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Zum zweiten Mal fand das Update Ernährungsmedizin online statt: Am 21. und 22.10. trafen sich ErnährungsmedizinerInnen und -fachkräfte zu einer wie immer abwechslungsreichen Fortbildung, veranstaltet vom Else Kröner Fresenius Zentrum für Ernährungsmedizin (EKFZ). Aus der Vielfalt an Themen berichten wir auszugsweise über das hochaktuelle Thema Ernährung und Atemwegserkrankungen.


Zum zweiten Mal fand das Update Ernährungsmedizin online statt: Am 21. und 22.10. trafen sich ErnährungsmedizinerInnen und -fachkräfte zu einer wie immer abwechslungsreichen Fortbildung, veranstaltet vom Else Kröner Fresenius Zentrum für Ernährungsmedizin (EKFZ). Aus der Vielfalt an Themen berichten wir auszugsweise über das hochaktuelle Thema Ernährung und Atemwegserkrankungen.
Rust zeigte, dass die in Mitteleuropa verbreitete sog. „Western Diet“ die einzige eher pro-inflammatorische der weltweiten Ernährungsformen ist. Im Gegensatz dazu wirken die „Nordic Diet“, die mediterrane Ernährungsform sowie traditionelle japanische und chinesische Kostformen eher anti-inflammatorisch (• Abbildung 1). Zu den wichtigen Faktoren, über die die Ernährungsform Einfluss auf kurz- und langfristige Entzündungsprozesse im Körper nimmt, zählte sie Körpergewicht und Körperfettgehalt sowie die Zufuhr von Antioxidanzien, sekundären Pflanzenstoffen und n-3-Fettsäuren. Ein weiterer wichtiger Faktor sei die Zusammensetzung der Darmmikrobiota: Eine pflanzenbasierte Ernährung begünstigt das Wachstum nützlicher Darmbakterien, welche anti-inflammatorische Substanzen freisetzen.
Am Beispiel der n-3-Fettsäuren zeigte Rust auch, dass es kaum möglich ist, einen antientzündlichen Effekt durch den Verzehr eines einzigen Lebensmittels zu erwirken: Um die für eine antientzündliche Wirkung benötigte Menge an n-3-Fettsäuren pro Tag aufzunehmen, müsste eine Person täglich 150 g Makrele oder Lachs verzehren. Sie verwies darauf, dass daher die Vielfalt beim Essen und das Ernährungsmuster als Ganzes wesentlich sind für das Immunsystem. Dies zeigte sie anschaulich in einem Schaubild zum Zusammenspiel aus unausgewogener Ernährung mit hohem Zucker- und Fettanteil und niedriger Vitamin- und Mineralstoffzufuhr, Adipositas mit erhöhter chronischer Entzündung sowie Mangelernährung und einer aufgrund dieser Faktoren verminderten Immunantwort. Ihr Fazit lautete:
Eine Übertragbarkeit dieser allgemein anti-inflammatorischen Effekte im Stoffwechsel auf die konkrete Beeinflussung von Infektionskrankheiten und im Speziellen einer SARS-CoV-2-Infektion im Einzelfall ist wahrscheinlich und wurde in den letzten Jahren viel diskutiert. Sie hängt aber von vielen weiteren individuellen Faktoren ab und ist schwierig nachzuweisen. Dies zeigte der Vortrag von Prof. Linseisen am Beispiel des Einflusses von Vitamin D auf entzündliche Krankheiten. Einige Beobachtungsstudien zeigen Assoziationen eines niedrigen Vitamin-D-Status mit einem erhöhten Risiko für eine SARS-CoV-2-Infektion bzw. einem schwereren Verlauf. Die Ergebnisse seien jedoch unzureichend, um einen kausalen Zusammenhang herzustellen, so berichtete er – nicht immer sind externe Einflussfaktoren berücksichtigt und es fehlen kontrollierte randomisierte Interventionsstudien (RCTs)1. Bei akuten Atemwegserkrankungen im Allgemeinen legt die aktuelle Studienlage einen präventiven Effekt eines ausreichend hohen Vitamin-D-Spiegels nahe. Als Fazit fasste Linseisen zusammen:
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1 Zum Nachweis kausaler Zusammenhänge durch RCTs ⇒ Schwingshackl: „Randomisierte kontrollierte Studien“ in diesem Heft ab S. M688.
Zum zweiten Mal fand das Update Ernährungsmedizin online statt: Am 21. und 22.10. trafen sich ErnährungsmedizinerInnen und -fachkräfte zu einer wie immer abwechslungsreichen Fortbildung, veranstaltet vom Else Kröner Fresenius Zentrum für Ernährungsmedizin (EKFZ). Aus der Vielfalt an Themen berichten wir auszugsweise über das hochaktuelle Thema Ernährung und Atemwegserkrankungen.