Wissenschaftler des Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) und des Helmholtz Zentrum München (HMGU) verabreichten gesunden, schlanken Männern nach dem Zufallsprinzip einmal ein aromatisiertes Palmöl-Getränk und ein anderes Mal Wasser als Kontrolle. Das Palmöl-Getränk enthielt eine ähnliche Menge an gesättigtem Fett wie zwei Cheeseburger mit Speck plus großer Portion Pommes Frites oder wie zwei Salami-Pizzen.


Die einmalige Gabe dieser Fettmenge reichte aus, um die Insulinwirkung der Probanden zu vermindern und den Fettgehalt der Leber zu erhöhen. Zudem konnten Veränderungen im Energiehaushalt der Leber nachgewiesen werden. Die beobachteten Stoffwechselveränderungen gleichen den Veränderungen, wie sie bei Diabetes mellitus Typ 2 (DMT2) oder nichtalkoholischer Fettlebererkrankung (NAFLD) beobachtet werden. Die Palmöl-Dosis beeinträchtigte Muskeln, Leber und Fettgewebe in ihrer Stoffwechselaktivität. Die hervorgerufene Insulinresistenz führt zu einer vermehrten Glukoseneubildung in der Leber und einer verminderten Glukoseaufnahme in der Skelettmuskulatur, ein Mechanismus, der bei DMT2 und seinen Vorstufen den Blutglukosespiegel steigen lässt.

Zudem bewirkt die Insulinresistenz eine vermehrte Freisetzung von Fetten in die Blutbahn, welche wiederum die Insulinresistenz weiter fördern. Die erhöhte Verfügbarkeit von Fett führt zu einer gesteigerten Arbeitslast der Mitochondrien, was diese langfristig überfordern und zur Entstehung einer Lebererkrankung beitragen kann. Das Team vermutet, dass Gesunde diese unmittelbaren Stoffwechselauswirkungen einer fettreichen Mahlzeit je nach genetischer Prädisposition leicht bewältigen können. Problematisch könnten jedoch die langfristigen Folgen für regelmäßige Esser fettreicher Mahlzeiten sein.

Literatur:


1. Álvarez Hernández E et al. (2017) Acute dietary fat intake initiates alterations in energy metabolism and insulin resistance. J Clin Invest [DOI:10.1172/JCI89444]

Quelle: Deutsches Zentrum für Diabetesforschung, Pressemeldung vom 14.02.2017




Diesen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 3/17 auf Seite M131.




Wissenschaftler des Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) und des Helmholtz Zentrum München (HMGU) verabreichten gesunden, schlanken Männern nach dem Zufallsprinzip einmal ein aromatisiertes Palmöl-Getränk und ein anderes Mal Wasser als Kontrolle. Das Palmöl-Getränk enthielt eine ähnliche Menge an gesättigtem Fett wie zwei Cheeseburger mit Speck plus großer Portion Pommes Frites oder wie zwei Salami-Pizzen.


Die einmalige Gabe dieser Fettmenge reichte aus, um die Insulinwirkung der Probanden zu vermindern und den Fettgehalt der Leber zu erhöhen. Zudem konnten Veränderungen im Energiehaushalt der Leber nachgewiesen werden. Die beobachteten Stoffwechselveränderungen gleichen den Veränderungen, wie sie bei Diabetes mellitus Typ 2 (DMT2) oder nichtalkoholischer Fettlebererkrankung (NAFLD) beobachtet werden. Die Palmöl-Dosis beeinträchtigte Muskeln, Leber und Fettgewebe in ihrer Stoffwechselaktivität. Die hervorgerufene Insulinresistenz führt zu einer vermehrten Glukoseneubildung in der Leber und einer verminderten Glukoseaufnahme in der Skelettmuskulatur, ein Mechanismus, der bei DMT2 und seinen Vorstufen den Blutglukosespiegel steigen lässt.

Zudem bewirkt die Insulinresistenz eine vermehrte Freisetzung von Fetten in die Blutbahn, welche wiederum die Insulinresistenz weiter fördern. Die erhöhte Verfügbarkeit von Fett führt zu einer gesteigerten Arbeitslast der Mitochondrien, was diese langfristig überfordern und zur Entstehung einer Lebererkrankung beitragen kann. Das Team vermutet, dass Gesunde diese unmittelbaren Stoffwechselauswirkungen einer fettreichen Mahlzeit je nach genetischer Prädisposition leicht bewältigen können. Problematisch könnten jedoch die langfristigen Folgen für regelmäßige Esser fettreicher Mahlzeiten sein.

Literatur:


1. Álvarez Hernández E et al. (2017) Acute dietary fat intake initiates alterations in energy metabolism and insulin resistance. J Clin Invest [DOI:10.1172/JCI89444]

Quelle: Deutsches Zentrum für Diabetesforschung, Pressemeldung vom 14.02.2017




Diesen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 3/17 auf Seite M131.


Leberstoffwechsel: Fettreiche Mahlzeit beeinflusst Stoffwechsel

Wissenschaftler des Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) und des Helmholtz Zentrum München (HMGU) verabreichten gesunden, schlanken Männern nach dem Zufallsprinzip einmal ein aromatisiertes Palmöl-Getränk und ein anderes Mal Wasser als Kontrolle. Das Palmöl-Getränk enthielt eine ähnliche Menge an gesättigtem Fett wie zwei Cheeseburger mit Speck plus großer Portion Pommes Frites oder wie zwei Salami-Pizzen.

Die einmalige Gabe dieser Fettmenge reichte aus, um die Insulinwirkung der Probanden zu vermindern und den Fettgehalt der Leber zu erhöhen. Zudem konnten Veränderungen im Energiehaushalt der Leber nachgewiesen werden. Die beobachteten Stoffwechselveränderungen gleichen den Veränderungen, wie sie bei Diabetes mellitus Typ 2 (DMT2) oder nichtalkoholischer Fettlebererkrankung (NAFLD) beobachtet werden. Die Palmöl-Dosis beeinträchtigte Muskeln, Leber und Fettgewebe in ihrer Stoffwechselaktivität. Die hervorgerufene Insulinresistenz führt zu einer vermehrten Glukoseneubildung in der Leber und einer verminderten Glukoseaufnahme in der Skelettmuskulatur, ein Mechanismus, der bei DMT2 und seinen Vorstufen den Blutglukosespiegel steigen lässt.

Zudem bewirkt die Insulinresistenz eine vermehrte Freisetzung von Fetten in die Blutbahn, welche wiederum die Insulinresistenz weiter fördern. Die erhöhte Verfügbarkeit von Fett führt zu einer gesteigerten Arbeitslast der Mitochondrien, was diese langfristig überfordern und zur Entstehung einer Lebererkrankung beitragen kann. Das Team vermutet, dass Gesunde diese unmittelbaren Stoffwechselauswirkungen einer fettreichen Mahlzeit je nach genetischer Prädisposition leicht bewältigen können. Problematisch könnten jedoch die langfristigen Folgen für regelmäßige Esser fettreicher Mahlzeiten sein.

Literatur:

1. Álvarez Hernández E et al. (2017) Acute dietary fat intake initiates alterations in energy metabolism and insulin resistance. J Clin Invest [DOI:10.1172/JCI89444]

Quelle: Deutsches Zentrum für Diabetesforschung, Pressemeldung vom 14.02.2017


Diesen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 3/17 auf Seite M131.

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Veröffentlicht: 15.03.2017

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