Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 , die über ein gutes Selbstmanagement verfügen, haben ein verringertes Mortalitätsrisiko. Dies haben Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München (HMGU) in einer bevölkerungsbasierten Studie herausgefunden [1] und untermauern damit den großen Stellenwert des Patientenverhaltens im Behandlungsprozess bei Diabetes.

Die Wissenschaftler vom Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen (IGM) und vom Institut für Epidemiologie II (EPI II) am HMGU untersuchten gemeinsam mit Kollegen des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) in Düsseldorf den Zusammenhang des Selbstmanagements mit der Mortalität bei Patienten mit DMT2.

340 Studienteilnehmer mit DMT2 wurden bezüglich ihres Patientenverhaltens, welches bspw. regelmäßiges Kontrollieren des Blutzuckerspiegels, Führen eines Ernährungsplans oder körperliche Aktivität umfasst, befragt und daraus ein Selbstmanagement- Index ermittelt. Diesen Index setzte das Team um Professor Dr. Rolf Holle und Michael Laxy in Zusammenhang mit der Sterblichkeit der Personen, die über einen Zeitraum von 12 Jahren erfasst wurde.

Grundlage der analysierten Daten ist die KORA-A Studie, die sich aus Teilnehmern von zwei früheren bevölkerungsbasierten Gesundheitsstudien und aus Patienten des KORA-Herzinfarktregisters aus dem Raum Augsburg zusammensetzt. Die Analyse ergab, dass Patienten mit einem guten Diabetes- Selbstmanagement, d. h. mit einem hohen Selbstmanagement-Index, ein deutlich geringeres Mortalitätsrisiko aufweisen als Patienten mit einem niedrigen Selbstmanagement-Index.

Dieser Zusammenhang besteht unabhängig von anderen Faktoren, die die Mortalität beeinflussen können, wie etwa Alter, Geschlecht, Begleiterkrankungen oder medikamentöse Therapien. Diese Ergebnisse untermauern die Erkenntnis, dass eine aktive Therapiebeteiligung der Patienten großen Einfluss auf deren Verhalten und damit auf den Krankheitsverlauf hat. Patientenzentrierte Angebote wie Diabetesschulungen und andere Informationsangebote sollten daher künftig weiter ausgebaut werden.

Literatur: 1. Laxy M et al. (2014) The association between patient-reported self-management behavior, intermediate clinical outcomes, and mortality in patients with type 2 diabetes: results from the KORA-A Study. Diabetes care [doi: 10.2337/dc13-2533]

Quelle: Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, Pressemeldung vom 26.03.2014

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 05/14 auf Seite M239.





Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 , die über ein gutes Selbstmanagement verfügen, haben ein verringertes Mortalitätsrisiko. Dies haben Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München (HMGU) in einer bevölkerungsbasierten Studie herausgefunden [1] und untermauern damit den großen Stellenwert des Patientenverhaltens im Behandlungsprozess bei Diabetes.

Die Wissenschaftler vom Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen (IGM) und vom Institut für Epidemiologie II (EPI II) am HMGU untersuchten gemeinsam mit Kollegen des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) in Düsseldorf den Zusammenhang des Selbstmanagements mit der Mortalität bei Patienten mit DMT2.

340 Studienteilnehmer mit DMT2 wurden bezüglich ihres Patientenverhaltens, welches bspw. regelmäßiges Kontrollieren des Blutzuckerspiegels, Führen eines Ernährungsplans oder körperliche Aktivität umfasst, befragt und daraus ein Selbstmanagement- Index ermittelt. Diesen Index setzte das Team um Professor Dr. Rolf Holle und Michael Laxy in Zusammenhang mit der Sterblichkeit der Personen, die über einen Zeitraum von 12 Jahren erfasst wurde.

