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Positionspapier von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe


Im Bundeshaushalt sind für das Jahr 2016 2 Mio. € für die Erarbeitung einer nationalen Strategie vorgesehen, die den Gehalt an Zucker und Salz in Fertigprodukten sowie die Aufnahme von gesättigten Fetten reduzieren soll [1]. Dazu soll sich nach dem Willen der Koalition das Bundesernährungsministerium in einem „Minimierungsdialog“ mit der Lebensmittelwirtschaft auf geeignete freiwillige Maßnahmen einigen. Ziel einer Reduktionsstrategie muss es sein, eine signifikante Senkung der Gehalte an Zucker, Salz und gesättigten Fetten auf Produktebene in möglichst kurzen und akzeptablen Zeiträumen zu erreichen. Messbare Verbesserungen sollen bereits bis Ende 2020 erreicht werden [2].


diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe appelliert an die Bundesregierung, im Hinblick auf gesättigte Fette eine Zielformulierung auf Produktebene zu ergänzen, im Hinblick auf Zucker ein ehrgeizigeres Ziel mit kürzerer Laufzeit zu verfolgen und gemäß den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) effektivere Maßnahmen mit ökonomischen Anreizen für die Lebensmittelwirtschaft in Betracht zu ziehen, etwa produktgruppenbezogene Obergrenzen oder Nährwertprofile bzw. Verbrauchssteuern in Kombination mit Subventionen für Lebensmittel mit günstigen Nährwertprofilen.

Zusammenfassung


Lebensmittel mit hohen Gehalten an gesättigten Fetten, Zucker und Salz fördern die Entstehung nichtübertragbarer Krankheiten [3–6], darunter auch Diabetes mellitus Typ 2 [3, 4]. Eine ungesunde Ernährung verursacht zudem hohe Krankheitskosten [7]. Im Hinblick auf einen Beitrag der Lebensmittelwirtschaft zur Vermeidung nichtübertragbarer Krankheiten ist die gesundheitsförderliche Verbesserung von Produktrezepturen eine Schlüsselmaßnahme zur Schaffung einer gesünderen Ernährungsumwelt – neben dem einzuschränkenden Marketing für ungesunde Lebensmittel, der Reduzierung von Portionsgrößen sowie einer verbraucherfreundlichen Nährwertkennzeichnung auf der Verpackungsvorderseite sowie der Schaffung gesunder Ernährungswelten in Settings.

Bewertung der Zielformulierungen

Salzreduktion

Deutschland hat sich freiwillig zu einer Reduktion der Salzaufnahme bis zum Jahr 2025 um 30 % verpflichtet. Unter dem Aspekt einer schrittweisen geschmacklichen Anpassung der Bevölkerung an einen geringeren Salzgehalt ist das Ziel der Bundesregierung (–16 % auf Produktebene bis 2019) als Teilziel vertretbar.

Reduktion gesättigter Fette


Es fehlt ein produktbezogener Zielwert und damit die Einforderung eines Beitrags der Lebensmittelwirtschaft zu einer geringeren Aufnahme gesättigter Fettsäuren seitens der Bevölkerung.

Zuckerreduktion


Die freiwillige Reduktion in Produkten um mindestens 10 % in fünf Jahren wird als zu gering, die Zielerreichung als zu unsicher und die Laufzeit bis zur Zielerreichung als zu lang bewertet.

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe fordert:


▸ die Ergänzung eines produktbezogenen Zielwertes zu gesättigten Fetten,

▸ eine ehrgeizigere Zielformulierung im Hinblick auf Zucker.

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe empfiehlt:


▸ eine engmaschigere Evaluation (alle zwei Jahre),

▸ die Einbeziehung von unabhängigen Expertengremien,

▸ den Einsatz von ökonomischen Anreizen für effektive Rezepturverbesserungen gemäß WHO.




German reduction strategy on salt, sugar and saturated fat (2016)


Position paper of diabetesDE – German Diabetes Aid


The German federal budget for 2016 allocates €2 million for the development of a national strategy to reduce sugar and salt content in processed foods and to lower consumption of saturated fats [1]. The coalition has accordingly asked the Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (Federal Ministry of Food and Agriculture) to agree on appropriate voluntary measures with the food industry as part of a “minimization dialogue”. A national reduction strategy should significantly reduce the content of sugar, salt and saturated fatty acids at product level within a short and acceptable time period. Measurable improvements providing healthier choices must be achieved by the end of 2020 [2].

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe (German Diabetes Aid) calls on the federal government to expand the objective to include saturated fatty acids at product level, to pursue a more ambitious target in a shorter time span in relation to sugar content, and to consider more effective measures with economic incentives for the food industry in accordance with recommendations by the World Health Organization (WHO), i.e. product-group-related upper limits or the use of nutrient profiles and/or consumption taxes in combination with subsidies for foods with favorable nutrient profiles.

