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Prof. Dr. Tienush Rassaf, Direktor der Klinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Essen, untersuchte zusammen mit Kollegen am Uniklinikum Düsseldorf in einer Placebo-kontrollierten Studie, welche Effekte zugeführte Kakao-Flavanole auf die Gefäßfunktion schwer kranker Nierenpatienten haben.
Durch hohe Flavanol-Dosen (820 mg/Tag) verbesserte sich die Gefäßfunktion der Patienten sowohl kurz- wie auch langfristig. Die durch die Dialyse verursachte Gefäßschädigung konnte sogar teilweise rückgängig gemacht werden. Wurde das Präparat längere Zeit eingenommen, wurden zudem positive Wirkungen auf den Blutdruck erkennbar. Im Zuge einer Ernährungstherapie lassen sich Flavanole gezielt zuführen, bspw. über grünen Tee und dunkle Schokolade.
1. Rassaf T, Rammos C, Hendgen- Cotta UB et al. (2015) Vasculoprotective effects of dietary cocoa flavanols in patients on hemodialysis: a double-blind, randomized, placebo-controlled trial. Clin J Am Soc Nephrol [Epub ahead of print]
Quelle: Universität Duisburg- Essen, Pressemeldung vom 18.12.2015
Im terminalen Stadium der Niereninsuffizienz muss das Blut mittels Dialyse gereinigt werden. Hierbei kann sich der Blutdruck erhöhen und die Gefäße sowie deren Innenwände (= Endothele) arbeiten nicht mehr einwandfrei. Da viele Betroffene ohnehin an kardiovaskulären Erkrankungen leiden, sterben sie deshalb oft deutlich früher als Menschen mit gesunden Nieren.