Personalisierte Ernährung in der Anwendung

Zeit für einen Neuanfang

Das Forschungsprojekt „Personalisierte Ernährung“ wurde im August 2020 von der Dieter Schwarz-Stiftung (DSS) in Heilbronn initialisiert und gefördert. Der Forschungsauftrag ging an die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Heilbronn. Der Forschungsschwerpunkt des interdisziplinär aufgestellten neunköpfigen Teams aus Deutschland und Europa basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz, der verbrauchernahe Forschung mit individueller Lebensqualität im Bereich der Prävention und Therapie vereint. Eine der zentralen Aufgaben und Intentionen der Forschungsgruppe ist, evidenzbasierte Forschung unter Berücksichtigung künstlicher Intelligenz sichtbar und greifbar zu machen; hier mit der einzigartigen Möglichkeit, Grundlagenforschung anwendungsorientiert und verbrauchernah für die Menschen umzusetzen.

Aus dem komplexen und sich rapide entwickelnden Forschungsfeld der personalisierten Ernährung (PersE) hat sich über die letzten 30 Jahre eine große Datenmenge ergeben, die für die VerbraucherInnen bis dato im Alltag nicht oder nur eingeschränkt greifbar und nutzbar ist. Die Datenfülle bringt statt Klarheit für VerbraucherInnen eher Unsicherheit und Uneinigkeit innerhalb der ExpertInnenmeinungen. Daher ist es notwendig, Forschungsansätze zu verfolgen, die die PersE für VerbraucherInnen verstehbar und als Werkzeug handhabbar machen.
Einleitung

PersE kann auf eine jahrzehntelange Geschichte zurückblicken und erfuhr v. a. auf den Gebieten der Genanalyse und Methoden zur Untersuchung des Darmmikrobioms eine rasante Zunahme öffentlichen Interesses. Dennoch scheint der Weg bis zu einer effektiven Nutzung der mit der PersE erreichbaren Gesundheitsvorteile weit. Zwar bieten der wissenschaftliche Fortschritt und einzelne, auf spezifische Schwerpunkte der PersE-Forschung begrenzte Marktangebote punktuelle Ansatzpunkte zur individuellen Nutzung bei Förderung der Gesundheit. Ein ganzheitliches Konzept, wie die PersE vom Einzelnen genutzt werden kann, fehlt jedoch bislang. In einem Spannungsfeld zwischen wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung einerseits und gewinnorientierten Produkten mit z. T. zweifelhafter wissenschaftlicher Plausibilität andererseits, ist es für VerbraucherInnen schwierig, die Vorteile der PersE im Alltag für sich zu nutzen. Demnach scheint es notwendig, Forschungsanstrengungen zu unternehmen, die PersE als ein Werkzeug zu etablieren, das als verstehbar und handhabbar im Sinne eines salutogenetischen Ansatzes [1] verstanden wird. …


Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 4/2023 auf den Seiten M234 bis M240.
Verschlagwortet mit: Grundlagenforschung

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Artikelfakten

Rubrik: Special
Veröffentlicht: 12.04.2023

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