Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 23.09.2025; Überarbeitung angenommen: 26.11.2025 Einleitung Neben der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bund der wichtigste Kostenträger medizinischer Rehabilitationsleistungen in Deutschland. Ziel der DRV-finanzierten Rehabilitationsmaßnahmen ist es, Menschen nach einer Erkrankung oder Verletzung wieder „fit für das Arbeitsleben“ zu machen oder zumindest zu verhindern, dass sich die Arbeitsfähigkeit weiter verschlechtert [1]. Zu den von der DRV Bund finanzierten Leistungen zählt die Ernährungstherapie. Das Vorhandensein einer Lehrküche gilt als strukturrelevant [2]. Somit sind Lehrküchenveranstaltungen (LKV) fester Bestandteil der medizinischen Rehabilitation. LKV bieten die Möglichkeit, theoretisch erworbenes Wissen in die Praxis umzusetzen. Hierbei wird die Motivation zur nachhaltigen Lebensstiländerung durch Erweiterung der Koch- und Alltagskompetenz gestärkt. Fachkräfte für Ernährungstherapie können gleichzeitig besondere Herausforderungen wie fehlende Koch- oder Lebensmittelkompetenz sowie Aversionen gegen oder Vorlieben für bestimmte Lebensmittel bei den Rehabilitand*innen erkennen. Die LKV gibt darüber hinaus Hinweise auf die allgemeine Leistungsfähigkeit einer Person. Somit stellt die LKV auch ein anamnestisches Tool dar. Bislang fehlen von Seiten der DRV Bund konkrete Vorgaben zur Durchführung einer LKV. In der Literatur finden sich kaum Konzepte für LKV und die strukturellen Anforderungen an Lehrküchen. Weiterhin sind die vorhandenen Publikationen nur stark eingeschränkt auf LKV in der medizinischen Rehabilitation übertragbar. ... Abstract Gemäß den Vorgaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund sind Lehrküchen strukturrelevant für Rehabilitationskliniken. In den Reha-Therapiestandards sind Lehrküchenveranstaltungen (LKV) für alle Indikationen verankert. Sowohl von Seiten der DRV als auch in der internationalen Literatur fehlen Vorgaben zu den strukturellen Anforderungen an Lehrküchen und zur Durchführung von LKV. Unter Nutzung der Delphi-Methode mit einem interprofessionellen Expert*innenbeirat wurde in einem mehrstufigen Forschungsprozess ein Rahmenkonzept für Lehrküchen und LKV in der medizinischen Rehabilitation entwickelt. Das Rahmenkonzept bindet die LKV in das prozessgeleitete ernährungstherapeutische Konzept German-Nutrition Care Prozess (G-NCP) ein und lässt sich an die individuellen Bedingungen der Kliniken anpassen. Es gliedert sich in die Abschnitte: Didaktik und Methodik, Prozesse, Strukturen und wird durch einen Anhang mit Arbeitsmaterialien abgerundet. Lesen Sie den vollständigen Artikel kostenfrei! https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 5/2026 auf den Seiten M290 bis M297.
Gemäß den Vorgaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund sind Lehrküchen strukturrelevant für Rehabilitationskliniken. In den Reha-Therapiestandards sind Lehrküchenveranstaltungen (LKV) für alle Indikationen verankert. Sowohl von Seiten der DRV als auch in der internationalen Literatur fehlen Vorgaben zu den strukturellen Anforderungen an Lehrküchen und zur Durchführung von LKV. Unter Nutzung der Delphi-Methode mit einem interprofessionellen Expert*innenbeirat wurde in einem mehrstufigen Forschungsprozess ein Rahmenkonzept für Lehrküchen und LKV in der medizinischen Rehabilitation entwickelt. Das Rahmenkonzept bindet die LKV in das prozessgeleitete ernährungstherapeutische Konzept German-Nutrition Care Prozess (G-NCP) ein und lässt sich an die individuellen Bedingungen der Kliniken anpassen. Es gliedert sich in die Abschnitte: Didaktik und Methodik, Prozesse, Strukturen und wird durch einen Anhang mit Arbeitsmaterialien abgerundet.
Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 23.09.2025; Überarbeitung angenommen: 26.11.2025 Einleitung Neben der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bund der wichtigste Kostenträger medizinischer Rehabilitationsleistungen in Deutschland. Ziel der DRV-finanzierten Rehabilitationsmaßnahmen ist es, Menschen nach einer Erkrankung oder Verletzung wieder „fit für das Arbeitsleben“ zu machen oder zumindest zu verhindern, dass sich die Arbeitsfähigkeit weiter verschlechtert [1]. Zu den von der DRV Bund finanzierten Leistungen zählt die Ernährungstherapie. Das Vorhandensein einer Lehrküche gilt als strukturrelevant [2]. Somit sind Lehrküchenveranstaltungen (LKV) fester Bestandteil der medizinischen Rehabilitation. LKV bieten die Möglichkeit, theoretisch erworbenes Wissen in die Praxis umzusetzen. Hierbei wird die Motivation zur nachhaltigen Lebensstiländerung durch Erweiterung der Koch- und Alltagskompetenz gestärkt. Fachkräfte für Ernährungstherapie können gleichzeitig besondere Herausforderungen wie fehlende Koch- oder Lebensmittelkompetenz sowie Aversionen gegen oder Vorlieben für bestimmte Lebensmittel bei den Rehabilitand*innen erkennen. Die LKV gibt darüber hinaus Hinweise auf die allgemeine Leistungsfähigkeit einer Person. Somit stellt die LKV auch ein anamnestisches Tool dar. Bislang fehlen von Seiten der DRV Bund konkrete Vorgaben zur Durchführung einer LKV. In der Literatur finden sich kaum Konzepte für LKV und die strukturellen Anforderungen an Lehrküchen. Weiterhin sind die vorhandenen Publikationen nur stark eingeschränkt auf LKV in der medizinischen Rehabilitation übertragbar. ... Abstract Gemäß den Vorgaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund sind Lehrküchen strukturrelevant für Rehabilitationskliniken. In den Reha-Therapiestandards sind Lehrküchenveranstaltungen (LKV) für alle Indikationen verankert. Sowohl von Seiten der DRV als auch in der internationalen Literatur fehlen Vorgaben zu den strukturellen Anforderungen an Lehrküchen und zur Durchführung von LKV. Unter Nutzung der Delphi-Methode mit einem interprofessionellen Expert*innenbeirat wurde in einem mehrstufigen Forschungsprozess ein Rahmenkonzept für Lehrküchen und LKV in der medizinischen Rehabilitation entwickelt. Das Rahmenkonzept bindet die LKV in das prozessgeleitete ernährungstherapeutische Konzept German-Nutrition Care Prozess (G-NCP) ein und lässt sich an die individuellen Bedingungen der Kliniken anpassen. Es gliedert sich in die Abschnitte: Didaktik und Methodik, Prozesse, Strukturen und wird durch einen Anhang mit Arbeitsmaterialien abgerundet. Lesen Sie den vollständigen Artikel kostenfrei! https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 5/2026 auf den Seiten M290 bis M297.

