Teil 2: Comeback der Ackerbohne
Lange unterschätzt, heute wiederentdeckt: Die Ackerbohne erlebt ein Comeback. Besonders in den Sozialen Medien wird sie als neues „Superfood“ aus Deutschland gefeiert. Tatsächlich sind Ackerbohnen protein- und ballaststoffreich, vielseitig verwendbar und als Hülsenfrüchte nachhaltig im Anbau. Der Beitrag beleuchtet aktuelle ernährungsphysiologische Erkenntnisse, analysiert Inhaltsstoffe und antinutritive Faktoren und ordnet das Potenzial der Ackerbohne in der modernen Ernährung ein.
Ackerbohnen stecken in fertigen Falafelbällchen, in Brot, veganer Wurst und Bolognesesoße. Im Supermarktregal bei den Hülsenfrüchten sucht man sie als ganze Bohne jedoch vergeblich. Die braunen, fast unscheinbaren Bohnen gehören zu unseren ältesten Kulturpflanzen und waren bis ins späte Mittelalter ein Unverzichtbares Grundnahrungsmittel [1]. Mit der Etablierung neuer Lebensmittel – wie Kartoffeln oder Phaseolusbohnen (z. B. Kidney- und weiße Bohnen) – aber auch durch den einfacheren Zugang zu Fleisch, wanderte die proteinreiche Ackerbohne statt auf den Teller vermehrt in die Futtertröge und bekam so weitere Namen: u. a. Sau- oder Pferdebohne. Seit den 1960er Jahren sind die Ackerbohnen komplett von unseren Tellern verschwunden. Das ist schade, denn die Ackerbohne hat das Zeug zum regionalen „Superfood“. …
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 6/2026 auf den Seiten M376 bis M382.