Lesetipp Heft 6/2026: Süßgetränkesteuern und ihre Wirksamkeit aus wissenschaftlicher Sicht
Wirksamkeit von Süßgetränkesteuern: Ein aktueller Beitrag ordnet die wissenschaftliche Evidenz zur Debatte in Deutschland ein …
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Qualitative Befragung sozial benachteiligter und/oder lernbehinderter junger Erwachsener
Katrin Anderlohr*, Fulda; Eva-Maria Endres*, Franziska Lehmann*, Berlin; Christoph Klotter, Fulda
Peer-Review-Verfahren | Eingegangen: 14.01.2013 | Akzeptiert: 04.06.2013
Die qualitative Befragungsstudie mit sozial benachteiligten und/oder lernbehinderten jungen Erwachsenen hat zum Ziel, gesundheitsförderliche Maßnahmen für das Setting Betrieb zu eruieren. Mittels qualitativen Interviews mit Auszubildenden und Ausbildern/-innen eines Unternehmens konnte gezeigt werden, dass die Themen Gesundheit und Ernährung einen geringeren Stellenwert bei den Auszubildenden einnehmen als die Themen Ausbildung und Zukunft.
Für eine gute Betriebsatmosphäre und das Wohlbefinden der Auszubildenden war der Führungsstil der Ausbilder entscheidend. Es bestand eine Diskrepanz zwischen Gesundheitswissen und -verhalten. Interventionen zur Gesundheitsförderung sollten alle bedeutsamen Lebensbereiche der Auszubildenden mit einbeziehen, insbesondere die berufliche Zukunftsplanung. Des Weiteren sollten v. a. verhältnisbezogene Maßnahmen Anwendung finden, wie ein partizipativer Führungsstil, Pflegen einer gemeinsamen Esskultur oder rückenfreundliche Bedienung der Geräte.
Schlüsselwörter: Soziale Benachteiligung, Lernbehinderung, betriebliche Gesundheitsförderung, Jugendliche, Ausbildung
*K. ANDERLOHR, E.-M. ENDRES und F. LEHMANN teilen sich die Erstautorenschaft.
Health during vocational training
Katrin Anderlohr*, Fulda; Eva-Maria Endres*, Franziska Lehmann*, Berlin; Christoph Klotter, Fulda
The objective of collecting qualitative data is to explore the needs for health promotion of socially disadvantaged and/or learning-disabled young adults in a work setting. By means of qualitative interviews with trainees and supervisors at a company, the study shows that topics like health and nutrition are less important to the trainees than are vocational training and their perspectives for the future.
Management style was a decisive factor for a good working atmosphere and the trainees’ well-being. There was a disparity between health knowledge and health behaviour. Measures for health promotion should extend to all areas of life that are relevant for the trainees, especially their career plans. To promote a healthy lifestyle, situational prevention should mainly be emphasised, for example by management participation.
Keywords: Social disadvantage, learning disability, in-company health promotion, adolescents, vocational training
*K. ANDERLOHR, E.-M. ENDRES and F. LEHMANN are joint lead authors.