Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 09.04.2025; Überarbeitung angenommen: 31.07.2025

Eine bundesweite Analyse von Ernährungsverhalten, Gewichtsentwicklung, Schlaf, sportlicher Aktivität und dem Bedarf an gesundheitsfördernden Maßnahmen

Einleitung

Im Jahr 2023 arbeiteten etwa 339 000 Polizist*innen in Deutschland, wobei die Mehrheit im Schichtsystem tätig und dadurch erheblichen physischen sowie psychischen Belastungen ausgesetzt ist [1]. Knauth und Hornberger beschreiben Schichtarbeit als Arbeitszeitorganisation mit wechselnden oder konstant ungewöhnlichen Zeiten, z. B. Dauernachtschichten [2]. Etwa 14,8 % der Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten im Schichtdienst [3]. Schichtarbeit ist laut World Health Organization (WHO) und International Labour Organization (ILO) mit gesundheitsschädlichen Risiken verbunden, da sie den zirkadianen Rhythmus beeinträchtigt, wodurch zentrale Körperfunktionen wie Schlaf, Stoffwechsel und Appetit gestört werden können [4–6]. Dies führt bei Polizeibediensteten zu erhöhten gesundheitlichen Belastungen. Bundes- und Landespolizei setzen zur Prävention gesundheitlicher Belastungen auf gesundheitsfördernde Schichtpläne und die Verbesserung der Ernährungsbedingungen im Dienst [7, 8]. Gesetzliche Vorgaben wie das Arbeitszeitgesetz regeln Arbeits- und Ruhezeiten, erlauben aber unter bestimmten Bedingungen Ausnahmen [9, 10]. In der Praxis werden vorgeschriebene Ruhezeiten häufig nicht eingehalten [8]. Darüber hinaus geben interne Richtlinien, etwa vom Bundesverwaltungsamt, Vorgaben zur Begrenzung von Nachtschichten und zur Pausengestaltung, um den zirkadianen Rhythmus zu stabilisieren [11–13]. ...

Abstract

Schichtarbeit stellt für Polizeikräfte aufgrund unregelmäßiger Arbeitszeiten und hoher physischer sowie psychischer Anforderungen eine Belastung für das Ernährungs- und Gesundheitsverhalten dar. Die  vorliegende bundesweite Studie analysiert umfassend die Auswirkungen des Schichtdienstes auf das Ernährungsverhalten, die Gewichtsentwicklung, den Schlaf und die sportliche Aktivität von Polizist*innen und untersucht dabei, inwiefern die aktuell bestehenden gesundheitsfördernden Projekte und Maßnahmen dem festgestellten hohen Informations- und Unterstützungsbedarf der Betroffenen gerecht werden. Im Rahmen einer deutschlandweiten Online-Umfrage wurden 1091 Polizist*innen im Schichtdienst zu Ernährungsgewohnheiten, Gewichtsentwicklung, sportlicher Aktivität und Schlaf befragt. Die quantitativen Daten wurden statistisch ausgewertet, offene Antworten wurden mittels MAXQDA einer qualitativen Analyse unterzogen. Die Ergebnisse zeigen, dass Zeitmangel, Müdigkeit und eine eingeschränkte Verfügbarkeit gesunder Lebensmittel zentrale Barrieren für eine ausgewogene Ernährung darstellen. Zudem wurden geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich der erlebten Belastungsfaktoren und Ernährungsstrategien festgestellt. Die Studie verdeutlicht, dass Schichtdienst das Ernährungsverhalten beeinflusst. Bestehende Informationsmaterialien sollten entsprechend evaluiert und stärker in der Zielgruppe kommuniziert werden.
Den vollständigen Artikel finden Sie demnächst auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 6/2026.
Im Jahr 2023 arbeiteten etwa 339 000 Polizist*innen in Deutschland, wobei die Mehrheit im Schichtsystem tätig und dadurch erheblichen physischen sowie psychischen Belastungen ausgesetzt ist [1]. Knauth und Hornberger beschreiben Schichtarbeit als Arbeitszeitorganisation mit wechselnden oder konstant ungewöhnlichen Zeiten, z. B. Dauernachtschichten [2]. Etwa 14,8 % der Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten im Schichtdienst [3].
Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 09.04.2025; Überarbeitung angenommen: 31.07.2025

