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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 11.06.2018 / Überarbeitung angenommen: 12.12.2018

Eine Befragung unter jungen Familien in Deutschland


Einführung und bisheriger Forschungsstand


In Anlehnung an Rogers [3] beschäftigt sich Ernährungskommunikation mit jedem Typus menschlicher Kommunikation, der mit Ernährung zusammenhängt. Der Einfluss des Medienkonsums auf das Ernährungsverhalten der Bevölkerung zählt auch fast drei Jahrzehnte nach der Etablierung der Gesundheitskommunikation zu den weißen Flecken der Forschung [4]. Dies überrascht in mehrfacher Hinsicht: Massenmedien erreichen alle Bevölkerungsgruppen, sind aufgrund ihrer Nutzungsdauer und Reichweite ein elementarer Bestandteil des Alltags [5] und genießen trotz aufkommender Medienskepsis einzelner Bevölkerungsgruppen insgesamt ein hohes Vertrauen [6]. Zudem hat das Sujet „Ernährung“ den Prozess der Medialisierung [7] durchlaufen.


Von der passiven Aufklärung des Verbrauchers hat es sich zu einem Querschnittsthema entwickelt, welches in nahezu allen journalistischen Ressorts und Redaktionen verankert ist und in der Darstellung von Nachrichten über nutzwertige Handreichungen bis hin zu Unterhaltungs- und dialogischen Interaktionsformaten (vor allem im Online-Bereich) reicht. Zwischen 2005 und 2008 stiegen nach einer Erhebung der AGF/GfK-Fernsehforschung die Sendestunden zum Thema Ernährung/Kochen im deutschen Fernsehen von 355 auf 1 262 Stunden [8]. Hinzu kommt ein breites Angebot von Online-Foren, Social Media-Gruppen und rund 1 000 Foodblogs in Deutschland. So ist davon auszugehen, dass das Internet allein aufgrund der Vielzahl an Angeboten aus Nutzersicht einen wichtigen Datenpool für Ernährungsfragen darstellt.

Abstract


Die Forschung der Gesundheitskommunikation zeigt, dass Medien zwar nicht die einzigen, aber relevante Einflussfaktoren auf gesundheitsbezogene Kognition, Emotion und Verhaltensweisen sein können [1]. Ernährung ist in den Massenmedien ein omnipräsentes Thema, allerdings mit nur geringen Auswirkungen auf das Ernährungsverhalten der Bevölkerung [2]. Ziel der vorliegenden Studie ist es deshalb, am Beispiel junger Familien zu analysieren, wie sich eine bestimmte Zielgruppe über Ernährung informiert und welchen Informationsquellen sie überhaupt vertraut. Dazu wurden 751 Online-Fragebögen von jungen Familien, Schwangeren und Paaren mit Kinderwunsch ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Ernährungswissen aus einer Vielzahl an interpersonalen und medialen Informationsquellen zusammensetzt, wobei das Vertrauen in die Medienberichterstattung nicht an erster Stelle steht. Daraus resultieren für die Zielgruppe komplexe Meinungsbildungs- und Aushandlungsprozesse.

Schlüsselwörter: Massenmedien, Ernährung, Familie, Journalismus, nutriCARD




Peer-reviewed / Manuscript (original contribution) received: June 11, 2018 / Revision accepted: December 12, 2018

Attitudes and media usage behavior surrounding nutrition


A survey among young families in Germany


Abstract


Research into health communication has shown that the media is not the only influencing factor when it comes to health-related cognition, emotion, and behavior, but it can be a relevant one [1]. Nutrition is an omnipresent topic in mass media, but it only has a minimal effect on the dietary behavior of the population [2]. Therefore, this study aims to take young families as an example in order to analyze how a specific target group informs themselves about nutrition and which sources of information it considers trustworthy. In order to achieve this, 751 online surveys of young families, pregnant women, and couples that would like to have children were evaluated. The results show that nutrition knowledge is composed of several interpersonal and media-based information sources, and that trust in media coverage is not always paramount. This results in the target group having complex opinion-forming and negotiation processes.

Keywords: mass media, nutrition, family, journalism, nutriCARD

Full text PDF (free access)




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 6/2019 von Seite M342 bis M349.




