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Peer-Review-Verfahren / Begutachtet im Zuge der Erstellung

Position der Arbeitsgruppe Sporternährung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)


Einleitung


Eine ausreichende Proteinzufuhr ist für den menschlichen Organismus von elementarer Bedeutung. Proteine sind wichtige Bausteine im Bau- und Strukturstoffwechsel von Muskeln, Knochen und Bindegewebe. Aber auch im Zellstoffwechsel, Hormonhaushalt, im Immun- und Gerinnungssystem sowie im Energiestoffwechsel spielen Proteine bzw. Aminosäuren eine wichtige Rolle [1–3]. In Hinblick auf mögliche Beeinflussungen im Sport werden wiederholt positive Effekte auf muskuläre Proteinbiosynthese, Muskelmasse und Muskelkraft, Verbesserung der Körperkomposition, Vermeidung einer katabolen Stoffwechsellage, Immunkompetenz und Sicherstellung einer optimalen Regeneration in der Nachbelastungsphase genannt [1, 4–6].


Zur Erreichung dieser Ziele ist neben einer quantitativ ausreichenden Proteinzufuhr auch eine qualitativ hochwertige Proteinzufuhr notwendig [3, 7]. Seit vielen Jahrzehnten wird daher im Sport neben der Quantität der Proteinzufuhr auch immer die Frage nach der Proteinquelle und der Aminosäurezusammensetzung gestellt. Obwohl in letzter Zeit verschiedene Meta-Analysen zu dieser Thematik publiziert wurden, sind immer noch nicht alle Fragestellungen abschließend beantwortet. Es wird zudem vermehrt darüber diskutiert, ob die Zusammensetzung hinsichtlich einzelner Aminosäuren für die Wirkung entscheidend ist oder ob auch Di-, Tri- oder Oligopeptide mit spezifischer Signalwirkung in der zellulären Regulation eine Rolle im muskulären Adaptationsprozess spielen [3, 8–10].

Abstract


Eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Zufuhr von Proteinen bzw. Aminosäuren ist für die Synthese körpereigener Strukturen wie Muskeln, Sehnen, Bändern und Knochen von großer Bedeutung. Darüber hinaus werden vielfältige metabolische und hormonelle Stoffwechselprozesse durch Proteine gesteuert bzw. beeinflusst. Entsprechend stimulieren oder hemmen Proteine bzw. Aminosäuren in unterschiedlicher Ausprägung anabole Signaltransduktionswege sowie die Synthese und Sekretion verschiedener Hormone wie Insulin, Wachstumshormon oder Insulin like growth factor 1 (IGF-1).

Eine sportart- und belastungsspezifisch angepasste Proteinzufuhr kann daher den Trainingsprozess sinnvoll unterstützen und die Leistungsbereitschaft fördern. Dies beinhaltet unter anderem Erhalt oder Aufbau von Muskelmasse bzw. Muskelkraft, Vermeidung einer Stoffwechsellage mit Proteinkatabolismus sowie verbesserte Restitution in der Nachbelastungsphase.

Auch wenn die Bedeutung der Proteinzufuhr im Sport zunehmend bekannt ist, wird über Aussagen in Bezug auf Zufuhrmenge, Art der Proteinquelle, optimale Aminosäurezusammensetzung sowie Zeitpunkt der Zufuhr nach wie vor kontrovers diskutiert. Gerade in der Laienpresse bzw. kommerziell ausgerichteten Webseiten kursieren oft einseitige bzw. falsche Empfehlungen, die nicht durch wissenschaftliche Evidenz gestützt werden.

In dem vorliegenden Positionspapier werden aktuelle Erkenntnisse zu physiologischen Wirkungen der Proteinzufuhr im Sport, unter besonderer Berücksichtigung des Zufuhrmenge- bzw. des Dosis-Wirkung-Aspekts, dargestellt.

Schlüsselwörter: Proteine, Sporternährung, Zufuhrempfehlungen, Muskelmasse, Regeneration

Diesen Artikel können Sie hier kostenfrei lesen!




