Physiologie, Funktionen, Vorkommen, Versorgungsstatus, Einflussfaktoren, Bedarf und Referenzwerte
Das essenzielle Spurenelement Jod ist integraler Bestandteil der Schilddrüsenhormone T3 und T4, welche grundlegende Körperfunktionen steuern. Der Beitrag gibt eine Übersicht zur Physiologie von Jod im menschlichen Körper, zum Jodbedarf, zur Jodzufuhr und zum Versorgungsstatus in der Bevölkerung sowie zum Jodvorkommen und zur Bioverfügbarkeit in Lebensmitteln.
Eigenschaften
Das essenzielle Spurenelement Jod gehört zur Gruppe der Halogene (Gruppe 17 des Periodensystems, Ordnungszahl 53) [1]. Aufgrund seiner hohen Reaktivität kommt elementares Jod (I2) in der Natur kaum frei vor, sondern überwiegend in nicht-elementarer Form, insbesondere als Jodid (I–), Jodat (IO3–) oder organisch gebunden (z. B. Thyroxin, Trijodthyronin, Amiodaron). Dadurch, dass Jod verschiedene Oxidationsstufen vorweisen kann, kann es eine Vielzahl an Verbindungen eingehen und sowohl an Redoxreaktionen als auch an der Synthese komplexer Moleküle beteiligt sein [2]. Jod wurde im Jahr 1811 von Bernard Courtois bei der Schießpulverherstellung aus Braunalgen entdeckt [3, 4]. …
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 9/2026 auf den Seiten M559 bis M569.