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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 11.07.2018 / Überarbeitung angenommen: 12.11.2018

Ergebnisse aus EsKiMo II


Einleitung


Eine vegetarische Ernährungsweise, definiert als eine überwiegend oder ausschließlich pflanzenbasierte Ernährung (• Tabelle 1), ist in den letzten Jahren stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Unterschiedliche Studien zeigen, dass der Anteil an Personen, die sich vegetarisch ernähren, weiter wächst, auch unter den Heranwachsenden [1]. Allerdings erlauben die aktuellen Daten keine zuverlässige Quantifizierung von Trends zu vegetarischer Ernährung [2], v. a. bei Kindern und Jugendlichen [3].


Laut der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS, 2008–2011) ernähren sich 4,3 % der Frauen und Männer üblicherweise vegetarisch. Dabei ist der Anteil unter den 18- bis 29-Jährigen am höchsten [4]. Bei Heranwachsenden im Alter von 3 bis 17 Jahren aus der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS-Basiserhebung 2003–2006) wiesen 1,7 % der Jungen und 3,2 % der Mädchen eine überwiegend vegetarische Ernährung auf [2].

Die wichtigsten Beweggründe für eine vegetarische Ernährung sind bei Erwachsenen ethisch-moralische, gesundheitliche, ökologische sowie religiöse Aspekte [5, 6]. Auch im Kindes- und Jugendalter spielen diese verschiedenen Motivationen eine Rolle [7]. Außerdem adaptieren viele Kinder und Heranwachsende das Verhalten ihrer Eltern oder möchten sich durch eine überwiegend pflanzenbasierte Ernährung von ihren Eltern abgrenzen [8].

Abstract


Eine vegetarische Ernährungsweise ist v. a. in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Zehn Jahre nach der ersten „Ernährungsstudie als KiGGS-Modul“ (EsKiMo; 2006) wurde die zweite Ernährungsstudie – EsKiMo II (2015–2017) durchgeführt. Insgesamt wurden 3,4 % Vegetarier ermittelt (1,5 % bei den 6- bis 11-Jährigen; 5,1 % bei den 12- bis 17-Jährigen). Im Vergleich zu EsKiMo I hat sich die Anzahl an Vegetariern unter den Jugendlichen erhöht. Die Vegetarier sind häufiger Mädchen, Heranwachsende zwischen 12 und 17 Jahre, besuchen häufiger das Gymnasium und stammen aus Familien mit einem hohen sozioökonomischen Status. Sie nehmen seltener das Schulmittagsangebot in Anspruch, verwenden häufiger Nahrungsergänzungsmittel und treiben häufiger Sport als Nicht-Vegetarier.

Vertiefende Auswertungen zur Nährstoffaufnahme und zu Ernährungsmustern von Heranwachsenden mit einer vegetarischen Ernährungsweise können Defizite, die möglicherweise mit einer vegetarischen Ernährungsweise bei Kindern und Jugendlichen einhergehen, aufzeichnen und ggf. Handlungsbedarf identifizieren.

Schlüsselwörter: Vegetarier, EsKiMo II, Kinder und Jugendliche, pflanzliche Ernährung, Ernährungsverhalten






Peer-reviewed
/ Manuscript (original contribution) received: July 11, 2018 / Revision accepted: November 12, 2018

Results from EsKiMo II


Abstract


Vegetarianism has increasingly been placed in the focus of public attention, especially in recent years. Ten years after the first “Eating study as a KiGGS Module” (EsKiMo; 2006) the second nutritional study – EsKiMo II (2015–2017) was carried out. A total of 3.4% vegetarians (1.5% among 6- to 11-year-olds; 5.1% among 12- to 17-year-olds) was identified. Compared to EsKiMo I, the number of vegetarians among adolescents has increased. Vegetarians are more often girls between 12 and 17 years, more likely to be students at an upper secondary school [Gymnasium] and to come from families with high economic status. They less frequently eat school meals, are more likely to use dietary supplements and to exercise more than 2 hours per week than non-vegetarians. More detailed analyses of the nutrient intake and eating patterns of adolescents following a vegetarian diet could determine deficits associated with a vegetarian diet among children and adolescents and possibly identify actions required.

Keywords: vegetarians, EsKiMo II, children and adolescents, plant-based diet, eating habits

Full text PDF (free access)




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 5/2019 von Seite M269 bis M275.