Peer-Reviewed / reviewed during preparation

Proteins in sports nutrition

Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE)


Abstract


Adequate intake of high quality proteins and amino acids is essential for the body in order to synthesize structures such as muscle, tendons, ligaments, and bone. Protein intake also regulates and affects various metabolic processes, including hormonal regulation. Accordingly, proteins and amino acids are, to varying extents, able to stimulate or inhibit anabolic signal transduction pathways and the synthesis and secretion of various hormones such as insulin, growth hormone, and insulin-like growth factor 1 (IGF-1).

This means that tailoring protein intake to an athlete’s specific type of sport and exercise intensity can be helpful in supporting the training process and improving performance. The aims of adjusting intake in this way may include maintaining or building muscle mass or muscle strength, preventing a catabolic state, and improving recovery following exercise.

Even though the importance of protein intake in the field of sport is increasingly well-known, there is still much controversy regarding intake levels, types of protein sources, optimal amino acid composition, and ideal timing of intake. The lay press and commercial websites in particular often give biased or incorrect recommendations without any supporting scientific evidence.

This position paper sets out the current state of knowledge regarding the physiological effects of protein intake in sports, paying particular attention to the aspects of intake level and the dose-response relationship.

Keywords: proteins, sports nutrition, recommended intake, muscle mass, regeneration

Full text PDF (free version)




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2020 von Seite M406 bis M413.




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Peer-Review-Verfahren / Begutachtet im Zuge der Erstellung

Position der Arbeitsgruppe Sporternährung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)


Einleitung


Eine ausreichende Proteinzufuhr ist für den menschlichen Organismus von elementarer Bedeutung. Proteine sind wichtige Bausteine im Bau- und Strukturstoffwechsel von Muskeln, Knochen und Bindegewebe. Aber auch im Zellstoffwechsel, Hormonhaushalt, im Immun- und Gerinnungssystem sowie im Energiestoffwechsel spielen Proteine bzw. Aminosäuren eine wichtige Rolle [1–3]. In Hinblick auf mögliche Beeinflussungen im Sport werden wiederholt positive Effekte auf muskuläre Proteinbiosynthese, Muskelmasse und Muskelkraft, Verbesserung der Körperkomposition, Vermeidung einer katabolen Stoffwechsellage, Immunkompetenz und Sicherstellung einer optimalen Regeneration in der Nachbelastungsphase genannt [1, 4–6].


Zur Erreichung dieser Ziele ist neben einer quantitativ ausreichenden Proteinzufuhr auch eine qualitativ hochwertige Proteinzufuhr notwendig [3, 7]. Seit vielen Jahrzehnten wird daher im Sport neben der Quantität der Proteinzufuhr auch immer die Frage nach der Proteinquelle und der Aminosäurezusammensetzung gestellt. Obwohl in letzter Zeit verschiedene Meta-Analysen zu dieser Thematik publiziert wurden, sind immer noch nicht alle Fragestellungen abschließend beantwortet. Es wird zudem vermehrt darüber diskutiert, ob die Zusammensetzung hinsichtlich einzelner Aminosäuren für die Wirkung entscheidend ist oder ob auch Di-, Tri- oder Oligopeptide mit spezifischer Signalwirkung in der zellulären Regulation eine Rolle im muskulären Adaptationsprozess spielen [3, 8–10].

Abstract


Eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Zufuhr von Proteinen bzw. Aminosäuren ist für die Synthese körpereigener Strukturen wie Muskeln, Sehnen, Bändern und Knochen von großer Bedeutung. Darüber hinaus werden vielfältige metabolische und hormonelle Stoffwechselprozesse durch Proteine gesteuert bzw. beeinflusst. Entsprechend stimulieren oder hemmen Proteine bzw. Aminosäuren in unterschiedlicher Ausprägung anabole Signaltransduktionswege sowie die Synthese und Sekretion verschiedener Hormone wie Insulin, Wachstumshormon oder Insulin like growth factor 1 (IGF-1).

