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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 23. September 2020 / Überarbeitung angenommen: 05. Januar 2021

Ergebnisse einer qualitativen Studie


Einleitung


Im Zuge der Corona-Krise wurde neben medizinischem und Pflegepersonal sowie den Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel eine weitere Berufsgruppe in ihrer Bedeutung erkannt, die die benötigten Waren zu uns VerbraucherInnen bringt: die Berufskraftfahrer1. Leere Regale im Supermarkt und fehlende Materialien in Krankenhäusern haben verdeutlicht, wie perfekt die Lieferketten normalerweise funktionieren und welche Rolle der Güterverkehr dabei spielt, Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Gebrauchs bereitzustellen. Einigen dieser „systemrelevanten“ Berufsgruppen gemein ist die schlechte Bezahlung und die geringe Wertschätzung, die ihnen entgegengebracht wird. Dass Berufskraftfahrer ihren Beruf auf Straßen ausüben, die ohnehin schon häufig überlastet sind, steigert ihre Beliebtheit nicht. Dabei ist die Leistung der Beschäftigten in dieser Branche enorm – und ebenso ihre Arbeitsbelastung.


Über 70 % der Gütertransporte in Deutschland erfolgen auf der Straße [1]. Im Jahr 2019 kamen über 40 Mrd. km zusammen, die Lastkraftwagen in Deutschland auf Mautstraßen zurücklegten [2]. Allein in Deutschland waren 2013 über eine halbe Mio. Berufskraftfahrer registriert [3], wobei der Bedarf stetig ansteigt und die Suche nach Nachwuchs eine Herausforderung für die Branche darstellt. Durch die Altersstruktur der Beschäftigten innerhalb der Branche – 30 % sind 55 Jahre und älter, weniger als 3 % sind unter 25 Jahre alt – wird sich dieses Problem in Zukunft noch verschärfen [4, 5]. Dabei zählen Berufskraftfahrer mit durchschnittlich 27,2 Tagen im Jahr 2018 zu den Berufsgruppen mit den meisten Krankheitstagen [6], was u. a. auf die in gesundheitlicher Hinsicht schlechten Arbeitsbedingungen zurückzuführen ist [7–10]. Viele der Beschäftigten sind im Fernverkehr tätig, sind also meist mehrere Tage am Stück unterwegs und übernachten während dieser Touren normalerweise in ihren Fahrzeugen [11]. Hierbei einen gesunden Lebensstil zu führen stellt eine große Herausforderung dar. In einer Befragung unter 404 Berufskraftfahrern in Deutschland gab etwa ein Drittel an, mindestens eine chronische Erkrankung zu haben, 76 % waren übergewichtig, darunter 30 % adipös [11]; in einer US-amerikanischen Studie waren sogar 53 % der Fahrer adipös [8], in Australien etwa 60 % [12]. Zu den typischen Erkrankungen, die größtenteils mit einem ungesunden Lebensstil assoziiert sind, gehören Diabetes mellitus Typ 2, chronische Rückenschmerzen und Bluthochdruck [7, 8, 13]. Dabei spielt neben der überwiegend sitzenden Tätigkeit auch die Ernährung eine wichtige Rolle [11, 14–16].

Abstract


Für Berufskraftfahrer im Güterfernverkehr, die normalerweise mehrere Tage am Stück unterwegs sind, stellt eine ausgewogene Ernährung aufgrund ihrer Arbeitsbedingungen eine besondere Herausforderung dar. Ziel dieser qualitativen Studie war es, das derzeitige Ernährungsverhalten deutschsprachiger Fernfahrer sowie ihre Meinungen zu Interventionsmöglichkeiten zu erfassen und daraus mögliche Handlungsoptionen zur Verbesserung des Ernährungsverhaltens abzuleiten.

Die qualitative Datenerhebung erfolgte mittels leitfadengestützter Einzelinterviews und Fokusgruppendiskussionen. Insgesamt nahmen 16 Personen an der Erhebung teil, jeweils acht an den Einzelinterviews und acht an den Gruppendiskussionen.

