstrategie vorgelegt. Und auch das Kinderlebensmittelwerbegesetz ist immer noch nicht in trockenen Tüchern. Es bleibt unklar, wie die Bundesregierung in der ihr verbleibenden Zeit die enorme Lücke zwischen eigenem Anspruch und eigenem Handeln schließen will. Offensichtlich gibt es dazu innerhalb der Bundesregierung keine gemeinsame Vorstellung.“

Quelle: World Wide Fund For Nature (WWF), Pressemeldung vom 12.06.2024








Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 9/2024 auf den Seiten M492 bis M493.


Die Bundesregierung hat ihren dritten ernährungspolitischen Bericht für den Zeitraum von Juni 2020 bis Mai 2024 vorgelegt [1]. Er beinhaltet Grundlagen, Ziele und Methodik der Politik der Bundesregierung im Bereich der Ernährung und des gesundheitlichen Verbraucher*innenschutzes. Mit einer zukunftsfähigen Ernährungspolitik will die Bundesregierung gesundes Essen für die Allgemeinbevölkerung leichter zugänglich machen.




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Der dritte Bericht der Bundesregierung zeigt, welche Maßnahmen in der Zeit von 2020 bis zum Frühjahr 2024 entwickelt wurden und auf den Weg gebracht werden sollen, um dieses Ziel zu erreichen. Folgende Punkte entlang der übergeordneten politischen Ziele der Bundesregierung im Ernährungsbereich und im Bereich des gesundheitlichen Verbraucher*innenschutzes werden in dem Bericht genannt:

  • Ernährungs- und Bewegungsverhalten verbessern
  • informierte Entscheidungen ermöglichen
  • nachhaltig produzieren und konsumieren
  • hohes Niveau der Lebens- und Futtermittelsicherheit erhalten und verbessern
  • Menschenrecht auf angemessene Nahrung weltweit verwirklichen – Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme gestalten


Zur Stärkung der Ernährungskompetenz soll über gesundheitliche, klimarelevante und gesellschaftliche Aspekte besser aufgeklärt werden. Darüber hinaus plant die Bundesregierung, die Kennzeichnung von Lebensmitteln weiterzuentwickeln und den veränderten Verbraucher*innengewohnheiten und -wünschen anzupassen. Politische Aufgabe sei es, allen Verbraucher*innen eine gesunde und nachhaltige Wahl zu ermöglichen und ihnen „informierte Entscheidungen zu ermöglichen“, indem z. B. gesundes und nachhaltiges Essen leichter erkennbar werden soll.

Bis 2030 soll zudem die Menge der Lebensmittelabfälle in jedem Sektor der Lebensmittelversorgungskette halbiert und Lebensmittelverluste sollen reduziert werden. Die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung soll zu mehr Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz im Agrar- und Ernährungssystem beitragen. Dies wiederum habe den Nebeneffekt, dass weniger natürliche Ressourcen und Energie verbraucht werden sowie weniger Treibhausgase freigesetzt werden, die bei der Herstellung von Lebensmitteln anfallen.

Einen weiteren Fokus legt der Bericht auf die globale Ernährungssicherung – das Recht des Menschen auf angemessene Nahrung. Die Umsetzung dieses Menschenrechts adressiert die Bundesregierung an nationale und internationale Prozesse. Zur Umsetzung sollen bilaterale und multilaterale Kooperationsprojekte in der Agrarökologie gefördert werden.

Literatur


1. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL): Gesunde, nachhaltige und sichere Ernährung. Bericht der Bundesregierung zur Ernährungspolitik, Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit 2024. www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/ernaehrungspolit-bericht2024.html (last accessed on 31 July 2024).

Pressestatement des WWF zum Ernährungspolitischen Bericht der Bundesregierung

Enorme Lücke zwischen Anspruch und Handeln


„Der Ernährungspolitische Bericht zeigt: Bundesminister Cem Özdemir sieht es als Aufgabe der Bundesregierung an, den Zugang zu nachhaltiger Ernährung zu erleichtern und die Ernährungsumgebung in Deutschland fairer und gesünder zu gestalten. Er hat in seiner Amtszeit entsprechend neue Aufgaben und Ziele für die Ernährungspolitik definiert, u. a. zur Förderung einer pflanzenbasierten Ernährung. Das ist gut. Doch gleichzeitig hat die Bundesregierung kürzlich eine in weiten Teilen unambitionierte und wenig konkrete Ernährungsstrategie vorgelegt. Und auch das Kinderlebensmittelwerbegesetz ist immer noch nicht in trockenen Tüchern. Es bleibt unklar, wie die Bundesregierung in der ihr verbleibenden Zeit die enorme Lücke zwischen eigenem Anspruch und eigenem Handeln schließen will. Offensichtlich gibt es dazu innerhalb der Bundesregierung keine gemeinsame Vorstellung.“

Quelle: World Wide Fund For Nature (WWF), Pressemeldung vom 12.06.2024








Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 9/2024 auf den Seiten M492 bis M493.


