Um ein breites Spektrum zu analysieren, wurden 23 verschiedenfarbige Tomatensorten und 20 Erdbeersorten unterschiedlicher Größe und Form untersucht, um den genetischen Faktor auf die Expression des Allergie-auslösenden Proteins in den Früchten zu analysieren. Weiterhin wurde der Einfluss der biologischen und konventionellen Anbaubedingungen als auch verschiedene Verarbeitungsmethoden von der Sonnen- über die Ofen- bis zur Gefriertrocknung der Früchte untersucht. Es wurde angenommen, dass der Gehalt des Allergie-auslösenden Proteins mit der Farbe der reifen Früchte, dem Wachstumszustand und der Verarbeitungsmethode variiert.

Der Gehalt des Allergens in beiden Fruchtarten schwankte stark zwischen den Sorten. Außerdem konnte die Hitzeempfindlichkeit der Proteine bestätigt werden: Wurden die Früchte während des Trocknungsprozesses Hitze ausgesetzt, war ihr Allergiepotenzial niedriger. Der Einfluss der Anbaubedingungen (konventionell/ökologisch) auf den Allergiegehalt war hingegen gering. Folglich können die in den Studien untersuchten Proteine (Tomaten: Sola l 4.02; Erdbeeren: Fra a 1) Marker für die Züchtung von hypoallergenen Tomaten- und Erdbeersorten sein.

Literatur:

  1. Kurze E et al. (2018) Effect of tomato variety, cultivation, climate and processing on Sola l 4, an allergen from Solanum lycopersicum. PLOS ONE [DOI: 10.1371/journal.pone.0197971] 
  2. Kurze E et al. (2018) Effect of the strawberry genotype, cultivation and processing on the Fra a 1 allergen content. Nutrients 10: 857


Quelle: TU München, Pressemeldungvom 13.07.2018




Diesen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 8/2018 auf Seite M418.


Lebensmittelallergiker entwickeln Symptome nach dem Verzehr von frischem Obst oder Gemüse, während verarbeitete Produkte oftmals toleriert werden. In Erdbeeren und Tomaten gibt es mehrere Proteine, die allergische Reaktionen auslösen können – v. a. bei Menschen, die zugleich eine diagnostizierte Birkenpollenallergie haben. Ein Team der TU München unter der Leitung von Prof. Dr. Wilfried Schwab hat untersucht, welche Erdbeer- oder Tomatensorten weniger Allergene enthalten als andere und inwieweit Anbau- oder Zubereitungsmethoden eine Rolle spielen [1, 2].


Um ein breites Spektrum zu analysieren, wurden 23 verschiedenfarbige Tomatensorten und 20 Erdbeersorten unterschiedlicher Größe und Form untersucht, um den genetischen Faktor auf die Expression des Allergie-auslösenden Proteins in den Früchten zu analysieren. Weiterhin wurde der Einfluss der biologischen und konventionellen Anbaubedingungen als auch verschiedene Verarbeitungsmethoden von der Sonnen- über die Ofen- bis zur Gefriertrocknung der Früchte untersucht. Es wurde angenommen, dass der Gehalt des Allergie-auslösenden Proteins mit der Farbe der reifen Früchte, dem Wachstumszustand und der Verarbeitungsmethode variiert.

Der Gehalt des Allergens in beiden Fruchtarten schwankte stark zwischen den Sorten. Außerdem konnte die Hitzeempfindlichkeit der Proteine bestätigt werden: Wurden die Früchte während des Trocknungsprozesses Hitze ausgesetzt, war ihr Allergiepotenzial niedriger. Der Einfluss der Anbaubedingungen (konventionell/ökologisch) auf den Allergiegehalt war hingegen gering. Folglich können die in den Studien untersuchten Proteine (Tomaten: Sola l 4.02; Erdbeeren: Fra a 1) Marker für die Züchtung von hypoallergenen Tomaten- und Erdbeersorten sein.

Literatur:

  1. Kurze E et al. (2018) Effect of tomato variety, cultivation, climate and processing on Sola l 4, an allergen from Solanum lycopersicum. PLOS ONE [DOI: 10.1371/journal.pone.0197971] 
  2. Kurze E et al. (2018) Effect of the strawberry genotype, cultivation and processing on the Fra a 1 allergen content. Nutrients 10: 857


Quelle: TU München, Pressemeldungvom 13.07.2018




Diesen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 8/2018 auf Seite M418.


Lebensmittelallergien: Allergiepotenzial von Erdbeeren und Tomaten hängt von der Sorte ab

Um ein breites Spektrum zu analysieren, wurden 23 verschiedenfarbige Tomatensorten und 20 Erdbeersorten unterschiedlicher Größe und Form untersucht, um den genetischen Faktor auf die Expression des Allergie-auslösenden Proteins in den Früchten zu analysieren. Weiterhin wurde der Einfluss der biologischen und konventionellen Anbaubedingungen als auch verschiedene Verarbeitungsmethoden von der Sonnen- über die Ofen- bis zur Gefriertrocknung der Früchte untersucht. Es wurde angenommen, dass der Gehalt des Allergie-auslösenden Proteins mit der Farbe der reifen Früchte, dem Wachstumszustand und der Verarbeitungsmethode variiert.

Der Gehalt des Allergens in beiden Fruchtarten schwankte stark zwischen den Sorten. Außerdem konnte die Hitzeempfindlichkeit der Proteine bestätigt werden: Wurden die Früchte während des Trocknungsprozesses Hitze ausgesetzt, war ihr Allergiepotenzial niedriger. Der Einfluss der Anbaubedingungen (konventionell/ökologisch) auf den Allergiegehalt war hingegen gering. Folglich können die in den Studien untersuchten Proteine (Tomaten: Sola l 4.02; Erdbeeren: Fra a 1) Marker für die Züchtung von hypoallergenen Tomaten- und Erdbeersorten sein.

Literatur:

  1. Kurze E et al. (2018) Effect of tomato variety, cultivation, climate and processing on Sola l 4, an allergen from Solanum lycopersicum. PLOS ONE [DOI: 10.1371/journal.pone.0197971] 
  2. Kurze E et al. (2018) Effect of the strawberry genotype, cultivation and processing on the Fra a 1 allergen content. Nutrients 10: 857

Quelle: TU München, Pressemeldungvom 13.07.2018


Diesen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 8/2018 auf Seite M418.

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Veröffentlicht: 15.08.2018

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