Zentrale Probleme die Ernährungssituation von Fernfahrern betreffend sind fehlende Einkaufsmöglichkeiten, mangelnde Qualität und schlechtes Preis-Leistungs- Verhältnis von Essensangeboten auf Raststätten, Stellplatzmangel sowie lange und unregelmäßige Arbeitstage. Die vorgeschlagenen Konzepte werden unterschiedlich bewertet; dabei müssen insbesondere die jeweiligen Rahmenbedingungen und Fahrertypen berücksichtigt werden.

Die Ergebnisse weisen auf Unzufriedenheit unter Fernfahrern mit den Verpflegungsmöglichkeiten auf mehrtägigen Fahrten hin. Verschiedene Ansätze zur Verbesserung des Ernährungsalltags trafen auf Interesse bei den Befragten. Die vorgeschlagene Typologie kann hilfreich dabei sein, bestimmte Gruppen von Fahrern und deren Probleme und Anforderungen zu identifizieren, um gezielte Interventionen zu entwickeln, und sollte in weiteren, auch quantitativen Studien überprüft werden.

Schlüsselwörter: Berufskraftfahrer, Ernährungsverhalten, qualitative Forschung, Gesundheitsförderung, Fernfahrer




Peer-Reviewed / Manuscript (original contribution) received: September 23, 2020 / Revision accepted: January 05, 2021

Potential interventions to improve dietary behaviors among long-haul truck drivers in Germany

Results of a qualitative study

Abstract


Given the particular working conditions, professional long-haul truck drivers who generally have to travel for several days at a time, face particular challenges to follow a balanced diet. The aim of this qualitative study was to examine the dietary behavior of German speaking truck drivers and their opinions regarding possible interventions to improve their dietary behaviour.

Qualitative data was obtained using semi-structured guideline based one-on-one interviews and focus groups. A total of 16 truck drivers participated, eight in the one-on-one interviews and eight in the focus group interviews.

Emerging issues regarding the eating situation of truck drivers were the lack of shopping possibilities, the bad quality and unfavorable cost-benefit ratio of offered meals at truck stops, lack of parking, and long and irregular working days. Truck drivers evaluated the presented intervention ideas differently depending on their working conditions.

The results revealed that the truck drivers were frustrated with the eating situation and meal options while working. Several proposed ideas to improve their diet were met with interest. The emerging typologies to describe separate groups of truck drivers can help to identify their specific problems and needs in order to develop goal-oriented interventions. These typologies should be confirmed in additional, also quantitative, studies.

Keywords: Professional truck drivers, eating behaviour, qualitative research, eating situation, health promotion

Full text PDF (free version)

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2021 von Seite M380 bis M389.




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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 23. September 2020 / Überarbeitung angenommen: 05. Januar 2021

Ergebnisse einer qualitativen Studie


Einleitung


Im Zuge der Corona-Krise wurde neben medizinischem und Pflegepersonal sowie den Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel eine weitere Berufsgruppe in ihrer Bedeutung erkannt, die die benötigten Waren zu uns VerbraucherInnen bringt: die Berufskraftfahrer1. Leere Regale im Supermarkt und fehlende Materialien in Krankenhäusern haben verdeutlicht, wie perfekt die Lieferketten normalerweise funktionieren und welche Rolle der Güterverkehr dabei spielt, Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Gebrauchs bereitzustellen. Einigen dieser „systemrelevanten“ Berufsgruppen gemein ist die schlechte Bezahlung und die geringe Wertschätzung, die ihnen entgegengebracht wird. Dass Berufskraftfahrer ihren Beruf auf Straßen ausüben, die ohnehin schon häufig überlastet sind, steigert ihre Beliebtheit nicht. Dabei ist die Leistung der Beschäftigten in dieser Branche enorm – und ebenso ihre Arbeitsbelastung.


