In einer aktuellen Studie mit dem Titel „The underwhelming German life expectancy”, die kürzlich im European Journal of Epidemiology erschienen ist, vergleichen Jasilionis et al. die Lebenserwartung in Deutschland mit der in anderen Ländern mit hohem Einkommen und analysieren mögliche Ursachen für die beobachteten Unterschiede.

Trotz einer vergleichsweise starken Wirtschaftsleistung, guter sozialer Absicherung und einem sehr gut ausgestatteten Gesundheitssystem ist Deutschland seit längerem ein Nachzügler bezüglich der Lebenserwartung. Auf Basis aggregierter Sterblichkeitsdaten aus den Mortalitätsdatenbanken WHO Mortality Database und der Human Mortality Database (HMD), haben Forschende des Max-Planck Instituts (MPI) in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) die Lebenserwartungen für Deutschland und sechs ausgewählte Länder mit hohem Einkommen (Schweiz, Frankreich, Japan, Spanien, Vereinigtes Königreich und Vereinigte Staaten) untersucht.

Im Jahr 2019 lag Deutschland in der Gruppe der EU-Mitglieder (einschl. Vereinigtes Königreich) bei der Lebenserwartung von Männern auf Platz 14 von 15 (vor Portugal) und bei der Lebenserwartung von Frauen auf Platz 13 von 15 (vor dem Vereinigten Königreich und Dänemark). Insgesamt haben deutsche Männer eine um fast drei Jahre geringere Lebenserwartung im Vergleich zu dem weltweit höchstplatzierten Land Schweiz. Deutsche Frauen leben im Schnitt vier Jahre weniger im Vergleich zu dem Spitzenreiter Japan. Dieses Defizit in der deutschen Lebenserwartung hat sich seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 (–3,5 Jahre für beide Geschlechter) kaum verändert. Vor dem Hintergrund, dass Deutschland weltweit zu den Ländern mit den höchsten Pro-Kopf-Ausgaben für die Gesundheitsversorgung zählt, ein hoch entwickeltes und gerechtes Gesundheitssystem aufweist und ein stabiles Wirtschaftswachstum vorweisen kann, sind diese Unterschiede in den Daten auffällig. Mit dem Ziel, eine Erklärung für das deutsche Lebenserwartungsdefizit aus den Daten zu gewinnen, verglichen Jasilionis und Kolleg*innen die Lebenserwartung in Deutschland mit der sechs anderer Länder mit hohem Einkommen mithilfe statistischer Methoden und einer Analyse der Todesursachen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Hauptursache für das deutsche Lebenserwartungsdefizit in einer höheren kardiovaskulären Mortalität in der Gruppe der 50- bis 79-jährigen Männer und der Frauen über 65 Jahre liegt. Die Daten deuten darauf hin, dass die hohe kardiovaskuläre Sterblichkeit auf folgende Faktoren zurückzuführen ist: eine unzureichende Primärversorgung und eine geringe Krankheitsprävention in Deutschland. Diese Studie verdeutlicht, dass ein vergleichsweise gerechtes und modern ausgestattetes Gesundheitssystem, gekoppelt mit der geringsten Einkommensungleichheit und der zweitniedrigsten Armut unter den G7-Ländern, im Ergebnis nicht zu einem überdurchschnittlichen Gesundheitsstatus und einer höheren Lebenserwartung auf Bevölkerungsebene führen. Die Forschenden schlussfolgern, dass systematischere und repräsentativere Daten über Risikofaktoren benötigt werden, um die Determinanten des seit langem bestehenden Gesundheitsgefälles zwischen anderen Industrieländern und Deutschland genauer zu untersuchen und eine Evidenzbasis hierfür zu schaffen.

Literatur:


1. Jasilionis D, Van Raalte A, Klüsener S, Grigoriev P: The underwhelming German life expectancy. Eur J Epidemiol 2023. DOI: https://doi.org/10.1007/s10654-023-00995-5.

Kommentar von Peter von Philipsborn (04.05.2023) zur Studie „The underwhelming German life expectancy“ von Jasilionis et al.