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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 11.06.2018 / Überarbeitung angenommen: 12.12.2018

Eine Befragung unter jungen Familien in Deutschland


Einführung und bisheriger Forschungsstand


In Anlehnung an Rogers [3] beschäftigt sich Ernährungskommunikation mit jedem Typus menschlicher Kommunikation, der mit Ernährung zusammenhängt. Der Einfluss des Medienkonsums auf das Ernährungsverhalten der Bevölkerung zählt auch fast drei Jahrzehnte nach der Etablierung der Gesundheitskommunikation zu den weißen Flecken der Forschung [4]. Dies überrascht in mehrfacher Hinsicht: Massenmedien erreichen alle Bevölkerungsgruppen, sind aufgrund ihrer Nutzungsdauer und Reichweite ein elementarer Bestandteil des Alltags [5] und genießen trotz aufkommender Medienskepsis einzelner Bevölkerungsgruppen insgesamt ein hohes Vertrauen [6]. Zudem hat das Sujet „Ernährung“ den Prozess der Medialisierung [7] durchlaufen.


Von der passiven Aufklärung des Verbrauchers hat es sich zu einem Querschnittsthema entwickelt, welches in nahezu allen journalistischen Ressorts und Redaktionen verankert ist und in der Darstellung von Nachrichten über nutzwertige Handreichungen bis hin zu Unterhaltungs- und dialogischen Interaktionsformaten (vor allem im Online-Bereich) reicht. Zwischen 2005 und 2008 stiegen nach einer Erhebung der AGF/GfK-Fernsehforschung die Sendestunden zum Thema Ernährung/Kochen im deutschen Fernsehen von 355 auf 1 262 Stunden [8]. Hinzu kommt ein breites Angebot von Online-Foren, Social Media-Gruppen und rund 1 000 Foodblogs in Deutschland. So ist davon auszugehen, dass das Internet allein aufgrund der Vielzahl an Angeboten aus Nutzersicht einen wichtigen Datenpool für Ernährungsfragen darstellt.

Abstract


Die Forschung der Gesundheitskommunikation zeigt, dass Medien zwar nicht die einzigen, aber relevante Einflussfaktoren auf gesundheitsbezogene Kognition, Emotion und Verhaltensweisen sein können [1]. Ernährung ist in den Massenmedien ein omnipräsentes Thema, allerdings mit nur geringen Auswirkungen auf das Ernährungsverhalten der Bevölkerung [2]. Ziel der vorliegenden Studie ist es deshalb, am Beispiel junger Familien zu analysieren, wie sich eine bestimmte Zielgruppe über Ernährung informiert und welchen Informationsquellen sie überhaupt vertraut. Dazu wurden 751 Online-Fragebögen von jungen Familien, Schwangeren und Paaren mit Kinderwunsch ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Ernährungswissen aus einer Vielzahl an interpersonalen und medialen Informationsquellen zusammensetzt, wobei das Vertrauen in die Medienberichterstattung nicht an erster Stelle steht. Daraus resultieren für die Zielgruppe komplexe Meinungsbildungs- und Aushandlungsprozesse.

Schlüsselwörter: Massenmedien, Ernährung, Familie, Journalismus, nutriCARD




Peer-reviewed / Manuscript (original contribution) received: June 11, 2018 / Revision accepted: December 12, 2018

Attitudes and media usage behavior surrounding nutrition


A survey among young families in Germany


Abstract


Research into health communication has shown that the media is not the only influencing factor when it comes to health-related cognition, emotion, and behavior, but it can be a relevant one [1]. Nutrition is an omnipresent topic in mass media, but it only has a minimal effect on the dietary behavior of the population [2]. Therefore, this study aims to take young families as an example in order to analyze how a specific target group informs themselves about nutrition and which sources of information it considers trustworthy. In order to achieve this, 751 online surveys of young families, pregnant women, and couples that would like to have children were evaluated. The results show that nutrition knowledge is composed of several interpersonal and media-based information sources, and that trust in media coverage is not always paramount. This results in the target group having complex opinion-forming and negotiation processes.

Keywords: mass media, nutrition, family, journalism, nutriCARD

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Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 6/2019 von Seite M342 bis M349.