Über 70 % der Gütertransporte in Deutschland erfolgen auf der Straße [1]. Im Jahr 2019 kamen über 40 Mrd. km zusammen, die Lastkraftwagen in Deutschland auf Mautstraßen zurücklegten [2]. Allein in Deutschland waren 2013 über eine halbe Mio. Berufskraftfahrer registriert [3], wobei der Bedarf stetig ansteigt und die Suche nach Nachwuchs eine Herausforderung für die Branche darstellt. Durch die Altersstruktur der Beschäftigten innerhalb der Branche – 30 % sind 55 Jahre und älter, weniger als 3 % sind unter 25 Jahre alt – wird sich dieses Problem in Zukunft noch verschärfen [4, 5]. Dabei zählen Berufskraftfahrer mit durchschnittlich 27,2 Tagen im Jahr 2018 zu den Berufsgruppen mit den meisten Krankheitstagen [6], was u. a. auf die in gesundheitlicher Hinsicht schlechten Arbeitsbedingungen zurückzuführen ist [7–10]. Viele der Beschäftigten sind im Fernverkehr tätig, sind also meist mehrere Tage am Stück unterwegs und übernachten während dieser Touren normalerweise in ihren Fahrzeugen [11]. Hierbei einen gesunden Lebensstil zu führen stellt eine große Herausforderung dar. In einer Befragung unter 404 Berufskraftfahrern in Deutschland gab etwa ein Drittel an, mindestens eine chronische Erkrankung zu haben, 76 % waren übergewichtig, darunter 30 % adipös [11]; in einer US-amerikanischen Studie waren sogar 53 % der Fahrer adipös [8], in Australien etwa 60 % [12]. Zu den typischen Erkrankungen, die größtenteils mit einem ungesunden Lebensstil assoziiert sind, gehören Diabetes mellitus Typ 2, chronische Rückenschmerzen und Bluthochdruck [7, 8, 13]. Dabei spielt neben der überwiegend sitzenden Tätigkeit auch die Ernährung eine wichtige Rolle [11, 14–16].

Abstract


Für Berufskraftfahrer im Güterfernverkehr, die normalerweise mehrere Tage am Stück unterwegs sind, stellt eine ausgewogene Ernährung aufgrund ihrer Arbeitsbedingungen eine besondere Herausforderung dar. Ziel dieser qualitativen Studie war es, das derzeitige Ernährungsverhalten deutschsprachiger Fernfahrer sowie ihre Meinungen zu Interventionsmöglichkeiten zu erfassen und daraus mögliche Handlungsoptionen zur Verbesserung des Ernährungsverhaltens abzuleiten.

Die qualitative Datenerhebung erfolgte mittels leitfadengestützter Einzelinterviews und Fokusgruppendiskussionen. Insgesamt nahmen 16 Personen an der Erhebung teil, jeweils acht an den Einzelinterviews und acht an den Gruppendiskussionen.

Zentrale Probleme die Ernährungssituation von Fernfahrern betreffend sind fehlende Einkaufsmöglichkeiten, mangelnde Qualität und schlechtes Preis-Leistungs- Verhältnis von Essensangeboten auf Raststätten, Stellplatzmangel sowie lange und unregelmäßige Arbeitstage. Die vorgeschlagenen Konzepte werden unterschiedlich bewertet; dabei müssen insbesondere die jeweiligen Rahmenbedingungen und Fahrertypen berücksichtigt werden.

Die Ergebnisse weisen auf Unzufriedenheit unter Fernfahrern mit den Verpflegungsmöglichkeiten auf mehrtägigen Fahrten hin. Verschiedene Ansätze zur Verbesserung des Ernährungsalltags trafen auf Interesse bei den Befragten. Die vorgeschlagene Typologie kann hilfreich dabei sein, bestimmte Gruppen von Fahrern und deren Probleme und Anforderungen zu identifizieren, um gezielte Interventionen zu entwickeln, und sollte in weiteren, auch quantitativen Studien überprüft werden.

Schlüsselwörter: Berufskraftfahrer, Ernährungsverhalten, qualitative Forschung, Gesundheitsförderung, Fernfahrer




Peer-Reviewed / Manuscript (original contribution) received: September 23, 2020 / Revision accepted: January 05, 2021

Potential interventions to improve dietary behaviors among long-haul truck drivers in Germany

Results of a qualitative study

Abstract


Given the particular working conditions, professional long-haul truck drivers who generally have to travel for several days at a time, face particular challenges to follow a balanced diet. The aim of this qualitative study was to examine the dietary behavior of German speaking truck drivers and their opinions regarding possible interventions to improve their dietary behaviour.