Eine sportart- und belastungsspezifisch angepasste Proteinzufuhr kann daher den Trainingsprozess sinnvoll unterstützen und die Leistungsbereitschaft fördern. Dies beinhaltet unter anderem Erhalt oder Aufbau von Muskelmasse bzw. Muskelkraft, Vermeidung einer Stoffwechsellage mit Proteinkatabolismus sowie verbesserte Restitution in der Nachbelastungsphase.

Auch wenn die Bedeutung der Proteinzufuhr im Sport zunehmend bekannt ist, wird über Aussagen in Bezug auf Zufuhrmenge, Art der Proteinquelle, optimale Aminosäurezusammensetzung sowie Zeitpunkt der Zufuhr nach wie vor kontrovers diskutiert. Gerade in der Laienpresse bzw. kommerziell ausgerichteten Webseiten kursieren oft einseitige bzw. falsche Empfehlungen, die nicht durch wissenschaftliche Evidenz gestützt werden.

In dem vorliegenden Positionspapier werden aktuelle Erkenntnisse zu physiologischen Wirkungen der Proteinzufuhr im Sport, unter besonderer Berücksichtigung des Zufuhrmenge- bzw. des Dosis-Wirkung-Aspekts, dargestellt.

Schlüsselwörter: Proteine, Sporternährung, Zufuhrempfehlungen, Muskelmasse, Regeneration

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Proteins in sports nutrition

Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE)


Abstract


Adequate intake of high quality proteins and amino acids is essential for the body in order to synthesize structures such as muscle, tendons, ligaments, and bone. Protein intake also regulates and affects various metabolic processes, including hormonal regulation. Accordingly, proteins and amino acids are, to varying extents, able to stimulate or inhibit anabolic signal transduction pathways and the synthesis and secretion of various hormones such as insulin, growth hormone, and insulin-like growth factor 1 (IGF-1).

This means that tailoring protein intake to an athlete’s specific type of sport and exercise intensity can be helpful in supporting the training process and improving performance. The aims of adjusting intake in this way may include maintaining or building muscle mass or muscle strength, preventing a catabolic state, and improving recovery following exercise.

Even though the importance of protein intake in the field of sport is increasingly well-known, there is still much controversy regarding intake levels, types of protein sources, optimal amino acid composition, and ideal timing of intake. The lay press and commercial websites in particular often give biased or incorrect recommendations without any supporting scientific evidence.

This position paper sets out the current state of knowledge regarding the physiological effects of protein intake in sports, paying particular attention to the aspects of intake level and the dose-response relationship.

Keywords: proteins, sports nutrition, recommended intake, muscle mass, regeneration

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Proteinzufuhr im Sport

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Position der Arbeitsgruppe Sporternährung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)
Einleitung
Eine ausreichende Proteinzufuhr ist für den menschlichen Organismus von elementarer Bedeutung. Proteine sind wichtige Bausteine im Bau- und Strukturstoffwechsel von Muskeln, Knochen und Bindegewebe. Aber auch im Zellstoffwechsel, Hormonhaushalt, im Immun- und Gerinnungssystem sowie im Energiestoffwechsel spielen Proteine bzw. Aminosäuren eine wichtige Rolle [1–3]. In Hinblick auf mögliche Beeinflussungen im Sport werden wiederholt positive Effekte auf muskuläre Proteinbiosynthese, Muskelmasse und Muskelkraft, Verbesserung der Körperkomposition, Vermeidung einer katabolen Stoffwechsellage, Immunkompetenz und Sicherstellung einer optimalen Regeneration in der Nachbelastungsphase genannt [1, 4–6].

