Zur Gruppe der Sportlernahrung gehören die sogenannten Pre-Workout-Booster. Vor dem Training eingenommen, sollen sie angeblich dabei helfen, die Ausdauer zu steigern, das Muskelgewebe zu vermehren und die Muskelermüdung zu verzögern.

Im Rahmen des Bundesweiten Überwachungsplans (BÜp) wurden 87 Pre-Workout-Booster untersucht. Davon enthielt fast die Hälfte der Proben (44,8 %) potenziell gesundheitsgefährdende Stoffe. Mehr als jede fünfte Probe (21,8 %) wies sogar gleich mehrere dieser Stoffe auf.

Am häufigsten wurden die Substanzen Dimethylaminoethanol (DMAE) und Synephrin nachgewiesen. DMAE kann Muskelverspannungen und -zuckungen sowie Schlaflosigkeit und Magenschäden verursachen. Synephrin wird häufig in Kombination mit Koffein angeboten und kann zu schweren Herzschäden führen.

„Wieder einmal zeigt sich, dass sogenannte Sportlernahrung in der Regel nicht nur unnötig ist, sondern auch die Gesundheit ernsthaft gefährden kann“, fasst Prof. Dr. Dr. Jan Backmann von der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz (LAV) die Ergebnisse der Untersuchungen zusammen.

Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Pressemeldung vom 02.12.2021






Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 1/2021 auf Seite M9.


Mehr „Power“ beim Training – das verspricht die Werbung bei sog. Sportlernahrung. Doch die angeblich leistungssteigernden Nahrungsergänzungsmittel, die meist online oder in speziellen Body- und Fitnessshops angeboten werden, sind für FreizeitsportlerInnen nicht notwendig und bergen mitunter gesundheitliche Risiken. Laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) enthalten sie oft gesundheitsgefährdende Stoffe.


Zur Gruppe der Sportlernahrung gehören die sogenannten Pre-Workout-Booster. Vor dem Training eingenommen, sollen sie angeblich dabei helfen, die Ausdauer zu steigern, das Muskelgewebe zu vermehren und die Muskelermüdung zu verzögern.

Im Rahmen des Bundesweiten Überwachungsplans (BÜp) wurden 87 Pre-Workout-Booster untersucht. Davon enthielt fast die Hälfte der Proben (44,8 %) potenziell gesundheitsgefährdende Stoffe. Mehr als jede fünfte Probe (21,8 %) wies sogar gleich mehrere dieser Stoffe auf.

Am häufigsten wurden die Substanzen Dimethylaminoethanol (DMAE) und Synephrin nachgewiesen. DMAE kann Muskelverspannungen und -zuckungen sowie Schlaflosigkeit und Magenschäden verursachen. Synephrin wird häufig in Kombination mit Koffein angeboten und kann zu schweren Herzschäden führen.

„Wieder einmal zeigt sich, dass sogenannte Sportlernahrung in der Regel nicht nur unnötig ist, sondern auch die Gesundheit ernsthaft gefährden kann“, fasst Prof. Dr. Dr. Jan Backmann von der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz (LAV) die Ergebnisse der Untersuchungen zusammen.

Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Pressemeldung vom 02.12.2021






Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 1/2021 auf Seite M9.


Verbraucherschutz: Gesundheitsrisiken bei Sportlernahrung

Zur Gruppe der Sportlernahrung gehören die sogenannten Pre-Workout-Booster. Vor dem Training eingenommen, sollen sie angeblich dabei helfen, die Ausdauer zu steigern, das Muskelgewebe zu vermehren und die Muskelermüdung zu verzögern.

Im Rahmen des Bundesweiten Überwachungsplans (BÜp) wurden 87 Pre-Workout-Booster untersucht. Davon enthielt fast die Hälfte der Proben (44,8 %) potenziell gesundheitsgefährdende Stoffe. Mehr als jede fünfte Probe (21,8 %) wies sogar gleich mehrere dieser Stoffe auf.

Am häufigsten wurden die Substanzen Dimethylaminoethanol (DMAE) und Synephrin nachgewiesen. DMAE kann Muskelverspannungen und -zuckungen sowie Schlaflosigkeit und Magenschäden verursachen. Synephrin wird häufig in Kombination mit Koffein angeboten und kann zu schweren Herzschäden führen.

„Wieder einmal zeigt sich, dass sogenannte Sportlernahrung in der Regel nicht nur unnötig ist, sondern auch die Gesundheit ernsthaft gefährden kann“, fasst Prof. Dr. Dr. Jan Backmann von der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz (LAV) die Ergebnisse der Untersuchungen zusammen.

Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Pressemeldung vom 02.12.2021


Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 1/2021 auf Seite M9.

Verschlagwortet mit: Gesundheitsrisiken

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Veröffentlicht: 12.01.2022

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