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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 11.07.2018 / Überarbeitung angenommen: 12.11.2018

Ergebnisse aus EsKiMo II


Einleitung


Eine vegetarische Ernährungsweise, definiert als eine überwiegend oder ausschließlich pflanzenbasierte Ernährung (• Tabelle 1), ist in den letzten Jahren stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Unterschiedliche Studien zeigen, dass der Anteil an Personen, die sich vegetarisch ernähren, weiter wächst, auch unter den Heranwachsenden [1]. Allerdings erlauben die aktuellen Daten keine zuverlässige Quantifizierung von Trends zu vegetarischer Ernährung [2], v. a. bei Kindern und Jugendlichen [3].


Laut der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS, 2008–2011) ernähren sich 4,3 % der Frauen und Männer üblicherweise vegetarisch. Dabei ist der Anteil unter den 18- bis 29-Jährigen am höchsten [4]. Bei Heranwachsenden im Alter von 3 bis 17 Jahren aus der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS-Basiserhebung 2003–2006) wiesen 1,7 % der Jungen und 3,2 % der Mädchen eine überwiegend vegetarische Ernährung auf [2].

Die wichtigsten Beweggründe für eine vegetarische Ernährung sind bei Erwachsenen ethisch-moralische, gesundheitliche, ökologische sowie religiöse Aspekte [5, 6]. Auch im Kindes- und Jugendalter spielen diese verschiedenen Motivationen eine Rolle [7]. Außerdem adaptieren viele Kinder und Heranwachsende das Verhalten ihrer Eltern oder möchten sich durch eine überwiegend pflanzenbasierte Ernährung von ihren Eltern abgrenzen [8].

Abstract


Eine vegetarische Ernährungsweise ist v. a. in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Zehn Jahre nach der ersten „Ernährungsstudie als KiGGS-Modul“ (EsKiMo; 2006) wurde die zweite Ernährungsstudie – EsKiMo II (2015–2017) durchgeführt. Insgesamt wurden 3,4 % Vegetarier ermittelt (1,5 % bei den 6- bis 11-Jährigen; 5,1 % bei den 12- bis 17-Jährigen). Im Vergleich zu EsKiMo I hat sich die Anzahl an Vegetariern unter den Jugendlichen erhöht. Die Vegetarier sind häufiger Mädchen, Heranwachsende zwischen 12 und 17 Jahre, besuchen häufiger das Gymnasium und stammen aus Familien mit einem hohen sozioökonomischen Status. Sie nehmen seltener das Schulmittagsangebot in Anspruch, verwenden häufiger Nahrungsergänzungsmittel und treiben häufiger Sport als Nicht-Vegetarier.

Vertiefende Auswertungen zur Nährstoffaufnahme und zu Ernährungsmustern von Heranwachsenden mit einer vegetarischen Ernährungsweise können Defizite, die möglicherweise mit einer vegetarischen Ernährungsweise bei Kindern und Jugendlichen einhergehen, aufzeichnen und ggf. Handlungsbedarf identifizieren.

Schlüsselwörter: Vegetarier, EsKiMo II, Kinder und Jugendliche, pflanzliche Ernährung, Ernährungsverhalten






Peer-reviewed
/ Manuscript (original contribution) received: July 11, 2018 / Revision accepted: November 12, 2018

Results from EsKiMo II


Abstract


Vegetarianism has increasingly been placed in the focus of public attention, especially in recent years. Ten years after the first “Eating study as a KiGGS Module” (EsKiMo; 2006) the second nutritional study – EsKiMo II (2015–2017) was carried out. A total of 3.4% vegetarians (1.5% among 6- to 11-year-olds; 5.1% among 12- to 17-year-olds) was identified. Compared to EsKiMo I, the number of vegetarians among adolescents has increased. Vegetarians are more often girls between 12 and 17 years, more likely to be students at an upper secondary school [Gymnasium] and to come from families with high economic status. They less frequently eat school meals, are more likely to use dietary supplements and to exercise more than 2 hours per week than non-vegetarians. More detailed analyses of the nutrient intake and eating patterns of adolescents following a vegetarian diet could determine deficits associated with a vegetarian diet among children and adolescents and possibly identify actions required.

Keywords: vegetarians, EsKiMo II, children and adolescents, plant-based diet, eating habits

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Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 5/2019 von Seite M269 bis M275.