Grundlage der analysierten Daten ist die KORA-A Studie, die sich aus Teilnehmern von zwei früheren bevölkerungsbasierten Gesundheitsstudien und aus Patienten des KORA-Herzinfarktregisters aus dem Raum Augsburg zusammensetzt. Die Analyse ergab, dass Patienten mit einem guten Diabetes- Selbstmanagement, d. h. mit einem hohen Selbstmanagement-Index, ein deutlich geringeres Mortalitätsrisiko aufweisen als Patienten mit einem niedrigen Selbstmanagement-Index.

Dieser Zusammenhang besteht unabhängig von anderen Faktoren, die die Mortalität beeinflussen können, wie etwa Alter, Geschlecht, Begleiterkrankungen oder medikamentöse Therapien. Diese Ergebnisse untermauern die Erkenntnis, dass eine aktive Therapiebeteiligung der Patienten großen Einfluss auf deren Verhalten und damit auf den Krankheitsverlauf hat. Patientenzentrierte Angebote wie Diabetesschulungen und andere Informationsangebote sollten daher künftig weiter ausgebaut werden.

Literatur: 1. Laxy M et al. (2014) The association between patient-reported self-management behavior, intermediate clinical outcomes, and mortality in patients with type 2 diabetes: results from the KORA-A Study. Diabetes care [doi: 10.2337/dc13-2533]

Quelle: Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, Pressemeldung vom 26.03.2014

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 05/14 auf Seite M239.



KORA-A Studie: Diabetes mellitus Typ 2 – Gutes Selbstmanagement senkt Mortalität

Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 , die über ein gutes Selbstmanagement verfügen, haben ein verringertes Mortalitätsrisiko. Dies haben Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München (HMGU) in einer bevölkerungsbasierten Studie herausgefunden [1] und untermauern damit den großen Stellenwert des Patientenverhaltens im Behandlungsprozess bei Diabetes.

Die Wissenschaftler vom Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen (IGM) und vom Institut für Epidemiologie II (EPI II) am HMGU untersuchten gemeinsam mit Kollegen des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) in Düsseldorf den Zusammenhang des Selbstmanagements mit der Mortalität bei Patienten mit DMT2.

340 Studienteilnehmer mit DMT2 wurden bezüglich ihres Patientenverhaltens, welches bspw. regelmäßiges Kontrollieren des Blutzuckerspiegels, Führen eines Ernährungsplans oder körperliche Aktivität umfasst, befragt und daraus ein Selbstmanagement- Index ermittelt. Diesen Index setzte das Team um Professor Dr. Rolf Holle und Michael Laxy in Zusammenhang mit der Sterblichkeit der Personen, die über einen Zeitraum von 12 Jahren erfasst wurde.

Grundlage der analysierten Daten ist die KORA-A Studie, die sich aus Teilnehmern von zwei früheren bevölkerungsbasierten Gesundheitsstudien und aus Patienten des KORA-Herzinfarktregisters aus dem Raum Augsburg zusammensetzt. Die Analyse ergab, dass Patienten mit einem guten Diabetes- Selbstmanagement, d. h. mit einem hohen Selbstmanagement-Index, ein deutlich geringeres Mortalitätsrisiko aufweisen als Patienten mit einem niedrigen Selbstmanagement-Index.

Dieser Zusammenhang besteht unabhängig von anderen Faktoren, die die Mortalität beeinflussen können, wie etwa Alter, Geschlecht, Begleiterkrankungen oder medikamentöse Therapien. Diese Ergebnisse untermauern die Erkenntnis, dass eine aktive Therapiebeteiligung der Patienten großen Einfluss auf deren Verhalten und damit auf den Krankheitsverlauf hat. Patientenzentrierte Angebote wie Diabetesschulungen und andere Informationsangebote sollten daher künftig weiter ausgebaut werden.

Literatur: 1. Laxy M et al. (2014) The association between patient-reported self-management behavior, intermediate clinical outcomes, and mortality in patients with type 2 diabetes: results from the KORA-A Study. Diabetes care [doi: 10.2337/dc13-2533]

Quelle: Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, Pressemeldung vom 26.03.2014

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 05/14 auf Seite M239.

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Veröffentlicht: 08.05.2014

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