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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 27.01.2020 / Überarbeitung angenommen: 20.05.2020

Einführung


Die Ernährung spielt in der Krebstherapie eine wichtige Rolle. Die Schwere der Ernährungsprobleme bei einer Tumorerkrankung hängt zum Teil von ihrer Lokalisation ab. Krebs oder seine Behandlung können jedoch bei allen Krebsarten zur Kachexie führen [1–3]. Insgesamt gibt es einige Probleme mit Mangelernährung bei Patienten1 in deutschen Krankenhäusern und die Prävalenz einer Mangelernährung auf onkologischen Stationen ist besonders hoch (38 %) [4, 5]. Die hohe Prävalenz von Mangelernährung kann auch darauf zurückgeführt werden, dass viele Ärzte nicht über die erforderlichen Ernährungskenntnisse verfügen, um ihre Patienten angemessen beraten zu können [6–8].

Mangelernährung kann zu einer Schwächung des Patienten führen. Dies führt zu einer Zunahme von Chemotherapie-assoziierten Nebenwirkungen und Komplikationen (z. B. schlechtere Verträglichkeit der Therapie) im Verlauf von Krebsbehandlungen [9]. Infolgedessen müssen die Patienten häufiger in ein Krankenhaus aufgenommen werden und die Krankenhausaufenthalte können länger werden als grundsätzlich nötig. Darüber hinaus wird die Lebensqualität von mangelernährten Patienten beeinträchtigt, da Unwohlsein, Müdigkeit und Depressionen auftreten oder stärker werden können [10]. Insbesondere ältere Patienten sind von Mangelernährung und deren Folgen bedroht [11].

______________________________

1
Zur besseren Lesbarkeit werden in diesem Beitrag nur die männlichen Bezeichnungen aufgeführt. Sie gelten jeweils für beide Geschlechter.

Abstract


Hintergrund: Jede Krebserkrankung geht mit negativen Auswirkungen einher, welche zu einer Mangelernährung führen können. Ziel der Studie ist es herauszufinden, ob die Patienten dieses Risiko selbst erkennen und nach Ernährungsempfehlungen suchen.

Methoden: Mithilfe des SGA-Screenings wurden Patienten verschiedener onkologischer Stationen an einer deutschen Universitätsklinik befragt. Als Besonderheit wurde die Einschätzung des Ernährungszustands subjektiv von den Patienten beantwortet.

Ergebnisse: 97 Patienten nahmen an der Untersuchung teil, davon wurden 46 als mangelernährt eingestuft. 67 der Befragten sahen sich jedoch als gut ernährt an. Insgesamt gaben 50 Befragte ernährungsbedingte Symptome an.

Fazit: Objektive und subjektive Einschätzung einer Mangelernährung stimmen in einer Reihe von Fällen nicht überein. Ohne eine regelmäßige Beurteilung mittels standardisiertem Screeningverfahren bleibt das Risiko einer Mangelernährung daher bei einem Teil der Patienten unbemerkt oder löst seitens der Patienten sowie Ärzte keine angemessenen Maßnahmen aus.

Schlüsselwörter: Unterernährung, Mangelernährung, Krebs, Kachexie, Screening, Gewichtsverlust




Peer reviewed / Manuscript (original) submitted: 27 January 2020 / Revision accepted: 20 May 2020

Cancer and malnutrition – study of the nutritional status of patients on oncological wards versus their personal-reflection

Abstract


Background: Every malignant illness goes along with negative effects of the disease and the treatment that may result in malnutrition. The aim of this study is to find out whether the patients recognize this risk by themselves and whether they are alert and search for nutritional advice.

Methods: The SGA-questionnaire was used to interview patients in different oncological wards at a German university hospital. As a special feature, the subjective assessment of the nutritional status was answered by the patients to see how they assess their own situation.

Results: In total, 97 patients completed the questionnaire. 46 patients were categorized as having malnutrition. However, 67 respondents consider themselves as well fed. Overall, 50 respondents reported they had symptoms associated with nutrition intake.

Conclusion: Objective and subjective assessments of malnutrition do not match in several cases. Without regular assessment, risk of malnutrition and even cachexia remain unnoticed from the side of the patients as well as from the doctors.

Keywords: undernourishment, malnutrition, cancer, cachexia, screening, weight loss

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Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 11/2020 von Seite M650 bis M656.