Die kürzlich im European Journal of Epidemiology veröffentlichte Studie zur deutschen Lebenserwartung wirft die Frage auf, was die Ursachen für den beobachteten Rückstand im Vergleich zu anderen Ländern mit hohem Einkommen sind. Eine Reihe von Faktoren kommen eher nicht in Frage: Im Hinblick auf Wirtschaftsleistung, Sozial- und Gesundheitsausgaben, Zugang zum Gesundheitssystem, Quantität und Qualität der kurativen medizinischen Versorgung liegt Deutschland weltweit unter den Spitzenreitern. Anders ist es allerdings bei der Prävention von Erkrankungen: In internationalen Rankings zu den Themen Ernährung, Regulierung von Alkohol und Tabakkontrolle schneidet Deutschland meist schlecht ab. Die Autor*innen weisen darauf hin, dass die internationale Vergleichbarkeit der Daten zu diesen Public-Health-Faktoren eingeschränkt ist und sie daher keine zuverlässigen Schlüsse hinsichtlich der Ursachen des Lebenserwartungsdefizits zuließen, zumal die Daten nur Korrelationen abbilden und die Zusammenhänge komplex sind. Nichtdestotrotz gibt die Studie Hinweise darauf, dass es in Deutschland im Bereich der öffentlichen Gesundheit (Public Health) Nachholbedarf gibt. Es gibt in diesem Bereich aber auch positive Entwicklungen. Der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorgestellte Gesetzesentwurf, welcher an Kinder gerichtete Lebensmittelwerbung strenger regulieren will, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn der Gesetzesentwurf alle Hürden nimmt, wäre das resultierende Gesetz eines der umfassendsten dieser Art weltweit.

Dr. med. Peter Philipsborn


Nachwuchsgruppenleiter, Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung

Institut für medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie (IBE)

Pettenkofer School of Public Health

Ludwig-Maximilians-Universität München






Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 6/2023 auf Seite M332.




In einer aktuellen Studie mit dem Titel „The underwhelming German life expectancy”, die kürzlich im European Journal of Epidemiology erschienen ist, vergleichen Jasilionis et al. die Lebenserwartung in Deutschland mit der in anderen Ländern mit hohem Einkommen und analysieren mögliche Ursachen für die beobachteten Unterschiede.

Trotz einer vergleichsweise starken Wirtschaftsleistung, guter sozialer Absicherung und einem sehr gut ausgestatteten Gesundheitssystem ist Deutschland seit längerem ein Nachzügler bezüglich der Lebenserwartung. Auf Basis aggregierter Sterblichkeitsdaten aus den Mortalitätsdatenbanken WHO Mortality Database und der Human Mortality Database (HMD), haben Forschende des Max-Planck Instituts (MPI) in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) die Lebenserwartungen für Deutschland und sechs ausgewählte Länder mit hohem Einkommen (Schweiz, Frankreich, Japan, Spanien, Vereinigtes Königreich und Vereinigte Staaten) untersucht.

Im Jahr 2019 lag Deutschland in der Gruppe der EU-Mitglieder (einschl. Vereinigtes Königreich) bei der Lebenserwartung von Männern auf Platz 14 von 15 (vor Portugal) und bei der Lebenserwartung von Frauen auf Platz 13 von 15 (vor dem Vereinigten Königreich und Dänemark). Insgesamt haben deutsche Männer eine um fast drei Jahre geringere Lebenserwartung im Vergleich zu dem weltweit höchstplatzierten Land Schweiz. Deutsche Frauen leben im Schnitt vier Jahre weniger im Vergleich zu dem Spitzenreiter Japan. Dieses Defizit in der deutschen Lebenserwartung hat sich seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 (–3,5 Jahre für beide Geschlechter) kaum verändert. Vor dem Hintergrund, dass Deutschland weltweit zu den Ländern mit den höchsten Pro-Kopf-Ausgaben für die Gesundheitsversorgung zählt, ein hoch entwickeltes und gerechtes Gesundheitssystem aufweist und ein stabiles Wirtschaftswachstum vorweisen kann, sind diese Unterschiede in den Daten auffällig. Mit dem Ziel, eine Erklärung für das deutsche Lebenserwartungsdefizit aus den Daten zu gewinnen, verglichen Jasilionis und Kolleg*innen die Lebenserwartung in Deutschland mit der sechs anderer Länder mit hohem Einkommen mithilfe statistischer Methoden und einer Analyse der Todesursachen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Hauptursache für das deutsche Lebenserwartungsdefizit in einer höheren kardiovaskulären Mortalität in der Gruppe der 50- bis 79-jährigen Männer und der Frauen über 65 Jahre liegt. Die Daten deuten darauf hin, dass die hohe kardiovaskuläre Sterblichkeit auf folgende Faktoren zurückzuführen ist: eine unzureichende Primärversorgung und eine geringe Krankheitsprävention in Deutschland. Diese Studie verdeutlicht, dass ein vergleichsweise gerechtes und modern ausgestattetes Gesundheitssystem, gekoppelt mit der geringsten Einkommensungleichheit und der zweitniedrigsten Armut unter den G7-Ländern, im Ergebnis nicht zu einem überdurchschnittlichen Gesundheitsstatus und einer höheren Lebenserwartung auf Bevölkerungsebene führen. Die Forschenden schlussfolgern, dass systematischere und repräsentativere Daten über Risikofaktoren benötigt werden, um die Determinanten des seit langem bestehenden Gesundheitsgefälles zwischen anderen Industrieländern und Deutschland genauer zu untersuchen und eine Evidenzbasis hierfür zu schaffen.