Grundeinstellungen und Mediennutzungsverhalten zum Thema Ernährung

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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 11.06.2018 / Überarbeitung angenommen: 12.12.2018

Eine Befragung unter jungen Familien in Deutschland
Einführung und bisheriger Forschungsstand
In Anlehnung an Rogers [3] beschäftigt sich Ernährungskommunikation mit jedem Typus menschlicher Kommunikation, der mit Ernährung zusammenhängt. Der Einfluss des Medienkonsums auf das Ernährungsverhalten der Bevölkerung zählt auch fast drei Jahrzehnte nach der Etablierung der Gesundheitskommunikation zu den weißen Flecken der Forschung [4]. Dies überrascht in mehrfacher Hinsicht: Massenmedien erreichen alle Bevölkerungsgruppen, sind aufgrund ihrer Nutzungsdauer und Reichweite ein elementarer Bestandteil des Alltags [5] und genießen trotz aufkommender Medienskepsis einzelner Bevölkerungsgruppen insgesamt ein hohes Vertrauen [6]. Zudem hat das Sujet „Ernährung“ den Prozess der Medialisierung [7] durchlaufen.

Von der passiven Aufklärung des Verbrauchers hat es sich zu einem Querschnittsthema entwickelt, welches in nahezu allen journalistischen Ressorts und Redaktionen verankert ist und in der Darstellung von Nachrichten über nutzwertige Handreichungen bis hin zu Unterhaltungs- und dialogischen Interaktionsformaten (vor allem im Online-Bereich) reicht. Zwischen 2005 und 2008 stiegen nach einer Erhebung der AGF/GfK-Fernsehforschung die Sendestunden zum Thema Ernährung/Kochen im deutschen Fernsehen von 355 auf 1 262 Stunden [8]. Hinzu kommt ein breites Angebot von Online-Foren, Social Media-Gruppen und rund 1 000 Foodblogs in Deutschland. So ist davon auszugehen, dass das Internet allein aufgrund der Vielzahl an Angeboten aus Nutzersicht einen wichtigen Datenpool für Ernährungsfragen darstellt.

Abstract

Die Forschung der Gesundheitskommunikation zeigt, dass Medien zwar nicht die einzigen, aber relevante Einflussfaktoren auf gesundheitsbezogene Kognition, Emotion und Verhaltensweisen sein können [1]. Ernährung ist in den Massenmedien ein omnipräsentes Thema, allerdings mit nur geringen Auswirkungen auf das Ernährungsverhalten der Bevölkerung [2]. Ziel der vorliegenden Studie ist es deshalb, am Beispiel junger Familien zu analysieren, wie sich eine bestimmte Zielgruppe über Ernährung informiert und welchen Informationsquellen sie überhaupt vertraut. Dazu wurden 751 Online-Fragebögen von jungen Familien, Schwangeren und Paaren mit Kinderwunsch ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Ernährungswissen aus einer Vielzahl an interpersonalen und medialen Informationsquellen zusammensetzt, wobei das Vertrauen in die Medienberichterstattung nicht an erster Stelle steht. Daraus resultieren für die Zielgruppe komplexe Meinungsbildungs- und Aushandlungsprozesse.

Schlüsselwörter: Massenmedien, Ernährung, Familie, Journalismus, nutriCARD


Peer-reviewed / Manuscript (original contribution) received: June 11, 2018 / Revision accepted: December 12, 2018

Attitudes and media usage behavior surrounding nutrition
A survey among young families in Germany
Abstract

Research into health communication has shown that the media is not the only influencing factor when it comes to health-related cognition, emotion, and behavior, but it can be a relevant one [1]. Nutrition is an omnipresent topic in mass media, but it only has a minimal effect on the dietary behavior of the population [2]. Therefore, this study aims to take young families as an example in order to analyze how a specific target group informs themselves about nutrition and which sources of information it considers trustworthy. In order to achieve this, 751 online surveys of young families, pregnant women, and couples that would like to have children were evaluated. The results show that nutrition knowledge is composed of several interpersonal and media-based information sources, and that trust in media coverage is not always paramount. This results in the target group having complex opinion-forming and negotiation processes.

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Rubrik: Peer Review
Veröffentlicht: 12.06.2019

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