Zur Erreichung dieser Ziele ist neben einer quantitativ ausreichenden Proteinzufuhr auch eine qualitativ hochwertige Proteinzufuhr notwendig [3, 7]. Seit vielen Jahrzehnten wird daher im Sport neben der Quantität der Proteinzufuhr auch immer die Frage nach der Proteinquelle und der Aminosäurezusammensetzung gestellt. Obwohl in letzter Zeit verschiedene Meta-Analysen zu dieser Thematik publiziert wurden, sind immer noch nicht alle Fragestellungen abschließend beantwortet. Es wird zudem vermehrt darüber diskutiert, ob die Zusammensetzung hinsichtlich einzelner Aminosäuren für die Wirkung entscheidend ist oder ob auch Di-, Tri- oder Oligopeptide mit spezifischer Signalwirkung in der zellulären Regulation eine Rolle im muskulären Adaptationsprozess spielen [3, 8–10].

Abstract

Eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Zufuhr von Proteinen bzw. Aminosäuren ist für die Synthese körpereigener Strukturen wie Muskeln, Sehnen, Bändern und Knochen von großer Bedeutung. Darüber hinaus werden vielfältige metabolische und hormonelle Stoffwechselprozesse durch Proteine gesteuert bzw. beeinflusst. Entsprechend stimulieren oder hemmen Proteine bzw. Aminosäuren in unterschiedlicher Ausprägung anabole Signaltransduktionswege sowie die Synthese und Sekretion verschiedener Hormone wie Insulin, Wachstumshormon oder Insulin like growth factor 1 (IGF-1).

Eine sportart- und belastungsspezifisch angepasste Proteinzufuhr kann daher den Trainingsprozess sinnvoll unterstützen und die Leistungsbereitschaft fördern. Dies beinhaltet unter anderem Erhalt oder Aufbau von Muskelmasse bzw. Muskelkraft, Vermeidung einer Stoffwechsellage mit Proteinkatabolismus sowie verbesserte Restitution in der Nachbelastungsphase.

Auch wenn die Bedeutung der Proteinzufuhr im Sport zunehmend bekannt ist, wird über Aussagen in Bezug auf Zufuhrmenge, Art der Proteinquelle, optimale Aminosäurezusammensetzung sowie Zeitpunkt der Zufuhr nach wie vor kontrovers diskutiert. Gerade in der Laienpresse bzw. kommerziell ausgerichteten Webseiten kursieren oft einseitige bzw. falsche Empfehlungen, die nicht durch wissenschaftliche Evidenz gestützt werden.

In dem vorliegenden Positionspapier werden aktuelle Erkenntnisse zu physiologischen Wirkungen der Proteinzufuhr im Sport, unter besonderer Berücksichtigung des Zufuhrmenge- bzw. des Dosis-Wirkung-Aspekts, dargestellt.

Schlüsselwörter: Proteine, Sporternährung, Zufuhrempfehlungen, Muskelmasse, Regeneration

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Proteins in sports nutrition

Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE)

Abstract

Adequate intake of high quality proteins and amino acids is essential for the body in order to synthesize structures such as muscle, tendons, ligaments, and bone. Protein intake also regulates and affects various metabolic processes, including hormonal regulation. Accordingly, proteins and amino acids are, to varying extents, able to stimulate or inhibit anabolic signal transduction pathways and the synthesis and secretion of various hormones such as insulin, growth hormone, and insulin-like growth factor 1 (IGF-1).

This means that tailoring protein intake to an athlete’s specific type of sport and exercise intensity can be helpful in supporting the training process and improving performance. The aims of adjusting intake in this way may include maintaining or building muscle mass or muscle strength, preventing a catabolic state, and improving recovery following exercise.

Even though the importance of protein intake in the field of sport is increasingly well-known, there is still much controversy regarding intake levels, types of protein sources, optimal amino acid composition, and ideal timing of intake. The lay press and commercial websites in particular often give biased or incorrect recommendations without any supporting scientific evidence.

This position paper sets out the current state of knowledge regarding the physiological effects of protein intake in sports, paying particular attention to the aspects of intake level and the dose-response relationship.

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Artikelfakten

Rubrik: Peer Review
Veröffentlicht: 14.07.2020

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