Summary


Foods with a high content of saturated fats, sugar or salt encourage the development of non-communicable diseases [3–6], including diabetes mellitus type 2 [3, 4]. Unhealthy diets also induce high medical expenses [7]. As regards food industry contributions to preventing non-communicable diseases, healthier product formulations are a key measure in the creation of a healthier food environment – alongside restricted marketing for unhealthy foods, reductions in portion sizes, consumer-friendly nutrition labelling ”front of pack” and the creation of healthy food environments in settings (schools, kindergardens, workplace, …).

Appraisal of time bound targets

Salt reduction


Germany has voluntarily agreed to reduce salt intake by 30 % by the year 2025. The federal government’s objective (-16 % on product level by 2019) is an acceptable sub-target, as a way for the public to gradually adjust to changes in flavor.

Reduction of saturated fats


There is no product-related target value and thus no demand for any contribution by the food industry to lowering the population’s consumption of saturated fats.

Sugar reduction

The voluntary reduction of sugar content in products by at least 10 % in five years is too low, the likelihood of achieving the target too uncertain and the time period in which to achieve the target too long.

diabetesDE – German Diabetes Aid calls for:


▸ product-related target values to be extended to include saturated fats

▸ a more ambitious time bound target for sugar

diabetesDE – German Diabetes Aid recommends:


▸ more thorough monitoring and evaluation (every other year)

▸ involvement of independent expert bodies

▸ use of economic incentives for more effective product reformulation in accordance with WHO/UN recommendations.






Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 04/16 von Seite M216 bis M219.




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Positionspapier von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe


Im Bundeshaushalt sind für das Jahr 2016 2 Mio. € für die Erarbeitung einer nationalen Strategie vorgesehen, die den Gehalt an Zucker und Salz in Fertigprodukten sowie die Aufnahme von gesättigten Fetten reduzieren soll [1]. Dazu soll sich nach dem Willen der Koalition das Bundesernährungsministerium in einem „Minimierungsdialog“ mit der Lebensmittelwirtschaft auf geeignete freiwillige Maßnahmen einigen. Ziel einer Reduktionsstrategie muss es sein, eine signifikante Senkung der Gehalte an Zucker, Salz und gesättigten Fetten auf Produktebene in möglichst kurzen und akzeptablen Zeiträumen zu erreichen. Messbare Verbesserungen sollen bereits bis Ende 2020 erreicht werden [2].


diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe appelliert an die Bundesregierung, im Hinblick auf gesättigte Fette eine Zielformulierung auf Produktebene zu ergänzen, im Hinblick auf Zucker ein ehrgeizigeres Ziel mit kürzerer Laufzeit zu verfolgen und gemäß den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) effektivere Maßnahmen mit ökonomischen Anreizen für die Lebensmittelwirtschaft in Betracht zu ziehen, etwa produktgruppenbezogene Obergrenzen oder Nährwertprofile bzw. Verbrauchssteuern in Kombination mit Subventionen für Lebensmittel mit günstigen Nährwertprofilen.

Zusammenfassung


Lebensmittel mit hohen Gehalten an gesättigten Fetten, Zucker und Salz fördern die Entstehung nichtübertragbarer Krankheiten [3–6], darunter auch Diabetes mellitus Typ 2 [3, 4]. Eine ungesunde Ernährung verursacht zudem hohe Krankheitskosten [7]. Im Hinblick auf einen Beitrag der Lebensmittelwirtschaft zur Vermeidung nichtübertragbarer Krankheiten ist die gesundheitsförderliche Verbesserung von Produktrezepturen eine Schlüsselmaßnahme zur Schaffung einer gesünderen Ernährungsumwelt – neben dem einzuschränkenden Marketing für ungesunde Lebensmittel, der Reduzierung von Portionsgrößen sowie einer verbraucherfreundlichen Nährwertkennzeichnung auf der Verpackungsvorderseite sowie der Schaffung gesunder Ernährungswelten in Settings.

Bewertung der Zielformulierungen

Salzreduktion

Deutschland hat sich freiwillig zu einer Reduktion der Salzaufnahme bis zum Jahr 2025 um 30 % verpflichtet. Unter dem Aspekt einer schrittweisen geschmacklichen Anpassung der Bevölkerung an einen geringeren Salzgehalt ist das Ziel der Bundesregierung (–16 % auf Produktebene bis 2019) als Teilziel vertretbar.

Reduktion gesättigter Fette


Es fehlt ein produktbezogener Zielwert und damit die Einforderung eines Beitrags der Lebensmittelwirtschaft zu einer geringeren Aufnahme gesättigter Fettsäuren seitens der Bevölkerung.

Zuckerreduktion


Die freiwillige Reduktion in Produkten um mindestens 10 % in fünf Jahren wird als zu gering, die Zielerreichung als zu unsicher und die Laufzeit bis zur Zielerreichung als zu lang bewertet.