Literatur:


1. Jasilionis D, Van Raalte A, Klüsener S, Grigoriev P: The underwhelming German life expectancy. Eur J Epidemiol 2023. DOI: https://doi.org/10.1007/s10654-023-00995-5.

Kommentar von Peter von Philipsborn (04.05.2023) zur Studie „The underwhelming German life expectancy“ von Jasilionis et al.



Die kürzlich im European Journal of Epidemiology veröffentlichte Studie zur deutschen Lebenserwartung wirft die Frage auf, was die Ursachen für den beobachteten Rückstand im Vergleich zu anderen Ländern mit hohem Einkommen sind. Eine Reihe von Faktoren kommen eher nicht in Frage: Im Hinblick auf Wirtschaftsleistung, Sozial- und Gesundheitsausgaben, Zugang zum Gesundheitssystem, Quantität und Qualität der kurativen medizinischen Versorgung liegt Deutschland weltweit unter den Spitzenreitern. Anders ist es allerdings bei der Prävention von Erkrankungen: In internationalen Rankings zu den Themen Ernährung, Regulierung von Alkohol und Tabakkontrolle schneidet Deutschland meist schlecht ab. Die Autor*innen weisen darauf hin, dass die internationale Vergleichbarkeit der Daten zu diesen Public-Health-Faktoren eingeschränkt ist und sie daher keine zuverlässigen Schlüsse hinsichtlich der Ursachen des Lebenserwartungsdefizits zuließen, zumal die Daten nur Korrelationen abbilden und die Zusammenhänge komplex sind. Nichtdestotrotz gibt die Studie Hinweise darauf, dass es in Deutschland im Bereich der öffentlichen Gesundheit (Public Health) Nachholbedarf gibt. Es gibt in diesem Bereich aber auch positive Entwicklungen. Der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorgestellte Gesetzesentwurf, welcher an Kinder gerichtete Lebensmittelwerbung strenger regulieren will, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn der Gesetzesentwurf alle Hürden nimmt, wäre das resultierende Gesetz eines der umfassendsten dieser Art weltweit.

Dr. med. Peter Philipsborn


Nachwuchsgruppenleiter, Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung

Institut für medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie (IBE)

Pettenkofer School of Public Health

Ludwig-Maximilians-Universität München






Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 6/2023 auf Seite M332.


Public-Health-Studie: Rückstand bei Lebenserwartung in Deutschland

In einer aktuellen Studie mit dem Titel „The underwhelming German life expectancy”, die kürzlich im European Journal of Epidemiology erschienen ist, vergleichen Jasilionis et al. die Lebenserwartung in Deutschland mit der in anderen Ländern mit hohem Einkommen und analysieren mögliche Ursachen für die beobachteten Unterschiede.

Trotz einer vergleichsweise starken Wirtschaftsleistung, guter sozialer Absicherung und einem sehr gut ausgestatteten Gesundheitssystem ist Deutschland seit längerem ein Nachzügler bezüglich der Lebenserwartung. Auf Basis aggregierter Sterblichkeitsdaten aus den Mortalitätsdatenbanken WHO Mortality Database und der Human Mortality Database (HMD), haben Forschende des Max-Planck Instituts (MPI) in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) die Lebenserwartungen für Deutschland und sechs ausgewählte Länder mit hohem Einkommen (Schweiz, Frankreich, Japan, Spanien, Vereinigtes Königreich und Vereinigte Staaten) untersucht.