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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 27.01.2020 / Überarbeitung angenommen: 20.05.2020

Einführung


Die Ernährung spielt in der Krebstherapie eine wichtige Rolle. Die Schwere der Ernährungsprobleme bei einer Tumorerkrankung hängt zum Teil von ihrer Lokalisation ab. Krebs oder seine Behandlung können jedoch bei allen Krebsarten zur Kachexie führen [1–3]. Insgesamt gibt es einige Probleme mit Mangelernährung bei Patienten1 in deutschen Krankenhäusern und die Prävalenz einer Mangelernährung auf onkologischen Stationen ist besonders hoch (38 %) [4, 5]. Die hohe Prävalenz von Mangelernährung kann auch darauf zurückgeführt werden, dass viele Ärzte nicht über die erforderlichen Ernährungskenntnisse verfügen, um ihre Patienten angemessen beraten zu können [6–8].

Mangelernährung kann zu einer Schwächung des Patienten führen. Dies führt zu einer Zunahme von Chemotherapie-assoziierten Nebenwirkungen und Komplikationen (z. B. schlechtere Verträglichkeit der Therapie) im Verlauf von Krebsbehandlungen [9]. Infolgedessen müssen die Patienten häufiger in ein Krankenhaus aufgenommen werden und die Krankenhausaufenthalte können länger werden als grundsätzlich nötig. Darüber hinaus wird die Lebensqualität von mangelernährten Patienten beeinträchtigt, da Unwohlsein, Müdigkeit und Depressionen auftreten oder stärker werden können [10]. Insbesondere ältere Patienten sind von Mangelernährung und deren Folgen bedroht [11].

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1
Zur besseren Lesbarkeit werden in diesem Beitrag nur die männlichen Bezeichnungen aufgeführt. Sie gelten jeweils für beide Geschlechter.

Abstract


Hintergrund: Jede Krebserkrankung geht mit negativen Auswirkungen einher, welche zu einer Mangelernährung führen können. Ziel der Studie ist es herauszufinden, ob die Patienten dieses Risiko selbst erkennen und nach Ernährungsempfehlungen suchen.

Methoden: Mithilfe des SGA-Screenings wurden Patienten verschiedener onkologischer Stationen an einer deutschen Universitätsklinik befragt. Als Besonderheit wurde die Einschätzung des Ernährungszustands subjektiv von den Patienten beantwortet.

Ergebnisse: 97 Patienten nahmen an der Untersuchung teil, davon wurden 46 als mangelernährt eingestuft. 67 der Befragten sahen sich jedoch als gut ernährt an. Insgesamt gaben 50 Befragte ernährungsbedingte Symptome an.

Fazit: Objektive und subjektive Einschätzung einer Mangelernährung stimmen in einer Reihe von Fällen nicht überein. Ohne eine regelmäßige Beurteilung mittels standardisiertem Screeningverfahren bleibt das Risiko einer Mangelernährung daher bei einem Teil der Patienten unbemerkt oder löst seitens der Patienten sowie Ärzte keine angemessenen Maßnahmen aus.

Schlüsselwörter: Unterernährung, Mangelernährung, Krebs, Kachexie, Screening, Gewichtsverlust




Peer reviewed / Manuscript (original) submitted: 27 January 2020 / Revision accepted: 20 May 2020

Cancer and malnutrition – study of the nutritional status of patients on oncological wards versus their personal-reflection

Abstract


Background: Every malignant illness goes along with negative effects of the disease and the treatment that may result in malnutrition. The aim of this study is to find out whether the patients recognize this risk by themselves and whether they are alert and search for nutritional advice.

Methods: The SGA-questionnaire was used to interview patients in different oncological wards at a German university hospital. As a special feature, the subjective assessment of the nutritional status was answered by the patients to see how they assess their own situation.

Results: In total, 97 patients completed the questionnaire. 46 patients were categorized as having malnutrition. However, 67 respondents consider themselves as well fed. Overall, 50 respondents reported they had symptoms associated with nutrition intake.

Conclusion: Objective and subjective assessments of malnutrition do not match in several cases. Without regular assessment, risk of malnutrition and even cachexia remain unnoticed from the side of the patients as well as from the doctors.

Keywords: undernourishment, malnutrition, cancer, cachexia, screening, weight loss

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Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 11/2020 von Seite M650 bis M656.


