© grafxart8888/iStock/Getty Images Plus
© grafxart8888/iStock/Getty Images Plus
© grafxart8888/iStock/Getty Images Plus
© grafxart8888/iStock/Getty Images Plus
© grafxart8888/iStock/Getty Images Plus
© grafxart8888/iStock/Getty Images Plus

Hitze in der stationären Gesundheitsversorgung

Ernährungsbasierte Hitzeschutzmaßnahmen in Gesundheitseinrichtungen
Der fortschreitende Klimawandel stellt eine erhebliche Bedrohung für die öffentliche Gesundheit dar. In Deutschland ist Hitze mit aktuell rund 3000 Todesfällen im Jahr die tödlichste Folgeerscheinung. Auch Gesundheitseinrichtungen stehen vor der Herausforderung, vulnerable Gruppen wie ältere Menschen und chronisch Kranke während zunehmender Hitzetage zu schützen. Dabei spielt die Ernährung eine zentrale Rolle in der Hitzeanpassung. Ein ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt und eine angepasste Nährstoffzufuhr sind entscheidend für die Thermoregulation und die Prävention hitzebedingter Erkrankungen. Empfehlungen umfassen eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr, kleinere, häufigere Mahlzeiten und eine überwiegend pflanzliche Kost. In Gesundheitseinrichtungen sollten spezifische Maßnahmen wie die Bereitstellung einer Getränkeauswahl, Trinkprotokolle und ein Hitzespeiseplan implementiert werden. Diese ernährungsbasierten Interventionen können wesentlich zur Verbesserung der Hitzeresilienz in der stationären Gesundheitsversorgung beitragen.
Einleitung

Der Klimawandel ist die größte gesundheitliche Bedrohung im 21. Jahrhundert. Der menschengemachte Klimawandel hat die globale Mitteltemperatur seit dem 19. Jahrhundert um 1,1 °C ansteigen lassen. In Deutschland ist die Temperatur im gleichen Zeitraum sogar um mehr als 2 °C gestiegen. Prognosen zufolge könnte die globale Erwärmung bis Ende des 21. Jahrhunderts rund 3 °C betragen, was für Deutschland eine Erhöhung um bis zu 6 °C bedeuten würde [1]. Unsere Ernährungssysteme sind neben der Energiewirtschaft, der Industrie sowie dem Gebäude- und Verkehrssektor ein entscheidender Einflussfaktor für die Entwicklung der Treibhausgasemissionen (THGE) [2]. Etwa ein Drittel der globalen THGE beruht darauf, welche Nahrungsmittel wir verzehren und wie diese angebaut, weiterverarbeitet, transportiert und entsorgt werden [3]. Der überwiegende Anteil der durch die Ernährung verursachten THGE entsteht dabei durch tierische Lebensmittel [3], bspw. durch die besonders treibhausgasintensiven Stoffe Methan (CH4; 28-fache Wirkung im Vergleich zu Kohlenstoffdioxid) oder Lachgas (N2O; 265-fache Wirkung) [4]. Weitere Faktoren wie der Verlust von Wald- und Moorflächen als Treibhausgassenken und Wasserknappheit spielen eine Rolle im Zusammenhang zwischen unserer Ernährung und der globalen Erwärmung sowie notwendigen Anpassungsstrategien [5]. …


Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2025 auf den Seiten M430 bis M438.

News zum Thema des Artikels

Zwei Personen sitzen am Tisch und prüfen ein Schriftstück

Online News: Leopoldina veröffentlicht Positionspapier zur Prävention und Therapie von Adipositas

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat einen Policy Brief zur Eindämmung der Adipositas-Epidemie in Deutschland veröffentlicht. Darin empfiehlt sie Strategien zur Prävention und Therapie von Adipositas …
weiterlesen

5 Grafiken von Menschen in unetrschiedlichen Essumgebungen

Lesetipp Heft 2/2026: Wie Ernährungsumgebungen in grafischen Modellen dargestellt werden

