Polyphenole zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und kommen in zahlreichen Lebensmitteln und Getränken vor. Es gibt Hinweise auf verschiedene gesundheitsfördernde Effekte wie eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel, den Blutdruck und die Funktion der Blutgefäße. Eine aktuelle Langzeitstudie unter Leitung des King´s College London wertete die Daten von mehr als 3100 Erwachsenen aus und befragte diese zu ihren Ernährungsgewohnheiten und begleitete sie über einen Zeitraum von durchschnittlich elf Jahren [1]. Anhand von 20 polyphenolreichen Lebensmitteln – darunter Tee, Kaffee, Kakao, Vollkornprodukte, Beeren, Nüsse und Olivenöl – berechneten die Forschenden einen sog. Polyphenol-Ernährungsindex. Zusätzlich wurden bei einer Untergruppe von rund 200 Personen Urinproben analysiert, um Abbauprodukte von Polyphenolen als Biomarker zu erfassen. Diese  Daten setzten die Wissenschaftler* innen in Bezug zu verschiedenen Parametern des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Ergebnis: Personen mit einer polyphenolreichen Ernährung hatten u. a. günstigere Blutdruck- und Cholesterinwerte sowie ein insgesamt geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese Zusammenhänge ließen sich auch anhand der gemessenen Biomarker im Urin bestätigen. Die Studienergebnisse lassen vermuten, dass eine ausgewogene polyphenolreiche Kost den altersbedingten Anstieg des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verlangsamen könnte. Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die keine ursächlichen Beziehungen nachweisen kann. Die Ergebnisse müssten noch in weiteren Interventionsstudien bestätigt werden, so die Autor*innen. Literatur 1. Li Y, Yan X, Xu Y, et al.: Higher adherence to (poly)phenol-rich diet is associated with lower CVD risk in the TwinsUK cohort. BMC Med 2025; 23(1): 645. Quelle: Bundeszentrum für Ernährung (BZfE), Pressemeldung vom 21.01.2026
Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 3/2026 auf Seite M136.
Polyphenole zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und kommen in zahlreichen Lebensmitteln und Getränken vor. Es gibt Hinweise auf verschiedene gesundheitsfördernde Effekte wie eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel, den Blutdruck und die Funktion der Blutgefäße.
Polyphenole zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und kommen in zahlreichen Lebensmitteln und Getränken vor. Es gibt Hinweise auf verschiedene gesundheitsfördernde Effekte wie eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel, den Blutdruck und die Funktion der Blutgefäße. Eine aktuelle Langzeitstudie unter Leitung des King´s College London wertete die Daten von mehr als 3100 Erwachsenen aus und befragte diese zu ihren Ernährungsgewohnheiten und begleitete sie über einen Zeitraum von durchschnittlich elf Jahren [1]. Anhand von 20 polyphenolreichen Lebensmitteln – darunter Tee, Kaffee, Kakao, Vollkornprodukte, Beeren, Nüsse und Olivenöl – berechneten die Forschenden einen sog. Polyphenol-Ernährungsindex. Zusätzlich wurden bei einer Untergruppe von rund 200 Personen Urinproben analysiert, um Abbauprodukte von Polyphenolen als Biomarker zu erfassen. Diese  Daten setzten die Wissenschaftler* innen in Bezug zu verschiedenen Parametern des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Ergebnis: Personen mit einer polyphenolreichen Ernährung hatten u. a. günstigere Blutdruck- und Cholesterinwerte sowie ein insgesamt geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese Zusammenhänge ließen sich auch anhand der gemessenen Biomarker im Urin bestätigen. Die Studienergebnisse lassen vermuten, dass eine ausgewogene polyphenolreiche Kost den altersbedingten Anstieg des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verlangsamen könnte. Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die keine ursächlichen Beziehungen nachweisen kann. Die Ergebnisse müssten noch in weiteren Interventionsstudien bestätigt werden, so die Autor*innen. Literatur 1. Li Y, Yan X, Xu Y, et al.: Higher adherence to (poly)phenol-rich diet is associated with lower CVD risk in the TwinsUK cohort. BMC Med 2025; 23(1): 645. Quelle: Bundeszentrum für Ernährung (BZfE), Pressemeldung vom 21.01.2026
Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 3/2026 auf Seite M136.

Sekundäre Pflanzenstoffe: Polyphenole reduzieren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Polyphenole zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und kommen in zahlreichen Lebensmitteln und Getränken vor. Es gibt Hinweise auf verschiedene gesundheitsfördernde Effekte wie eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel, den Blutdruck und die Funktion der Blutgefäße.

Eine aktuelle Langzeitstudie unter Leitung des King´s College London wertete die Daten von mehr als 3100 Erwachsenen aus und befragte diese zu ihren Ernährungsgewohnheiten und begleitete sie über einen Zeitraum von durchschnittlich elf Jahren [1].
Anhand von 20 polyphenolreichen Lebensmitteln – darunter Tee, Kaffee, Kakao, Vollkornprodukte, Beeren, Nüsse und Olivenöl – berechneten die Forschenden einen sog. Polyphenol-Ernährungsindex. Zusätzlich wurden bei einer Untergruppe von rund 200 Personen Urinproben analysiert, um Abbauprodukte von Polyphenolen als Biomarker zu erfassen. Diese  Daten setzten die Wissenschaftler* innen in Bezug zu verschiedenen Parametern des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Das Ergebnis: Personen mit einer polyphenolreichen Ernährung hatten u. a. günstigere Blutdruck- und Cholesterinwerte sowie ein insgesamt geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese Zusammenhänge ließen sich auch anhand der gemessenen Biomarker im Urin bestätigen. Die Studienergebnisse lassen vermuten, dass eine ausgewogene polyphenolreiche Kost den altersbedingten Anstieg des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verlangsamen könnte. Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die keine ursächlichen Beziehungen nachweisen kann. Die Ergebnisse müssten noch in weiteren Interventionsstudien bestätigt werden, so die Autor*innen.

Literatur
1. Li Y, Yan X, Xu Y, et al.: Higher adherence to (poly)phenol-rich diet is associated with lower CVD risk in the TwinsUK cohort. BMC Med 2025; 23(1): 645.

Quelle: Bundeszentrum für Ernährung (BZfE), Pressemeldung vom 21.01.2026



Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 3/2026 auf Seite M136.

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Veröffentlicht: 16.03.2026

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