Ernährungspolitischer Bericht der Bundesregierung 2024: Gesunde, nachhaltige und sichere Ernährung

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Der dritte Bericht der Bundesregierung zeigt, welche Maßnahmen in der Zeit von 2020 bis zum Frühjahr 2024 entwickelt wurden und auf den Weg gebracht werden sollen, um dieses Ziel zu erreichen. Folgende Punkte entlang der übergeordneten politischen Ziele der Bundesregierung im Ernährungsbereich und im Bereich des gesundheitlichen Verbraucher*innenschutzes werden in dem Bericht genannt:

  • Ernährungs- und Bewegungsverhalten verbessern
  • informierte Entscheidungen ermöglichen
  • nachhaltig produzieren und konsumieren
  • hohes Niveau der Lebens- und Futtermittelsicherheit erhalten und verbessern
  • Menschenrecht auf angemessene Nahrung weltweit verwirklichen – Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme gestalten

Zur Stärkung der Ernährungskompetenz soll über gesundheitliche, klimarelevante und gesellschaftliche Aspekte besser aufgeklärt werden. Darüber hinaus plant die Bundesregierung, die Kennzeichnung von Lebensmitteln weiterzuentwickeln und den veränderten Verbraucher*innengewohnheiten und -wünschen anzupassen. Politische Aufgabe sei es, allen Verbraucher*innen eine gesunde und nachhaltige Wahl zu ermöglichen und ihnen „informierte Entscheidungen zu ermöglichen“, indem z. B. gesundes und nachhaltiges Essen leichter erkennbar werden soll.

Bis 2030 soll zudem die Menge der Lebensmittelabfälle in jedem Sektor der Lebensmittelversorgungskette halbiert und Lebensmittelverluste sollen reduziert werden. Die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung soll zu mehr Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz im Agrar- und Ernährungssystem beitragen. Dies wiederum habe den Nebeneffekt, dass weniger natürliche Ressourcen und Energie verbraucht werden sowie weniger Treibhausgase freigesetzt werden, die bei der Herstellung von Lebensmitteln anfallen.

Einen weiteren Fokus legt der Bericht auf die globale Ernährungssicherung – das Recht des Menschen auf angemessene Nahrung. Die Umsetzung dieses Menschenrechts adressiert die Bundesregierung an nationale und internationale Prozesse. Zur Umsetzung sollen bilaterale und multilaterale Kooperationsprojekte in der Agrarökologie gefördert werden.

Literatur

1. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL): Gesunde, nachhaltige und sichere Ernährung. Bericht der Bundesregierung zur Ernährungspolitik, Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit 2024. www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/ernaehrungspolit-bericht2024.html (last accessed on 31 July 2024).

Pressestatement des WWF zum Ernährungspolitischen Bericht der Bundesregierung

Enorme Lücke zwischen Anspruch und Handeln

„Der Ernährungspolitische Bericht zeigt: Bundesminister Cem Özdemir sieht es als Aufgabe der Bundesregierung an, den Zugang zu nachhaltiger Ernährung zu erleichtern und die Ernährungsumgebung in Deutschland fairer und gesünder zu gestalten. Er hat in seiner Amtszeit entsprechend neue Aufgaben und Ziele für die Ernährungspolitik definiert, u. a. zur Förderung einer pflanzenbasierten Ernährung. Das ist gut. Doch gleichzeitig hat die Bundesregierung kürzlich eine in weiten Teilen unambitionierte und wenig konkrete Ernährungsstrategie vorgelegt. Und auch das Kinderlebensmittelwerbegesetz ist immer noch nicht in trockenen Tüchern. Es bleibt unklar, wie die Bundesregierung in der ihr verbleibenden Zeit die enorme Lücke zwischen eigenem Anspruch und eigenem Handeln schließen will. Offensichtlich gibt es dazu innerhalb der Bundesregierung keine gemeinsame Vorstellung.“

Quelle: World Wide Fund For Nature (WWF), Pressemeldung vom 12.06.2024


Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 9/2024 auf den Seiten M492 bis M493.

Verschlagwortet mit: WWF, gesunde Ernährung

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Veröffentlicht: 11.09.2024

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