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe fordert:


▸ die Ergänzung eines produktbezogenen Zielwertes zu gesättigten Fetten,

▸ eine ehrgeizigere Zielformulierung im Hinblick auf Zucker.

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe empfiehlt:


▸ eine engmaschigere Evaluation (alle zwei Jahre),

▸ die Einbeziehung von unabhängigen Expertengremien,

▸ den Einsatz von ökonomischen Anreizen für effektive Rezepturverbesserungen gemäß WHO.




German reduction strategy on salt, sugar and saturated fat (2016)


Position paper of diabetesDE – German Diabetes Aid


The German federal budget for 2016 allocates €2 million for the development of a national strategy to reduce sugar and salt content in processed foods and to lower consumption of saturated fats [1]. The coalition has accordingly asked the Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (Federal Ministry of Food and Agriculture) to agree on appropriate voluntary measures with the food industry as part of a “minimization dialogue”. A national reduction strategy should significantly reduce the content of sugar, salt and saturated fatty acids at product level within a short and acceptable time period. Measurable improvements providing healthier choices must be achieved by the end of 2020 [2].

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe (German Diabetes Aid) calls on the federal government to expand the objective to include saturated fatty acids at product level, to pursue a more ambitious target in a shorter time span in relation to sugar content, and to consider more effective measures with economic incentives for the food industry in accordance with recommendations by the World Health Organization (WHO), i.e. product-group-related upper limits or the use of nutrient profiles and/or consumption taxes in combination with subsidies for foods with favorable nutrient profiles.

Summary


Foods with a high content of saturated fats, sugar or salt encourage the development of non-communicable diseases [3–6], including diabetes mellitus type 2 [3, 4]. Unhealthy diets also induce high medical expenses [7]. As regards food industry contributions to preventing non-communicable diseases, healthier product formulations are a key measure in the creation of a healthier food environment – alongside restricted marketing for unhealthy foods, reductions in portion sizes, consumer-friendly nutrition labelling ”front of pack” and the creation of healthy food environments in settings (schools, kindergardens, workplace, …).

Appraisal of time bound targets

Salt reduction


Germany has voluntarily agreed to reduce salt intake by 30 % by the year 2025. The federal government’s objective (-16 % on product level by 2019) is an acceptable sub-target, as a way for the public to gradually adjust to changes in flavor.

Reduction of saturated fats


There is no product-related target value and thus no demand for any contribution by the food industry to lowering the population’s consumption of saturated fats.

Sugar reduction

The voluntary reduction of sugar content in products by at least 10 % in five years is too low, the likelihood of achieving the target too uncertain and the time period in which to achieve the target too long.

diabetesDE – German Diabetes Aid calls for:


▸ product-related target values to be extended to include saturated fats

▸ a more ambitious time bound target for sugar

diabetesDE – German Diabetes Aid recommends:


▸ more thorough monitoring and evaluation (every other year)

▸ involvement of independent expert bodies

▸ use of economic incentives for more effective product reformulation in accordance with WHO/UN recommendations.






Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 04/16 von Seite M216 bis M219.


Nationale Reduktionsstrategie 2016

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Positionspapier von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

Im Bundeshaushalt sind für das Jahr 2016 2 Mio. € für die Erarbeitung einer nationalen Strategie vorgesehen, die den Gehalt an Zucker und Salz in Fertigprodukten sowie die Aufnahme von gesättigten Fetten reduzieren soll [1]. Dazu soll sich nach dem Willen der Koalition das Bundesernährungsministerium in einem „Minimierungsdialog“ mit der Lebensmittelwirtschaft auf geeignete freiwillige Maßnahmen einigen. Ziel einer Reduktionsstrategie muss es sein, eine signifikante Senkung der Gehalte an Zucker, Salz und gesättigten Fetten auf Produktebene in möglichst kurzen und akzeptablen Zeiträumen zu erreichen. Messbare Verbesserungen sollen bereits bis Ende 2020 erreicht werden [2].

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe appelliert an die Bundesregierung, im Hinblick auf gesättigte Fette eine Zielformulierung auf Produktebene zu ergänzen, im Hinblick auf Zucker ein ehrgeizigeres Ziel mit kürzerer Laufzeit zu verfolgen und gemäß den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) effektivere Maßnahmen mit ökonomischen Anreizen für die Lebensmittelwirtschaft in Betracht zu ziehen, etwa produktgruppenbezogene Obergrenzen oder Nährwertprofile bzw. Verbrauchssteuern in Kombination mit Subventionen für Lebensmittel mit günstigen Nährwertprofilen.