Häufigkeit einer vegetarischen Ernährungsweise bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland

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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 11.07.2018 / Überarbeitung angenommen: 12.11.2018

Ergebnisse aus EsKiMo II
Einleitung
Eine vegetarische Ernährungsweise, definiert als eine überwiegend oder ausschließlich pflanzenbasierte Ernährung (• Tabelle 1), ist in den letzten Jahren stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Unterschiedliche Studien zeigen, dass der Anteil an Personen, die sich vegetarisch ernähren, weiter wächst, auch unter den Heranwachsenden [1]. Allerdings erlauben die aktuellen Daten keine zuverlässige Quantifizierung von Trends zu vegetarischer Ernährung [2], v. a. bei Kindern und Jugendlichen [3].

Laut der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS, 2008–2011) ernähren sich 4,3 % der Frauen und Männer üblicherweise vegetarisch. Dabei ist der Anteil unter den 18- bis 29-Jährigen am höchsten [4]. Bei Heranwachsenden im Alter von 3 bis 17 Jahren aus der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS-Basiserhebung 2003–2006) wiesen 1,7 % der Jungen und 3,2 % der Mädchen eine überwiegend vegetarische Ernährung auf [2].

Die wichtigsten Beweggründe für eine vegetarische Ernährung sind bei Erwachsenen ethisch-moralische, gesundheitliche, ökologische sowie religiöse Aspekte [5, 6]. Auch im Kindes- und Jugendalter spielen diese verschiedenen Motivationen eine Rolle [7]. Außerdem adaptieren viele Kinder und Heranwachsende das Verhalten ihrer Eltern oder möchten sich durch eine überwiegend pflanzenbasierte Ernährung von ihren Eltern abgrenzen [8].

Abstract

Eine vegetarische Ernährungsweise ist v. a. in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Zehn Jahre nach der ersten „Ernährungsstudie als KiGGS-Modul“ (EsKiMo; 2006) wurde die zweite Ernährungsstudie – EsKiMo II (2015–2017) durchgeführt. Insgesamt wurden 3,4 % Vegetarier ermittelt (1,5 % bei den 6- bis 11-Jährigen; 5,1 % bei den 12- bis 17-Jährigen). Im Vergleich zu EsKiMo I hat sich die Anzahl an Vegetariern unter den Jugendlichen erhöht. Die Vegetarier sind häufiger Mädchen, Heranwachsende zwischen 12 und 17 Jahre, besuchen häufiger das Gymnasium und stammen aus Familien mit einem hohen sozioökonomischen Status. Sie nehmen seltener das Schulmittagsangebot in Anspruch, verwenden häufiger Nahrungsergänzungsmittel und treiben häufiger Sport als Nicht-Vegetarier.

Vertiefende Auswertungen zur Nährstoffaufnahme und zu Ernährungsmustern von Heranwachsenden mit einer vegetarischen Ernährungsweise können Defizite, die möglicherweise mit einer vegetarischen Ernährungsweise bei Kindern und Jugendlichen einhergehen, aufzeichnen und ggf. Handlungsbedarf identifizieren.

Schlüsselwörter: Vegetarier, EsKiMo II, Kinder und Jugendliche, pflanzliche Ernährung, Ernährungsverhalten


Peer-reviewed / Manuscript (original contribution) received: July 11, 2018 / Revision accepted: November 12, 2018

Results from EsKiMo II
Abstract

Vegetarianism has increasingly been placed in the focus of public attention, especially in recent years. Ten years after the first “Eating study as a KiGGS Module” (EsKiMo; 2006) the second nutritional study – EsKiMo II (2015–2017) was carried out. A total of 3.4% vegetarians (1.5% among 6- to 11-year-olds; 5.1% among 12- to 17-year-olds) was identified. Compared to EsKiMo I, the number of vegetarians among adolescents has increased. Vegetarians are more often girls between 12 and 17 years, more likely to be students at an upper secondary school [Gymnasium] and to come from families with high economic status. They less frequently eat school meals, are more likely to use dietary supplements and to exercise more than 2 hours per week than non-vegetarians. More detailed analyses of the nutrient intake and eating patterns of adolescents following a vegetarian diet could determine deficits associated with a vegetarian diet among children and adolescents and possibly identify actions required.

Keywords: vegetarians, EsKiMo II, children and adolescents, plant-based diet, eating habits

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Artikelfakten

Rubrik: Peer Review
Veröffentlicht: 13.05.2019

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