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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 29. April 2021 / Überarbeitung angenommen: 05. März 2022

Förderung nachhaltiger pflanzenbasierter Ernährung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen (Teil 1)


Einleitung


Die aktuelle globale Lebensmittelproduktion, -verarbeitung und -distribution tragen maßgeblichen zu Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Landnutzungswandel sowie Veränderungen von Stoffkreisläufen in Boden, Wasser und Atmosphäre bei [1, 2]. Dadurch werden die Ressourcen für die zukünftige Nahrungsmittelproduktion verringert [2], während gleichzeitig der Nahrungsmittelbedarf durch die wachsende Weltbevölkerung ansteigt [3]. Ernährungsmuster haben somit neben gesundheitlichen [4] auch umweltbezogene und soziale Auswirkungen [5].


Als Rahmenkonzept für die Gestaltung nachhaltiger Ernährungsweisen und einer zukunftsfähigen Lebensmittelproduktion veröffentlichte die EAT-Lancet-Kommission 2019 die Planetary Health Diet (PHD). Im Vergleich zu den aktuellen Ernährungsgewohnheiten der deutschen Bevölkerung sieht sie einen gesteigerten Verzehr von Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Nüssen, Vollkorngetreide und ungesättigten Fettsäuren vor. Gleichzeitig fordert sie einen reduzierten Konsum von Fleisch, Milchprodukten, gesättigten Fettsäuren und Zuckern [5].

Mit Ausnahme von geringfügigen Abweichungen wie Hülsenfrüchten als separate, explizit als Proteinquelle empfohlene Lebensmittelgruppe [5] überschneidet sich die PHD weitgehend mit den 10 Regeln der DGE [6] ( DGE-Stellungnahme „Einordnung der Planetary Health Diet anhand einer Gegenüberstellung mit den lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der DGE“ auf den vorigen Seiten). Mit dem Fokus auf Umwelt und Ernährungssicherung verwendet sie jedoch teils andere Argumente für die Umsetzung und liefert damit weitere Gesprächsansätze für die Ernährungskommunikation.

Abstract


Ernährungsmuster junger Menschen aus bildungsfernen Schichten, die reich an tierischen und ballaststoffarmen Lebensmitteln sind, begünstigen ernährungsmitbedingte Erkrankungen und Umweltschädigungen. Daher sollen Ansätze für Kommunikationskampagnen entwickelt werden, die pflanzenbasierte Ernährung im Sinne der Planetary Health Diet (PHD) zielgruppenorientiert fördern. Hierzu wurden die Übereinstimmung des Ernährungsverhaltens der Zielgruppe mit der PHD überprüft und Einflussfaktoren untersucht, die entsprechende Verhaltensänderungen behindern und begünstigen. 215 Personen zwischen 16 und 29 Jahren wurden mit einem Online-Fragebogen befragt (Teil 1) und basierend darauf Ansätze für mögliche Kampagnen konzipiert (Teil 2).

Schlüsselwörter: Planetary Health Diet, Ernährungskommunikation, Verhaltensänderung, Jugendliche, junge Erwachsene, Nachhaltigkeit, Public Health Nutrition, pflanzenbasierte Ernährung




Peer reviewed / Manuscript (original) submitted: 29 April 2021 / Revision accepted: 05 March 2022

Planetary Health Diet


Promoting a sustainable plant-based diet among adolescents and young adults (part 1)


Abstract


The dietary patterns of young people from lower educational backgrounds, which are rich in animal products and low-fiber foods, facilitate the development of nutrition-related diseases and environmental damage. For this reason, campaign strategies should be developed to communicate specifically to this target group and promote plant-based nutrition along the lines of the planetary health diet (PHD). To this end, the eating habits of the target group were examined for correspondence with the PHD and an investigation was made to determine the factors which can positively and negatively influence the corresponding behavioral changes. A total of 215 participants between the ages of 16 and 29 were surveyed using an online questionnaire (part 1) on the basis of which strategies were developed for possible campaigns (part 2).

Keywords: planetary health diet, nutrition communication, behavioral change, adolescents, young adults, sustainability, public health nutrition, plant-based diet

Full text PDF (free version)

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 5/2022 auf den Seiten M269-M277.