Eine bundesweite Analyse von Ernährungsverhalten, Gewichtsentwicklung, Schlaf, sportlicher Aktivität und dem Bedarf an gesundheitsfördernden Maßnahmen

Einleitung

Im Jahr 2023 arbeiteten etwa 339 000 Polizist*innen in Deutschland, wobei die Mehrheit im Schichtsystem tätig und dadurch erheblichen physischen sowie psychischen Belastungen ausgesetzt ist [1]. Knauth und Hornberger beschreiben Schichtarbeit als Arbeitszeitorganisation mit wechselnden oder konstant ungewöhnlichen Zeiten, z. B. Dauernachtschichten [2]. Etwa 14,8 % der Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten im Schichtdienst [3]. Schichtarbeit ist laut World Health Organization (WHO) und International Labour Organization (ILO) mit gesundheitsschädlichen Risiken verbunden, da sie den zirkadianen Rhythmus beeinträchtigt, wodurch zentrale Körperfunktionen wie Schlaf, Stoffwechsel und Appetit gestört werden können [4–6]. Dies führt bei Polizeibediensteten zu erhöhten gesundheitlichen Belastungen. Bundes- und Landespolizei setzen zur Prävention gesundheitlicher Belastungen auf gesundheitsfördernde Schichtpläne und die Verbesserung der Ernährungsbedingungen im Dienst [7, 8]. Gesetzliche Vorgaben wie das Arbeitszeitgesetz regeln Arbeits- und Ruhezeiten, erlauben aber unter bestimmten Bedingungen Ausnahmen [9, 10]. In der Praxis werden vorgeschriebene Ruhezeiten häufig nicht eingehalten [8]. Darüber hinaus geben interne Richtlinien, etwa vom Bundesverwaltungsamt, Vorgaben zur Begrenzung von Nachtschichten und zur Pausengestaltung, um den zirkadianen Rhythmus zu stabilisieren [11–13]. ...

Abstract

Schichtarbeit stellt für Polizeikräfte aufgrund unregelmäßiger Arbeitszeiten und hoher physischer sowie psychischer Anforderungen eine Belastung für das Ernährungs- und Gesundheitsverhalten dar. Die  vorliegende bundesweite Studie analysiert umfassend die Auswirkungen des Schichtdienstes auf das Ernährungsverhalten, die Gewichtsentwicklung, den Schlaf und die sportliche Aktivität von Polizist*innen und untersucht dabei, inwiefern die aktuell bestehenden gesundheitsfördernden Projekte und Maßnahmen dem festgestellten hohen Informations- und Unterstützungsbedarf der Betroffenen gerecht werden. Im Rahmen einer deutschlandweiten Online-Umfrage wurden 1091 Polizist*innen im Schichtdienst zu Ernährungsgewohnheiten, Gewichtsentwicklung, sportlicher Aktivität und Schlaf befragt. Die quantitativen Daten wurden statistisch ausgewertet, offene Antworten wurden mittels MAXQDA einer qualitativen Analyse unterzogen. Die Ergebnisse zeigen, dass Zeitmangel, Müdigkeit und eine eingeschränkte Verfügbarkeit gesunder Lebensmittel zentrale Barrieren für eine ausgewogene Ernährung darstellen. Zudem wurden geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich der erlebten Belastungsfaktoren und Ernährungsstrategien festgestellt. Die Studie verdeutlicht, dass Schichtdienst das Ernährungsverhalten beeinflusst. Bestehende Informationsmaterialien sollten entsprechend evaluiert und stärker in der Zielgruppe kommuniziert werden.
Den vollständigen Artikel finden Sie demnächst auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 6/2026.

Polizist*innen im Schichtdienst

Im Jahr 2023 arbeiteten etwa 339 000 Polizist*innen in Deutschland, wobei die Mehrheit im Schichtsystem tätig und dadurch erheblichen physischen sowie psychischen Belastungen ausgesetzt ist [1]. Knauth und Hornberger beschreiben Schichtarbeit als Arbeitszeitorganisation mit wechselnden oder konstant ungewöhnlichen Zeiten, z. B. Dauernachtschichten [2]. Etwa 14,8 % der Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten im Schichtdienst [3].

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Artikelfakten

Rubrik: Peer Review
Veröffentlicht: 31.03.2026

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