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Leitlinien bieten Ernährungsfachkräften eine wertvolle Unterstützung für die tägliche Arbeit. Hier werden praxisrelevante Empfehlungen ausgesprochen, die auf dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu klinischem Bild, Diagnostik und Therapie basieren und zuvor in einer Expertengruppe bewertet wurden. Zum Thema Zöliakie wurde 2014 eine so genannte S2k-Leitlinie veröffentlicht. Wie lauten die aktuellen Empfehlungen? Hat sich etwas zu früheren Richtlinien geändert? Diesen Fragen ging Dr. med. Michael Schumann, Berlin, im Rahmen einer von der Dr. Schär GmbH veranstalteten Expertenrunde auf den Grund.
Von besonderer Bedeutung ist bspw. eine neue Nomenklatur zu Verlaufsformen der Zöliakie, mit der Unklarheiten bei der Bezeichnung der verschiedenen Erscheinungsformen vermieden werden sollen. So wird empfohlen, Begriffe wie typische, overte oder silente Zöliakie zukünftig nicht weiter zu verwenden und auch nicht mehr von einer „einheimischen Sprue“ zu sprechen. Ferner gibt die Leitlinie detaillierte Empfehlungen zur Diagnostik und Beratung eines neu betroffenen Patienten.