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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 29. April 2021 / Überarbeitung angenommen: 05. März 2022

Förderung nachhaltiger pflanzenbasierter Ernährung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen (Teil 1)


Einleitung


Die aktuelle globale Lebensmittelproduktion, -verarbeitung und -distribution tragen maßgeblichen zu Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Landnutzungswandel sowie Veränderungen von Stoffkreisläufen in Boden, Wasser und Atmosphäre bei [1, 2]. Dadurch werden die Ressourcen für die zukünftige Nahrungsmittelproduktion verringert [2], während gleichzeitig der Nahrungsmittelbedarf durch die wachsende Weltbevölkerung ansteigt [3]. Ernährungsmuster haben somit neben gesundheitlichen [4] auch umweltbezogene und soziale Auswirkungen [5].


Als Rahmenkonzept für die Gestaltung nachhaltiger Ernährungsweisen und einer zukunftsfähigen Lebensmittelproduktion veröffentlichte die EAT-Lancet-Kommission 2019 die Planetary Health Diet (PHD). Im Vergleich zu den aktuellen Ernährungsgewohnheiten der deutschen Bevölkerung sieht sie einen gesteigerten Verzehr von Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Nüssen, Vollkorngetreide und ungesättigten Fettsäuren vor. Gleichzeitig fordert sie einen reduzierten Konsum von Fleisch, Milchprodukten, gesättigten Fettsäuren und Zuckern [5].

Mit Ausnahme von geringfügigen Abweichungen wie Hülsenfrüchten als separate, explizit als Proteinquelle empfohlene Lebensmittelgruppe [5] überschneidet sich die PHD weitgehend mit den 10 Regeln der DGE [6] ( DGE-Stellungnahme „Einordnung der Planetary Health Diet anhand einer Gegenüberstellung mit den lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der DGE“ auf den vorigen Seiten). Mit dem Fokus auf Umwelt und Ernährungssicherung verwendet sie jedoch teils andere Argumente für die Umsetzung und liefert damit weitere Gesprächsansätze für die Ernährungskommunikation.

Abstract


Ernährungsmuster junger Menschen aus bildungsfernen Schichten, die reich an tierischen und ballaststoffarmen Lebensmitteln sind, begünstigen ernährungsmitbedingte Erkrankungen und Umweltschädigungen. Daher sollen Ansätze für Kommunikationskampagnen entwickelt werden, die pflanzenbasierte Ernährung im Sinne der Planetary Health Diet (PHD) zielgruppenorientiert fördern. Hierzu wurden die Übereinstimmung des Ernährungsverhaltens der Zielgruppe mit der PHD überprüft und Einflussfaktoren untersucht, die entsprechende Verhaltensänderungen behindern und begünstigen. 215 Personen zwischen 16 und 29 Jahren wurden mit einem Online-Fragebogen befragt (Teil 1) und basierend darauf Ansätze für mögliche Kampagnen konzipiert (Teil 2).

Schlüsselwörter: Planetary Health Diet, Ernährungskommunikation, Verhaltensänderung, Jugendliche, junge Erwachsene, Nachhaltigkeit, Public Health Nutrition, pflanzenbasierte Ernährung




Peer reviewed / Manuscript (original) submitted: 29 April 2021 / Revision accepted: 05 March 2022

Planetary Health Diet


Promoting a sustainable plant-based diet among adolescents and young adults (part 1)


Abstract


The dietary patterns of young people from lower educational backgrounds, which are rich in animal products and low-fiber foods, facilitate the development of nutrition-related diseases and environmental damage. For this reason, campaign strategies should be developed to communicate specifically to this target group and promote plant-based nutrition along the lines of the planetary health diet (PHD). To this end, the eating habits of the target group were examined for correspondence with the PHD and an investigation was made to determine the factors which can positively and negatively influence the corresponding behavioral changes. A total of 215 participants between the ages of 16 and 29 were surveyed using an online questionnaire (part 1) on the basis of which strategies were developed for possible campaigns (part 2).

