Online News: Orales Semaglutid: Abnehmtablette statt Spritze
Seit dem 1. September ist Semaglutid zur Behandlung von Adipositas in Deutschland auch als Tablette erhältlich, eine Alternative zur bislang üblichen wöchentlichen Injektion …
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Eine Arbeitsgruppe aus Lübeck [1] untersuchte nun die Vorhersagekraft eines 2019 publizierten polygenen Body-Mass-Index (BMI)-Risiko-Scores [2] auf die BMI-Entwicklung Frühgeborener bis zu einem Alter von 10–14 Jahren. Denn Frühgeborene haben ein erhöhtes Risiko für Übergewicht und metabolische Erkrankungen im Erwachsenenalter. In der Allgemeinbevölkerung erklärt der Score nur 8,4 % der BMI-Varianz [3].
In die Studie eingeschlossen wurden Daten von 508 Frühgeborenen, die zwischen 2009 und 2023 geboren wurden. Hier zeigte der Score im Gegensatz zu Erwachsenen eine deutlich höhere Vorhersagekraft:
Der Score könnte daher gerade für die Beratung von Frühgeborenen und ihren Eltern nützlich sein, um das Risiko für Adipositas zu mindern. Die Autor*innen der Studie betonen die Bedeutung genetischer Faktoren bei der Gewichtsentwicklung von Frühgeborenen und schlagen vor, den polygenen BMI-Risiko-Score in der klinischen Praxis zur Prävention von Adipositas einzusetzen. Ob das Wissen um ein hohes genetisches Risiko für Adipositas wirklich zu einer Reduktion der Gewichtszunahme der prädisponierten Frühgeborenen in der Pubertät führt, müsse jedoch durch prospektive Studien untersucht werden.