Lehrküchen in der medizinischen Rehabilitation – ein Rahmenkonzept

Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 23.09.2025; Überarbeitung angenommen: 26.11.2025

Einleitung

Neben der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bund der wichtigste Kostenträger medizinischer Rehabilitationsleistungen in Deutschland. Ziel der DRV-finanzierten Rehabilitationsmaßnahmen ist es, Menschen nach einer Erkrankung oder Verletzung wieder „fit für das Arbeitsleben“ zu machen oder zumindest zu verhindern, dass sich die Arbeitsfähigkeit weiter verschlechtert [1]. Zu den von der DRV Bund finanzierten Leistungen zählt die Ernährungstherapie. Das Vorhandensein einer Lehrküche gilt als strukturrelevant [2]. Somit sind Lehrküchenveranstaltungen
(LKV) fester Bestandteil der medizinischen Rehabilitation.

LKV bieten die Möglichkeit, theoretisch erworbenes Wissen in die Praxis umzusetzen. Hierbei wird die Motivation zur nachhaltigen Lebensstiländerung durch Erweiterung der Koch- und Alltagskompetenz gestärkt. Fachkräfte für Ernährungstherapie können gleichzeitig besondere Herausforderungen wie fehlende Koch- oder Lebensmittelkompetenz sowie Aversionen gegen oder Vorlieben für bestimmte Lebensmittel bei den Rehabilitand*innen erkennen. Die LKV gibt darüber hinaus Hinweise auf die allgemeine Leistungsfähigkeit einer Person. Somit stellt die LKV auch ein anamnestisches Tool dar. Bislang fehlen von Seiten der DRV Bund konkrete Vorgaben zur Durchführung einer LKV. In der Literatur finden sich kaum Konzepte für LKV und die strukturellen Anforderungen an Lehrküchen. Weiterhin sind die vorhandenen Publikationen nur stark eingeschränkt auf LKV in der medizinischen Rehabilitation übertragbar. …

Abstract

Gemäß den Vorgaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund sind Lehrküchen strukturrelevant für Rehabilitationskliniken. In den Reha-Therapiestandards sind Lehrküchenveranstaltungen (LKV) für alle Indikationen verankert. Sowohl von Seiten der DRV als auch in der internationalen Literatur fehlen Vorgaben zu den strukturellen Anforderungen an Lehrküchen und zur Durchführung von LKV. Unter Nutzung der Delphi-Methode mit einem interprofessionellen Expert*innenbeirat wurde in einem mehrstufigen Forschungsprozess ein Rahmenkonzept für Lehrküchen und LKV in der medizinischen Rehabilitation entwickelt. Das Rahmenkonzept bindet die LKV in das prozessgeleitete ernährungstherapeutische Konzept German-Nutrition Care Prozess (G-NCP) ein und lässt sich an die individuellen Bedingungen der Kliniken anpassen. Es gliedert sich in die Abschnitte: Didaktik und Methodik, Prozesse, Strukturen und wird durch einen Anhang mit Arbeitsmaterialien abgerundet.

Lesen Sie den vollständigen Artikel kostenfrei!

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode


Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 5/2026 auf den Seiten M290 bis M297.

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Veröffentlicht: 13.05.2026

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