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Mit speziellen, sehr dünnen Beschichtungen möchte das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC diesem Problem entgegenwirken. Die Beschichtungen zeigen Antihaft-Eigenschaften und könnten in Produktionsanlagen eingesetzt werden. Der nasschemische Lack besteht aus nichtmetallischen, anorganischen Materialien, die durch ihre besondere Strukturierung die Anhaftung von Partikeln bzw. Prozessstäuben an Oberflächen reduzieren – ähnlich dem bekannten Lotuseffekt. Der Lack ist temperaturbeständig, lebensmittelecht, frei von fluorhaltigem Kohlenwasserstoff, wasser- und ölabweisend. Durch Tauchen oder Sprühen kann die Schicht auf einzelne Anlagenteile oder neue Prozessanlagen aufgetragen und anschließend ausgehärtet werden. Da die Beschichtung deutlich weniger als 1 μm dünn ist, bleiben Oberflächen nahezu unverändert.
Mit den Antihaftschichten könnten die Oberflächen von besonders betroffenen Bauteilen ausgerüstet werden, um zu verhindern, dass sich Partikel festsetzen und nur durch teure Reinigung beseitigt werden können. Für die Lebensmittelindustrie heißt das, dass Spuren von Allergenen in Lebensmitteln deutlich reduziert oder sogar ganz vermieden werden könnten. Anlagenbauern, Abfüllern und Herstellern bietet das Fraunhofer ISC in Kooperation die Möglichkeit, geeignete Lösungen für ihre Anwendungen zu erarbeiten, kundenspezifische Tests durchzuführen sowie sie beim Transfer in die eigenen Produktionsprozesse zu unterstützen.
Quelle: Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC, Pressemeldung vom 04.04.2016