Eine von vielen Ursachen für Mangelernährung sind die oropharyngealen Dysphagien (OD). Dieser Oberbegriff bezeichnet multiple Schwierigkeiten in allen Phasen des Schluckvorgangs mit unterschiedlichsten Ursachen [1, 2]. Die Modifikation in der Textur von Speisen und Getränken steht im Fokus der Ernährungstherapie von Schluckstörungen. Bisher war die Terminologie bei diätetischen Kostformen uneinheitlich, eine internationale Klassifikation kann hier helfen.
Hintergrund
Das Klassifikationssystem der International Dysphagia Diet Standardisation Initiative (IDDSI) enthält eine Einteilung von modifizierten Speisen und Getränken auf einer 8-stufigen schluckphysiologisch basierten Skala (♦ Abbildung 1). Durch die international einheitliche Terminologie erhalten die Diätempfehlung, -herstellung und -anreicherung eine hohe Standardisierung.
Der VDD hat 2025 zu diesem wichtigen Thema einen interdisziplinären Round-Table veranstaltet. Bei diesem Online-Format wurde ein Best-Practice-Beispiel aus einer Klinik vorgestellt. Die Beteiligten sahen IDDSI als Pilotprojekt, in dem es gelang, die einzelnen Stufen erfolgreich zu etablieren. Im Anschluss wurde im Plenum über mögliche Hürden und deren Überwindung bei der Einführung der IDDSI-Stufen diskutiert. Es wurde schnell klar, dass ein gutes Schnittstellenmanagement inklusive Schulungen von Multiplikator*innen in den Bereichen Logopädie, Ernährungstherapie, Pflege, Küche und ggf. Caterer nötig ist, um das komplexe System zu etablieren. …
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 6/2026 auf den Seiten M372 bis M373.