Im Jahr 2019 lag Deutschland in der Gruppe der EU-Mitglieder (einschl. Vereinigtes Königreich) bei der Lebenserwartung von Männern auf Platz 14 von 15 (vor Portugal) und bei der Lebenserwartung von Frauen auf Platz 13 von 15 (vor dem Vereinigten Königreich und Dänemark). Insgesamt haben deutsche Männer eine um fast drei Jahre geringere Lebenserwartung im Vergleich zu dem weltweit höchstplatzierten Land Schweiz. Deutsche Frauen leben im Schnitt vier Jahre weniger im Vergleich zu dem Spitzenreiter Japan. Dieses Defizit in der deutschen Lebenserwartung hat sich seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 (–3,5 Jahre für beide Geschlechter) kaum verändert. Vor dem Hintergrund, dass Deutschland weltweit zu den Ländern mit den höchsten Pro-Kopf-Ausgaben für die Gesundheitsversorgung zählt, ein hoch entwickeltes und gerechtes Gesundheitssystem aufweist und ein stabiles Wirtschaftswachstum vorweisen kann, sind diese Unterschiede in den Daten auffällig. Mit dem Ziel, eine Erklärung für das deutsche Lebenserwartungsdefizit aus den Daten zu gewinnen, verglichen Jasilionis und Kolleg*innen die Lebenserwartung in Deutschland mit der sechs anderer Länder mit hohem Einkommen mithilfe statistischer Methoden und einer Analyse der Todesursachen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Hauptursache für das deutsche Lebenserwartungsdefizit in einer höheren kardiovaskulären Mortalität in der Gruppe der 50- bis 79-jährigen Männer und der Frauen über 65 Jahre liegt. Die Daten deuten darauf hin, dass die hohe kardiovaskuläre Sterblichkeit auf folgende Faktoren zurückzuführen ist: eine unzureichende Primärversorgung und eine geringe Krankheitsprävention in Deutschland. Diese Studie verdeutlicht, dass ein vergleichsweise gerechtes und modern ausgestattetes Gesundheitssystem, gekoppelt mit der geringsten Einkommensungleichheit und der zweitniedrigsten Armut unter den G7-Ländern, im Ergebnis nicht zu einem überdurchschnittlichen Gesundheitsstatus und einer höheren Lebenserwartung auf Bevölkerungsebene führen. Die Forschenden schlussfolgern, dass systematischere und repräsentativere Daten über Risikofaktoren benötigt werden, um die Determinanten des seit langem bestehenden Gesundheitsgefälles zwischen anderen Industrieländern und Deutschland genauer zu untersuchen und eine Evidenzbasis hierfür zu schaffen.

Literatur:

1. Jasilionis D, Van Raalte A, Klüsener S, Grigoriev P: The underwhelming German life expectancy. Eur J Epidemiol 2023. DOI: https://doi.org/10.1007/s10654-023-00995-5.

Kommentar von Peter von Philipsborn (04.05.2023) zur Studie „The underwhelming German life expectancy“ von Jasilionis et al.

Die kürzlich im European Journal of Epidemiology veröffentlichte Studie zur deutschen Lebenserwartung wirft die Frage auf, was die Ursachen für den beobachteten Rückstand im Vergleich zu anderen Ländern mit hohem Einkommen sind. Eine Reihe von Faktoren kommen eher nicht in Frage: Im Hinblick auf Wirtschaftsleistung, Sozial- und Gesundheitsausgaben, Zugang zum Gesundheitssystem, Quantität und Qualität der kurativen medizinischen Versorgung liegt Deutschland weltweit unter den Spitzenreitern. Anders ist es allerdings bei der Prävention von Erkrankungen: In internationalen Rankings zu den Themen Ernährung, Regulierung von Alkohol und Tabakkontrolle schneidet Deutschland meist schlecht ab. Die Autor*innen weisen darauf hin, dass die internationale Vergleichbarkeit der Daten zu diesen Public-Health-Faktoren eingeschränkt ist und sie daher keine zuverlässigen Schlüsse hinsichtlich der Ursachen des Lebenserwartungsdefizits zuließen, zumal die Daten nur Korrelationen abbilden und die Zusammenhänge komplex sind. Nichtdestotrotz gibt die Studie Hinweise darauf, dass es in Deutschland im Bereich der öffentlichen Gesundheit (Public Health) Nachholbedarf gibt. Es gibt in diesem Bereich aber auch positive Entwicklungen. Der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorgestellte Gesetzesentwurf, welcher an Kinder gerichtete Lebensmittelwerbung strenger regulieren will, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn der Gesetzesentwurf alle Hürden nimmt, wäre das resultierende Gesetz eines der umfassendsten dieser Art weltweit.

Dr. med. Peter Philipsborn

Nachwuchsgruppenleiter, Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung

Institut für medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie (IBE)

Pettenkofer School of Public Health

Ludwig-Maximilians-Universität München


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Veröffentlicht: 14.06.2023

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