Das Konzept der Ernährungsumgebungen versucht die verschieden Einflussebenen auf das individuelle Ernährungsverhalten zu verdeutlichen. Der Special Beitrag stellt verschiedene Modelle mit ihren Stärken und Limitationen für Public Health-Aufgaben vor …
weiterlesen

Online News: Pflanzenbasierte Ernährung kann das Risiko von Multimorbidität senken

In einer groß angelegten multinationalen Studie mit mehr als 400.000 Personen wurden Ernährungsgewohnheiten und Krankheitsverläufe analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass eine vorwiegend pflanzliche Ernährungsweise mit einem geringeren Risiko für Krebs, Diabetes mellitu …
weiterlesen

Artikelfakten

Rubrik: Special
Veröffentlicht: 14.07.2025

Themen des Artikels

Dieser Artikel erscheint in

Artikel teilen

Weitere Artikel zum Thema

Regionale Hülsenfrüchte in der Ernährung

Teil 1 Einführung: Mehr Hülsenfrüchte auf den Teller Es gibt viele Gründe, warum weniger Fleisch und mehr Hülsenfrüchte auf dem Teller nachhaltig und gesund sind. Hülsenfrüchte liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß (nicht nur) für eine vegetarische oder vegane Ernähr … weiterlesen

15.09.2025

Lebensmittelbasierte Ernährungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche und Planetare Gesundheit

Update der Optimierten Mischkost Der globale Klimawandel erfordert einen Paradigmenwechsel in der Ernährung. In der vorliegenden Studie wurde die Nachhaltigkeit des lebensmittelbasierten Ernährungskonzepts der Optimierten Mischkost (OMK) für Kinder und Jugendliche unter … weiterlesen

15.09.2025

Mehr Auswahl am gemeinsamen Tisch

Alternativprodukte zu tierischen Lebensmitteln als Beitrag zu einer nachhaltigeren Ernährung Im Interview mit der ERNÄHRUNGS UMSCHAU erläutern die Beiratsmitglieder Prof. Dr. Monika Pischetsrieder, Lehrstuhl für Lebensmittelchemie, Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. D … weiterlesen

Der Bildungsort Esstisch

Gemeinsames Essen als Bildungsanlass  Mahlzeiten bieten Kindern die Möglichkeit für zahlreiche Lernerfahrungen. Sie lernen verschiedene Lebensmittel kennen und üben durch Ausprobieren und Selber-Machen, ihren Körper und dessen Bedürfnisse zu spüren. Wichtig ist ein … weiterlesen

13.08.2025

Alternative Ernährungsformen

Teil 3: Ernährungsformen mit Gesundheitsversprechen im Vordergrund In Teil 3 der Artikelreihe zu alternativen Ernährungsformen (AE) (Teile 1 [1] und 2 [2]) liegt der Fokus auf Ernährungsformen, bei denen Gesundheitsversprechen bzw. -aspekte im Vordergrund stehen. Im Geg … weiterlesen

13.08.2025

Umsetzung des DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in einer Hochschule

free access to english version Peer-Review-Verfahren /  Manuskript (Original) eingereicht: 25.10.2024; Überarbeitung angenommen: 25.03.2025 Faktoren der (Nicht-)Verstetigung1 Hintergrund und Fragestellung Die Gemeinschaftsverpflegung in den verschiedenen Lebenswelt … weiterlesen

14.07.2025

Pflanzliche Speisefette und -öle, Teil 10

Teil 10: Leindotteröl Leindotteröl ist in den letzten Jahrzehnten etwas in Vergessenheit geraten, obwohl es sich um ein wertvolles, heimisches Öl handelt. Die wirtschaftliche und ernährungsphysiologische Bedeutung sowie die Besonderheiten dieses Öls werden im vorliegend … weiterlesen

14.07.2025

Das Generationenproblem und seine Auswirkungen auf Ernährungsfachkräfte

Der Artikel soll die Unterschiede und Konfliktpotenziale zwischen verschiedenen Generationen in unserer Arbeitswelt beleuchten. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung von Kommunikation und Verständnis zwischen den Generationen zu schärfen und konkrete Lösungsans … weiterlesen