Volker Pudel, Göttingen

Im Kampf gegen Fehlernährung und Übergewicht hat Bundesverbraucherminister Horst SEEHOFER ein Konzept für erweiterte und einheitliche Nährwertangaben auf Lebensmitteln vorgelegt“, meldete die Tagesschau. Das „1 plus 4“ genannte Modell macht grammgenaue Nährwertangaben pro Portion und setzt diese prozentual zum durchschnittlichen Tagesbedarf einer erwachsenen Frau (2 000 kcal).

Abgesehen davon, dass „die Portion“ nicht klar definiert ist, haben auch nicht alle deutschen Frauen einen Energiebedarf von 2 000 kcal und für ca. 50 % der Deutschen, nämlich die Männer, ist diese Bezugsgröße ebenfalls irrelevant. Doch wichtiger ist zu verstehen, warum sich die Regierung von dieser Lebensmittelkennzeichnung eine präventive Wirkung gegen Fehlernährung und Übergewicht erhofft. Da Informationen über Nährwerte aufgedruckt werden, kann sich die Hoffnung nur darin begründen, dass Informationsdefizite über die ernährungsphysiologische Qualität der Lebensmittel als Ursache von Fehlernährung und Übergewicht angesehen werden müssen.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 09/08 ab Seite 538.





Volker Pudel, Göttingen

Im Kampf gegen Fehlernährung und Übergewicht hat Bundesverbraucherminister Horst SEEHOFER ein Konzept für erweiterte und einheitliche Nährwertangaben auf Lebensmitteln vorgelegt“, meldete die Tagesschau. Das „1 plus 4“ genannte Modell macht grammgenaue Nährwertangaben pro Portion und setzt diese prozentual zum durchschnittlichen Tagesbedarf einer erwachsenen Frau (2 000 kcal).

Abgesehen davon, dass „die Portion“ nicht klar definiert ist, haben auch nicht alle deutschen Frauen einen Energiebedarf von 2 000 kcal und für ca. 50 % der Deutschen, nämlich die Männer, ist diese Bezugsgröße ebenfalls irrelevant. Doch wichtiger ist zu verstehen, warum sich die Regierung von dieser Lebensmittelkennzeichnung eine präventive Wirkung gegen Fehlernährung und Übergewicht erhofft. Da Informationen über Nährwerte aufgedruckt werden, kann sich die Hoffnung nur darin begründen, dass Informationsdefizite über die ernährungsphysiologische Qualität der Lebensmittel als Ursache von Fehlernährung und Übergewicht angesehen werden müssen.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 09/08 ab Seite 538.



Lebensmittelkennzeichnung – Information oder Desinformation?

Volker Pudel, Göttingen

Im Kampf gegen Fehlernährung und Übergewicht hat Bundesverbraucherminister Horst SEEHOFER ein Konzept für erweiterte und einheitliche Nährwertangaben auf Lebensmitteln vorgelegt“, meldete die Tagesschau. Das „1 plus 4“ genannte Modell macht grammgenaue Nährwertangaben pro Portion und setzt diese prozentual zum durchschnittlichen Tagesbedarf einer erwachsenen Frau (2 000 kcal).

Abgesehen davon, dass „die Portion“ nicht klar definiert ist, haben auch nicht alle deutschen Frauen einen Energiebedarf von 2 000 kcal und für ca. 50 % der Deutschen, nämlich die Männer, ist diese Bezugsgröße ebenfalls irrelevant. Doch wichtiger ist zu verstehen, warum sich die Regierung von dieser Lebensmittelkennzeichnung eine präventive Wirkung gegen Fehlernährung und Übergewicht erhofft. Da Informationen über Nährwerte aufgedruckt werden, kann sich die Hoffnung nur darin begründen, dass Informationsdefizite über die ernährungsphysiologische Qualität der Lebensmittel als Ursache von Fehlernährung und Übergewicht angesehen werden müssen.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 09/08 ab Seite 538.

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Veröffentlicht: 16.09.2008

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