Zusammenfassung

Lebensmittel mit hohen Gehalten an gesättigten Fetten, Zucker und Salz fördern die Entstehung nichtübertragbarer Krankheiten [3–6], darunter auch Diabetes mellitus Typ 2 [3, 4]. Eine ungesunde Ernährung verursacht zudem hohe Krankheitskosten [7]. Im Hinblick auf einen Beitrag der Lebensmittelwirtschaft zur Vermeidung nichtübertragbarer Krankheiten ist die gesundheitsförderliche Verbesserung von Produktrezepturen eine Schlüsselmaßnahme zur Schaffung einer gesünderen Ernährungsumwelt – neben dem einzuschränkenden Marketing für ungesunde Lebensmittel, der Reduzierung von Portionsgrößen sowie einer verbraucherfreundlichen Nährwertkennzeichnung auf der Verpackungsvorderseite sowie der Schaffung gesunder Ernährungswelten in Settings.

Bewertung der Zielformulierungen

Salzreduktion

Deutschland hat sich freiwillig zu einer Reduktion der Salzaufnahme bis zum Jahr 2025 um 30 % verpflichtet. Unter dem Aspekt einer schrittweisen geschmacklichen Anpassung der Bevölkerung an einen geringeren Salzgehalt ist das Ziel der Bundesregierung (–16 % auf Produktebene bis 2019) als Teilziel vertretbar.

Reduktion gesättigter Fette

Es fehlt ein produktbezogener Zielwert und damit die Einforderung eines Beitrags der Lebensmittelwirtschaft zu einer geringeren Aufnahme gesättigter Fettsäuren seitens der Bevölkerung.

Zuckerreduktion

Die freiwillige Reduktion in Produkten um mindestens 10 % in fünf Jahren wird als zu gering, die Zielerreichung als zu unsicher und die Laufzeit bis zur Zielerreichung als zu lang bewertet.

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe fordert:

▸ die Ergänzung eines produktbezogenen Zielwertes zu gesättigten Fetten,

▸ eine ehrgeizigere Zielformulierung im Hinblick auf Zucker.

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe empfiehlt:

▸ eine engmaschigere Evaluation (alle zwei Jahre),

▸ die Einbeziehung von unabhängigen Expertengremien,

▸ den Einsatz von ökonomischen Anreizen für effektive Rezepturverbesserungen gemäß WHO.


German reduction strategy on salt, sugar and saturated fat (2016)
Position paper of diabetesDE – German Diabetes Aid

The German federal budget for 2016 allocates €2 million for the development of a national strategy to reduce sugar and salt content in processed foods and to lower consumption of saturated fats [1]. The coalition has accordingly asked the Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (Federal Ministry of Food and Agriculture) to agree on appropriate voluntary measures with the food industry as part of a “minimization dialogue”. A national reduction strategy should significantly reduce the content of sugar, salt and saturated fatty acids at product level within a short and acceptable time period. Measurable improvements providing healthier choices must be achieved by the end of 2020 [2].

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe (German Diabetes Aid) calls on the federal government to expand the objective to include saturated fatty acids at product level, to pursue a more ambitious target in a shorter time span in relation to sugar content, and to consider more effective measures with economic incentives for the food industry in accordance with recommendations by the World Health Organization (WHO), i.e. product-group-related upper limits or the use of nutrient profiles and/or consumption taxes in combination with subsidies for foods with favorable nutrient profiles.

Summary

Foods with a high content of saturated fats, sugar or salt encourage the development of non-communicable diseases [3–6], including diabetes mellitus type 2 [3, 4]. Unhealthy diets also induce high medical expenses [7]. As regards food industry contributions to preventing non-communicable diseases, healthier product formulations are a key measure in the creation of a healthier food environment – alongside restricted marketing for unhealthy foods, reductions in portion sizes, consumer-friendly nutrition labelling ”front of pack” and the creation of healthy food environments in settings (schools, kindergardens, workplace, …).

Appraisal of time bound targets

Salt reduction

Germany has voluntarily agreed to reduce salt intake by 30 % by the year 2025. The federal government’s objective (-16 % on product level by 2019) is an acceptable sub-target, as a way for the public to gradually adjust to changes in flavor.

Reduction of saturated fats

There is no product-related target value and thus no demand for any contribution by the food industry to lowering the population’s consumption of saturated fats.

Sugar reduction

The voluntary reduction of sugar content in products by at least 10 % in five years is too low, the likelihood of achieving the target too uncertain and the time period in which to achieve the target too long.

diabetesDE – German Diabetes Aid calls for:

▸ product-related target values to be extended to include saturated fats

▸ a more ambitious time bound target for sugar

diabetesDE – German Diabetes Aid recommends:

▸ more thorough monitoring and evaluation (every other year)

▸ involvement of independent expert bodies

▸ use of economic incentives for more effective product reformulation in accordance with WHO/UN recommendations.


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Artikelfakten

Rubrik: Im Fokus
Veröffentlicht: 15.04.2016

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