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Mehr als ein Fünftel der Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren in Deutschland weist laut der KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) ein gestörtes Essverhalten auf [1–3]. Einer aktuellen repräsentativen Erhebung im Rahmen der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS) zufolge liegt die 12-Monats-Prävalenz1 für Anorexie, Bulimie und Binge-Eating-Störung für die erwachsene Bevölkerung zusammengenommen bei 0,9 %; dabei sind Frauen deutlich häufiger betroffen als Männer (1,4 % vs. 0,5 %) [4]. Ein Überblick über aktuelle epidemiologische Studien im europäischen und US-amerikanischen Raum geht für die gesamte Lebensspanne zusammenfassend von 0,5–1 % Lebenszeitprävalenz für Anorexie und 1–1,5 % für Bulimie aus [5].
Essstörungen bergen ein enormes gesundheitliches und psychosoziales Risiko, entsprechend spricht sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dafür aus, dass ihre Bekämpfung mit hoher Priorität vorangetrieben werden sollte [6, 7]. Dennoch zeigen mehrere Studien, dass in westlichen Industrienationen maximal die Hälfte der Betroffenen professionelle Unterstützung erfährt, spezifisch auf Essstörungen ausgerichtete Hilfe noch ein viel kleinerer Teil [8–10].
Den vollständigen Artikel finden Sie hier und in Ernährungs Umschau 07/16 auf den Seiten S25-S28.