Keywords: planetary health diet, nutrition communication, behavioral change, adolescents, young adults, sustainability, public health nutrition, plant-based diet

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Planetary Health Diet

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Förderung nachhaltiger pflanzenbasierter Ernährung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen (Teil 1)
Einleitung
Die aktuelle globale Lebensmittelproduktion, -verarbeitung und -distribution tragen maßgeblichen zu Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Landnutzungswandel sowie Veränderungen von Stoffkreisläufen in Boden, Wasser und Atmosphäre bei [1, 2]. Dadurch werden die Ressourcen für die zukünftige Nahrungsmittelproduktion verringert [2], während gleichzeitig der Nahrungsmittelbedarf durch die wachsende Weltbevölkerung ansteigt [3]. Ernährungsmuster haben somit neben gesundheitlichen [4] auch umweltbezogene und soziale Auswirkungen [5].

Als Rahmenkonzept für die Gestaltung nachhaltiger Ernährungsweisen und einer zukunftsfähigen Lebensmittelproduktion veröffentlichte die EAT-Lancet-Kommission 2019 die Planetary Health Diet (PHD). Im Vergleich zu den aktuellen Ernährungsgewohnheiten der deutschen Bevölkerung sieht sie einen gesteigerten Verzehr von Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Nüssen, Vollkorngetreide und ungesättigten Fettsäuren vor. Gleichzeitig fordert sie einen reduzierten Konsum von Fleisch, Milchprodukten, gesättigten Fettsäuren und Zuckern [5].

Mit Ausnahme von geringfügigen Abweichungen wie Hülsenfrüchten als separate, explizit als Proteinquelle empfohlene Lebensmittelgruppe [5] überschneidet sich die PHD weitgehend mit den 10 Regeln der DGE [6] ( DGE-Stellungnahme „Einordnung der Planetary Health Diet anhand einer Gegenüberstellung mit den lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der DGE“ auf den vorigen Seiten). Mit dem Fokus auf Umwelt und Ernährungssicherung verwendet sie jedoch teils andere Argumente für die Umsetzung und liefert damit weitere Gesprächsansätze für die Ernährungskommunikation.

Abstract

Ernährungsmuster junger Menschen aus bildungsfernen Schichten, die reich an tierischen und ballaststoffarmen Lebensmitteln sind, begünstigen ernährungsmitbedingte Erkrankungen und Umweltschädigungen. Daher sollen Ansätze für Kommunikationskampagnen entwickelt werden, die pflanzenbasierte Ernährung im Sinne der Planetary Health Diet (PHD) zielgruppenorientiert fördern. Hierzu wurden die Übereinstimmung des Ernährungsverhaltens der Zielgruppe mit der PHD überprüft und Einflussfaktoren untersucht, die entsprechende Verhaltensänderungen behindern und begünstigen. 215 Personen zwischen 16 und 29 Jahren wurden mit einem Online-Fragebogen befragt (Teil 1) und basierend darauf Ansätze für mögliche Kampagnen konzipiert (Teil 2).

Schlüsselwörter: Planetary Health Diet, Ernährungskommunikation, Verhaltensänderung, Jugendliche, junge Erwachsene, Nachhaltigkeit, Public Health Nutrition, pflanzenbasierte Ernährung


Peer reviewed / Manuscript (original) submitted: 29 April 2021 / Revision accepted: 05 March 2022

Planetary Health Diet
Promoting a sustainable plant-based diet among adolescents and young adults (part 1)
Abstract

The dietary patterns of young people from lower educational backgrounds, which are rich in animal products and low-fiber foods, facilitate the development of nutrition-related diseases and environmental damage. For this reason, campaign strategies should be developed to communicate specifically to this target group and promote plant-based nutrition along the lines of the planetary health diet (PHD). To this end, the eating habits of the target group were examined for correspondence with the PHD and an investigation was made to determine the factors which can positively and negatively influence the corresponding behavioral changes. A total of 215 participants between the ages of 16 and 29 were surveyed using an online questionnaire (part 1) on the basis of which strategies were developed for possible campaigns (part 2).

Keywords: planetary health diet, nutrition communication, behavioral change, adolescents, young adults, sustainability, public health nutrition, plant-based diet

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Artikelfakten

Rubrik: Peer Review
Veröffentlicht: 11.05.2022

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