Lesetipp Heft 8/2026: Schluckstörungen
Der Beitrag erläutert Ursachen von Schluckstörungen, gesundheitliche Folgen und praxisrelevante Maßnahmen für die Versorgung von Betroffenen mit Dysphagie …
weiterlesen
free access to english version


free access to english version
free access to english version
Peer-Review-Verfahren / Positionspapiere und Stellungnahmen unterliegen in der ERNÄHRUNGS UMSCHAU – wie in vielen anderen Fachzeitschriften – keinem zusätzlichem Peer-Review-Verfahren, weil es sich dabei bereits um vielfach durch ExpertInnen (Peers) bewertete, diskutierte und auf breiter Basis konsentierte Texte handelt.
Ketogene oder kohlenhydratarme Diäten in unterschiedlichen Varianten existieren mittlerweile unter verschiedenen Bezeichnungen. Ihre Gemeinsamkeit ist, dass sie sich alle im Vergleich zu den nationalen Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) durch einen hohen Fettanteil bei gleichzeitig geringem Kohlenhydratanteil von meistens < 70 g täglich auszeichnen [1–5]. …
Seit mehreren Jahren werden Menschen mit Krebs sogenannte „Krebsdiäten“ angeboten, die in unterschiedlichem Ausmaß kohlenhydratarm oder ketogen sind. Als Begründung für diese Diäten wird angeführt, dass der Stoffwechsel von Tumorzellen von Kohlenhydraten abhängig sei. Je nach Interpretation der Studiendaten, versprechen diese Diäten einen direkten Einfluss auf das Tumorwachstum (und die Metastasierung) sowie eine Verbesserung der Wirksamkeit und Verträglichkeit der Chemo- und/oder Strahlentherapie (insbesondere der Chemotherapie). Hierfür fehlen jedoch methodisch hochwertige Studien und damit eine sichere Evidenz für die ketogene Diät. Aus diesem Grund kommen die Autorinnen der Analyse zu dem Schluss, dass zum derzeitigen Zeitpunkt von der Anwendung einer kohlenhydratarmen oder ketogenen Diät für diese Indikation abgeraten werden muss.
Schlüsselwörter: Ernährungsmedizin, ketogene Ernährung, Kohlenhydratreduktion, Krebs, Mangelernährung, Nebenwirkungen, Tumortherapie
Lesen Sie den vollständigen Artikel kostenfrei!
Peer-Reviewed / As in many other scientific journals position papers and statements in the Ernährungs Umschau are not subject to an additional peer review process, because they are already evaluated, discussed, and broadly agreed upon by experts (peers).
For several years, people with cancer have been offered so-called "cancer diets" that are low-carbohydrate or ketogenic to varying degrees. The rationale for these diets is that the metabolism of tumor cells is dependent on carbohydrates. Depending on the interpretation of the study data, these diets promise a direct influence on tumor growth (and metastasis) as well as an improvement in the efficacy and tolerability of chemotherapy and/or radiotherapy (especially chemotherapy). However, there is a lack of methodologically high-quality studies and thus of reliable evidence for the ketogenic diet. For this reason, the authors of the statement conclude that at the present time, the use of a low-carbohydrate or ketogenic diet for this indication must be discouraged.
Keywords: nutritional medicine, ketogenic diet, carbohydrate reduction, cancer, malnutrition, side effects, tumor therapy.
https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2022 auf den Seiten M368-M373.