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Erstmals wurde Jod 1811 von Courtois als violetter Dampf beim Verbrennen von Seetang entdeckt. Gay-Lussac identifizierte es als neues Element und bezeichnete es nach dem griechischen Wort für „violett“ als „Jod“. Von dem deutschen Pathologen Baumann wurde Jod 1895 in Schilddrüsen von Tieren entdeckt; ein Zusammenhang zwischen Jodmangel in der Schilddrüse und Vergrößerung der Schilddrüse (Struma) wurde von Bruns beschrieben. Später konnten dann Marine und Kimball zeigen, dass Jod die Entwicklung einer Struma verhindern kann [1].
Die WHO dokumentierte erstmals 1980 einen weltweit bestehenden Jodmangel, der etwa 20–60 % der Weltbevölkerung betraf. Aber nicht nur die Struma, sondern auch die durch Jodmangel hervorgerufenen kognitiven Entwicklungsstörungen traten in den Fokus des wissenschaftlichen Interesses. Es wurden Programme zur Elimination des Jodmangels initiiert – im Wesentlichen durch Einführung der generellen Jodsalzprophylaxe – und das Ziel gesetzt, bis zur Jahrtausendwende 2000 den weltweiten Jodmangel zu beseitigen, was aber bislang nicht vollständig erreicht wurde [1].
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 12/15 von Seite M694 bis M703.
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