Mangelernährung bei Patienten auf onkologischen Stationen: Subjektive Einschätzungen vs. objektive Messung

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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 27.01.2020 / Überarbeitung angenommen: 20.05.2020

Einführung

Die Ernährung spielt in der Krebstherapie eine wichtige Rolle. Die Schwere der Ernährungsprobleme bei einer Tumorerkrankung hängt zum Teil von ihrer Lokalisation ab. Krebs oder seine Behandlung können jedoch bei allen Krebsarten zur Kachexie führen [1–3]. Insgesamt gibt es einige Probleme mit Mangelernährung bei Patienten1 in deutschen Krankenhäusern und die Prävalenz einer Mangelernährung auf onkologischen Stationen ist besonders hoch (38 %) [4, 5]. Die hohe Prävalenz von Mangelernährung kann auch darauf zurückgeführt werden, dass viele Ärzte nicht über die erforderlichen Ernährungskenntnisse verfügen, um ihre Patienten angemessen beraten zu können [6–8].

Mangelernährung kann zu einer Schwächung des Patienten führen. Dies führt zu einer Zunahme von Chemotherapie-assoziierten Nebenwirkungen und Komplikationen (z. B. schlechtere Verträglichkeit der Therapie) im Verlauf von Krebsbehandlungen [9]. Infolgedessen müssen die Patienten häufiger in ein Krankenhaus aufgenommen werden und die Krankenhausaufenthalte können länger werden als grundsätzlich nötig. Darüber hinaus wird die Lebensqualität von mangelernährten Patienten beeinträchtigt, da Unwohlsein, Müdigkeit und Depressionen auftreten oder stärker werden können [10]. Insbesondere ältere Patienten sind von Mangelernährung und deren Folgen bedroht [11].

______________________________

1 Zur besseren Lesbarkeit werden in diesem Beitrag nur die männlichen Bezeichnungen aufgeführt. Sie gelten jeweils für beide Geschlechter.

Abstract

Hintergrund: Jede Krebserkrankung geht mit negativen Auswirkungen einher, welche zu einer Mangelernährung führen können. Ziel der Studie ist es herauszufinden, ob die Patienten dieses Risiko selbst erkennen und nach Ernährungsempfehlungen suchen.

Methoden: Mithilfe des SGA-Screenings wurden Patienten verschiedener onkologischer Stationen an einer deutschen Universitätsklinik befragt. Als Besonderheit wurde die Einschätzung des Ernährungszustands subjektiv von den Patienten beantwortet.

Ergebnisse: 97 Patienten nahmen an der Untersuchung teil, davon wurden 46 als mangelernährt eingestuft. 67 der Befragten sahen sich jedoch als gut ernährt an. Insgesamt gaben 50 Befragte ernährungsbedingte Symptome an.

Fazit: Objektive und subjektive Einschätzung einer Mangelernährung stimmen in einer Reihe von Fällen nicht überein. Ohne eine regelmäßige Beurteilung mittels standardisiertem Screeningverfahren bleibt das Risiko einer Mangelernährung daher bei einem Teil der Patienten unbemerkt oder löst seitens der Patienten sowie Ärzte keine angemessenen Maßnahmen aus.

Schlüsselwörter: Unterernährung, Mangelernährung, Krebs, Kachexie, Screening, Gewichtsverlust


Peer reviewed / Manuscript (original) submitted: 27 January 2020 / Revision accepted: 20 May 2020

Cancer and malnutrition – study of the nutritional status of patients on oncological wards versus their personal-reflection

Abstract

Background: Every malignant illness goes along with negative effects of the disease and the treatment that may result in malnutrition. The aim of this study is to find out whether the patients recognize this risk by themselves and whether they are alert and search for nutritional advice.

Methods: The SGA-questionnaire was used to interview patients in different oncological wards at a German university hospital. As a special feature, the subjective assessment of the nutritional status was answered by the patients to see how they assess their own situation.

Results: In total, 97 patients completed the questionnaire. 46 patients were categorized as having malnutrition. However, 67 respondents consider themselves as well fed. Overall, 50 respondents reported they had symptoms associated with nutrition intake.

Conclusion: Objective and subjective assessments of malnutrition do not match in several cases. Without regular assessment, risk of malnutrition and even cachexia remain unnoticed from the side of the patients as well as from the doctors.

Keywords: undernourishment, malnutrition, cancer, cachexia, screening, weight loss

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Rubrik: Peer Review
Veröffentlicht: 12.11.2020

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