Ein Überblick über verschiedene Verfahren und Bereiche


Dieser Beitrag ist der Start in eine Serie zum Themenkomplex Lebensmittelverarbeitung, die in weiteren Heftausgaben unter der Rubrik Basiswissen fortgesetzt wird. Neben einfachen Zubereitungsverfahren im Privathaushalt werden komplexe Methoden in der Gemeinschaftsverpflegung und Lebensmittelindustrie betrachtet. Dabei werden auch Aspekte der Nachhaltigkeit sowie der Nutzung von Nebenprodukten, die während des Herstellungsprozesses entstehen, aber nicht das Hauptprodukt darstellen, berücksichtigt. Das Ziel ist u. a., dass die Leser*innen wissenschaftlich fundierte Informationen über physiologisch/diätetisch relevante Verarbeitungsverfahren erhalten und veralteten oder falschen Darstellungen über bestimmte Verfahren argumentativ begegnen können. Der vorliegende Beitrag führt mit einer Übersicht in die Thematik ein.


Einführung in die Lebensmittelverarbeitung


Fast alle Lebensmittel, die üblicherweise verzehrt werden, werden vor ihrem Verzehr in unterschiedlicher Art und Weise verarbeitet. Nur wenige Rohprodukte – also Lebensmittel, die noch keine Verarbeitung erfahren haben, wie rohes Obst – sind direkt verzehrbar [1]. Lebensmittelverarbeitung umfasst also alle Verfahren und damit verbundene Veränderungen, die ein Lebensmittel oder die zur Herstellung von Lebensmitteln verwendeten Rohstoffe erfahren, bevor es verzehrt wird. Beispielhaft können dabei Verfahren wie eine Temperaturbehandlung, also konkret die Pasteurisation von Milch, oder auch eine mechanische Bearbeitung wie das Kneten eines Brotteiges genannt werden [1, 2]. Laut Artikel 2 der EU-Verordnung 852/2004 über Lebensmittelhygiene haben verarbeitete Lebensmittel eine wesentliche Veränderung erfahren. Als Beispiele für diese Veränderungen werden das „Erhitzen, Räuchern, Pökeln, Reifen, Trocknen, Marinieren, Extrahieren, Extrudieren oder eine Kombination dieser Verfahren“ genannt [3]. Zu den unverarbeiteten Erzeugnissen zählen laut dieser Verordnung auch solche Lebensmittel, die „geteilt, ausgelöst, getrennt, in Scheiben geschnitten, ausgebeint, fein zerkleinert, enthäutet, gemahlen, geschnitten, gesäubert, garniert, enthülst, geschliffen, gekühlt, gefroren, tiefgefroren oder aufgetaut wurden“ [3]. ...




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 6/2025 auf den Seiten M366 bis M375.


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Ein Überblick über verschiedene Verfahren und Bereiche


Dieser Beitrag ist der Start in eine Serie zum Themenkomplex Lebensmittelverarbeitung, die in weiteren Heftausgaben unter der Rubrik Basiswissen fortgesetzt wird. Neben einfachen Zubereitungsverfahren im Privathaushalt werden komplexe Methoden in der Gemeinschaftsverpflegung und Lebensmittelindustrie betrachtet. Dabei werden auch Aspekte der Nachhaltigkeit sowie der Nutzung von Nebenprodukten, die während des Herstellungsprozesses entstehen, aber nicht das Hauptprodukt darstellen, berücksichtigt. Das Ziel ist u. a., dass die Leser*innen wissenschaftlich fundierte Informationen über physiologisch/diätetisch relevante Verarbeitungsverfahren erhalten und veralteten oder falschen Darstellungen über bestimmte Verfahren argumentativ begegnen können. Der vorliegende Beitrag führt mit einer Übersicht in die Thematik ein.


Einführung in die Lebensmittelverarbeitung


Fast alle Lebensmittel, die üblicherweise verzehrt werden, werden vor ihrem Verzehr in unterschiedlicher Art und Weise verarbeitet. Nur wenige Rohprodukte – also Lebensmittel, die noch keine Verarbeitung erfahren haben, wie rohes Obst – sind direkt verzehrbar [1]. Lebensmittelverarbeitung umfasst also alle Verfahren und damit verbundene Veränderungen, die ein Lebensmittel oder die zur Herstellung von Lebensmitteln verwendeten Rohstoffe erfahren, bevor es verzehrt wird. Beispielhaft können dabei Verfahren wie eine Temperaturbehandlung, also konkret die Pasteurisation von Milch, oder auch eine mechanische Bearbeitung wie das Kneten eines Brotteiges genannt werden [1, 2]. Laut Artikel 2 der EU-Verordnung 852/2004 über Lebensmittelhygiene haben verarbeitete Lebensmittel eine wesentliche Veränderung erfahren. Als Beispiele für diese Veränderungen werden das „Erhitzen, Räuchern, Pökeln, Reifen, Trocknen, Marinieren, Extrahieren, Extrudieren oder eine Kombination dieser Verfahren“ genannt [3]. Zu den unverarbeiteten Erzeugnissen zählen laut dieser Verordnung auch solche Lebensmittel, die „geteilt, ausgelöst, getrennt, in Scheiben geschnitten, ausgebeint, fein zerkleinert, enthäutet, gemahlen, geschnitten, gesäubert, garniert, enthülst, geschliffen, gekühlt, gefroren, tiefgefroren oder aufgetaut wurden“ [3]. ...




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Lebensmittelverarbeitung

Ein Überblick über verschiedene Verfahren und Bereiche
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Einführung in die Lebensmittelverarbeitung

Fast alle Lebensmittel, die üblicherweise verzehrt werden, werden vor ihrem Verzehr in unterschiedlicher Art und Weise verarbeitet. Nur wenige Rohprodukte – also Lebensmittel, die noch keine Verarbeitung erfahren haben, wie rohes Obst – sind direkt verzehrbar [1]. Lebensmittelverarbeitung umfasst also alle Verfahren und damit verbundene Veränderungen, die ein Lebensmittel oder die zur Herstellung von Lebensmitteln verwendeten Rohstoffe erfahren, bevor es verzehrt wird. Beispielhaft können dabei Verfahren wie eine Temperaturbehandlung, also konkret die Pasteurisation von Milch, oder auch eine mechanische Bearbeitung wie das Kneten eines Brotteiges genannt werden [1, 2]. Laut Artikel 2 der EU-Verordnung 852/2004 über Lebensmittelhygiene haben verarbeitete Lebensmittel eine wesentliche Veränderung erfahren. Als Beispiele für diese Veränderungen werden das „Erhitzen, Räuchern, Pökeln, Reifen, Trocknen, Marinieren, Extrahieren, Extrudieren oder eine Kombination dieser Verfahren“ genannt [3]. Zu den unverarbeiteten Erzeugnissen zählen laut dieser Verordnung auch solche Lebensmittel, die „geteilt, ausgelöst, getrennt, in Scheiben geschnitten, ausgebeint, fein zerkleinert, enthäutet, gemahlen, geschnitten, gesäubert, garniert, enthülst, geschliffen, gekühlt, gefroren, tiefgefroren oder aufgetaut wurden“ [3]. …


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Veröffentlicht: 11.06.2025

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