Qualitative data was obtained using semi-structured guideline based one-on-one interviews and focus groups. A total of 16 truck drivers participated, eight in the one-on-one interviews and eight in the focus group interviews.

Emerging issues regarding the eating situation of truck drivers were the lack of shopping possibilities, the bad quality and unfavorable cost-benefit ratio of offered meals at truck stops, lack of parking, and long and irregular working days. Truck drivers evaluated the presented intervention ideas differently depending on their working conditions.

The results revealed that the truck drivers were frustrated with the eating situation and meal options while working. Several proposed ideas to improve their diet were met with interest. The emerging typologies to describe separate groups of truck drivers can help to identify their specific problems and needs in order to develop goal-oriented interventions. These typologies should be confirmed in additional, also quantitative, studies.

Keywords: Professional truck drivers, eating behaviour, qualitative research, eating situation, health promotion

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https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2021 von Seite M380 bis M389.


Potenziale zur Verbesserung des Ernährungsalltags von Fernfahrern in Deutschland

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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 23. September 2020 / Überarbeitung angenommen: 05. Januar 2021

Ergebnisse einer qualitativen Studie
Einleitung
Im Zuge der Corona-Krise wurde neben medizinischem und Pflegepersonal sowie den Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel eine weitere Berufsgruppe in ihrer Bedeutung erkannt, die die benötigten Waren zu uns VerbraucherInnen bringt: die Berufskraftfahrer1. Leere Regale im Supermarkt und fehlende Materialien in Krankenhäusern haben verdeutlicht, wie perfekt die Lieferketten normalerweise funktionieren und welche Rolle der Güterverkehr dabei spielt, Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Gebrauchs bereitzustellen. Einigen dieser „systemrelevanten“ Berufsgruppen gemein ist die schlechte Bezahlung und die geringe Wertschätzung, die ihnen entgegengebracht wird. Dass Berufskraftfahrer ihren Beruf auf Straßen ausüben, die ohnehin schon häufig überlastet sind, steigert ihre Beliebtheit nicht. Dabei ist die Leistung der Beschäftigten in dieser Branche enorm – und ebenso ihre Arbeitsbelastung.

Über 70 % der Gütertransporte in Deutschland erfolgen auf der Straße [1]. Im Jahr 2019 kamen über 40 Mrd. km zusammen, die Lastkraftwagen in Deutschland auf Mautstraßen zurücklegten [2]. Allein in Deutschland waren 2013 über eine halbe Mio. Berufskraftfahrer registriert [3], wobei der Bedarf stetig ansteigt und die Suche nach Nachwuchs eine Herausforderung für die Branche darstellt. Durch die Altersstruktur der Beschäftigten innerhalb der Branche – 30 % sind 55 Jahre und älter, weniger als 3 % sind unter 25 Jahre alt – wird sich dieses Problem in Zukunft noch verschärfen [4, 5]. Dabei zählen Berufskraftfahrer mit durchschnittlich 27,2 Tagen im Jahr 2018 zu den Berufsgruppen mit den meisten Krankheitstagen [6], was u. a. auf die in gesundheitlicher Hinsicht schlechten Arbeitsbedingungen zurückzuführen ist [7–10]. Viele der Beschäftigten sind im Fernverkehr tätig, sind also meist mehrere Tage am Stück unterwegs und übernachten während dieser Touren normalerweise in ihren Fahrzeugen [11]. Hierbei einen gesunden Lebensstil zu führen stellt eine große Herausforderung dar. In einer Befragung unter 404 Berufskraftfahrern in Deutschland gab etwa ein Drittel an, mindestens eine chronische Erkrankung zu haben, 76 % waren übergewichtig, darunter 30 % adipös [11]; in einer US-amerikanischen Studie waren sogar 53 % der Fahrer adipös [8], in Australien etwa 60 % [12]. Zu den typischen Erkrankungen, die größtenteils mit einem ungesunden Lebensstil assoziiert sind, gehören Diabetes mellitus Typ 2, chronische Rückenschmerzen und Bluthochdruck [7, 8, 13]. Dabei spielt neben der überwiegend sitzenden Tätigkeit auch die Ernährung eine wichtige Rolle [11, 14–16].

