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Weitere Informationen zum Thema finden Sie im PRIO-Statement „Keimarme Ernährung bei der Hochdosistherapie: ein Risiko für PatientInnen“ von Schmidt L, Erickson NT, Reudelsterz C, et al. in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 3/2022.


Weitere Informationen zum Thema finden Sie im PRIO-Statement „Keimarme Ernährung bei der Hochdosistherapie: ein Risiko für PatientInnen“ von Schmidt L, Erickson NT, Reudelsterz C, et al. in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 3/2022.
Weiterhin nicht empfohlen sind Rohmilchprodukte, probiotische Milchprodukte (Actimel®, Activia ®, Yakult®, …) und Lebensmittel, die Wechselwirkungen mit Medikamenten verursachen (z. B. Grapefruit, Pomelo, Johanniskraut …) [1].
Die neutropene Diät ist seit den 1980er Jahren eine Ernährungsform, die in vielen pädiatrischen Onkologien standardmäßig verordnet wird [2]. Durch den Verzicht auf zahlreiche Lebensmittel soll das Risiko einer Lebensmittelinfektion der immunsupprimierten Patient*innen reduziert werden [3]. Die Evaluation der wissenschaftlichen Daten zur neutropenen Diät zeigt jedoch, dass sie keinen Vorteil, sondern eher Risiken für die Betroffenen mit sich bringt [4–7]. Die Lebensmitteleinschränkungen können eine Mangelernährung fördern, die Lebensqualität beeinflussen und das Darmmikrobiom aus dem Gleichgewicht bringen [8, 9]. Was nach wie vor sinnvoll ist, sind die Safe Food Handling Guidelines (clean, seperate, cook, chill) [1]. Eine ausführliche Information und Schulung der Patient*innen und Angehörigen zu Hygienemaßnahmen in der Küche und beim Verzehr von Nahrungsmitteln findet weiterhin durch qualifizierte Ernährungsfachkräfte statt.
Margraf C, Eberle-Pelloth W, Gröschel P, Holzmüller C, Tenius L, Schmid I
München Klinik Schwabing
Kölner Platz 1
80804 München
Weitere Informationen zum Thema finden Sie im PRIO-Statement „Keimarme Ernährung bei der Hochdosistherapie: ein Risiko für PatientInnen“ von Schmidt L, Erickson NT, Reudelsterz C, et al. in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 3/2022.