Definition, Ätiologie und Epidemiologie
Die Begriffe Kurzdarmsyndrom und Darmversagen werden im klinischen Alltag häufig synonym verwendet, lassen sich jedoch pathophysiologisch klar voneinander abgrenzen: Analog zum Nieren- oder Herzversagen beschreibt das Darmversagen (DV) die Unfähigkeit des Darms Nährstoffe und Flüssigkeit aufzunehmen. Sollte es Patient*innen im Verlauf durch die Anpassung des Darms gelingen, den Flüssigkeits-, Energie- und Nährstoffbedarf durch eine spezifische Diät und medikamentöse Therapie zu decken, sprechen wir von „Darminsuffizienz“. Sollte eine dauerhafte parenterale Ernährung erforderlich sein, handelt es sich per Definition um ein „chronisches Darmversagen“. [1] …