Abstract

Für Berufskraftfahrer im Güterfernverkehr, die normalerweise mehrere Tage am Stück unterwegs sind, stellt eine ausgewogene Ernährung aufgrund ihrer Arbeitsbedingungen eine besondere Herausforderung dar. Ziel dieser qualitativen Studie war es, das derzeitige Ernährungsverhalten deutschsprachiger Fernfahrer sowie ihre Meinungen zu Interventionsmöglichkeiten zu erfassen und daraus mögliche Handlungsoptionen zur Verbesserung des Ernährungsverhaltens abzuleiten.

Die qualitative Datenerhebung erfolgte mittels leitfadengestützter Einzelinterviews und Fokusgruppendiskussionen. Insgesamt nahmen 16 Personen an der Erhebung teil, jeweils acht an den Einzelinterviews und acht an den Gruppendiskussionen.

Zentrale Probleme die Ernährungssituation von Fernfahrern betreffend sind fehlende Einkaufsmöglichkeiten, mangelnde Qualität und schlechtes Preis-Leistungs- Verhältnis von Essensangeboten auf Raststätten, Stellplatzmangel sowie lange und unregelmäßige Arbeitstage. Die vorgeschlagenen Konzepte werden unterschiedlich bewertet; dabei müssen insbesondere die jeweiligen Rahmenbedingungen und Fahrertypen berücksichtigt werden.

Die Ergebnisse weisen auf Unzufriedenheit unter Fernfahrern mit den Verpflegungsmöglichkeiten auf mehrtägigen Fahrten hin. Verschiedene Ansätze zur Verbesserung des Ernährungsalltags trafen auf Interesse bei den Befragten. Die vorgeschlagene Typologie kann hilfreich dabei sein, bestimmte Gruppen von Fahrern und deren Probleme und Anforderungen zu identifizieren, um gezielte Interventionen zu entwickeln, und sollte in weiteren, auch quantitativen Studien überprüft werden.

Schlüsselwörter: Berufskraftfahrer, Ernährungsverhalten, qualitative Forschung, Gesundheitsförderung, Fernfahrer


Peer-Reviewed / Manuscript (original contribution) received: September 23, 2020 / Revision accepted: January 05, 2021

Potential interventions to improve dietary behaviors among long-haul truck drivers in Germany

Results of a qualitative study

Abstract

Given the particular working conditions, professional long-haul truck drivers who generally have to travel for several days at a time, face particular challenges to follow a balanced diet. The aim of this qualitative study was to examine the dietary behavior of German speaking truck drivers and their opinions regarding possible interventions to improve their dietary behaviour.

Qualitative data was obtained using semi-structured guideline based one-on-one interviews and focus groups. A total of 16 truck drivers participated, eight in the one-on-one interviews and eight in the focus group interviews.

Emerging issues regarding the eating situation of truck drivers were the lack of shopping possibilities, the bad quality and unfavorable cost-benefit ratio of offered meals at truck stops, lack of parking, and long and irregular working days. Truck drivers evaluated the presented intervention ideas differently depending on their working conditions.

The results revealed that the truck drivers were frustrated with the eating situation and meal options while working. Several proposed ideas to improve their diet were met with interest. The emerging typologies to describe separate groups of truck drivers can help to identify their specific problems and needs in order to develop goal-oriented interventions. These typologies should be confirmed in additional, also quantitative, studies.

Keywords: Professional truck drivers, eating behaviour, qualitative research, eating situation, health promotion

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https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode


Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2021 von Seite M380 bis M389.

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Artikelfakten

Rubrik: Peer Review
Veröffentlicht: 14.07.2021

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