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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 16. Oktober 2020 / Überarbeitung angenommen: 22. März 2021

Einführung


Die Bemühungen, westliche Ernährungsgewohnheiten hin zu einer gesundheitsförderlichen Ernährung aus nachhaltigen Ernährungssystemen zu verändern, wie es vor Kurzem die EAT-Lancet-Kommission für Ernährung, den Planeten und Gesundheit (EAT-Lancet Commission on Food, Planet, Health) [2] empfohlen hat, werden wichtige Folgen für den Stellenwert von tierischen Proteinen haben, da für die kommenden Jahrzehnte eine Verringerung von (durchschnittlich) mehr als 50 % vorgeschlagen wird. Die Kommission ist sich darüber im Klaren, dass ihr Erfolg eine globale Transformation des Ernährungssystems erfordert.

Diese Vorschläge werfen viele Fragen auf, wie angesichts der bestehenden Präferenzen für Fleisch aufgrund seines Nährstoffgehalts und seiner gesellschaftlichen Bedeutung größere Veränderungen in den Ernährungsgewohnheiten unterstützt werden können [3]. Zudem sollten die hoch kontroversen Debatten zum Fleischkonsum nicht unterschätzt werden, die leicht zu Pro-Fleisch-Protesten und brutalen Aktionen gegen die Wissenschaft führen können [4]. Überdies gibt es zahlreiche Interessengruppen, die versuchen, die Wahl der Proteinart zu beeinflussen, indem sie verschiedene Marketingtechniken einsetzen, um Fleisch- oder einen hohen Proteinkonsum allgemein zu fördern [5], während die Produzenten von Fleischalternativen jegliche Botschaften zu vermeiden scheinen, die als eine Anti-Fleisch-Haltung angesehen werden könnten [6].

Abstract


Eine Wende hin zu einer gesünderen und nachhaltigeren Ernährung (wie vom Bericht der EAT-Lancet-Kommission empfohlen) wird derzeit noch durch die anhaltende Vorliebe für Fleisch erschwert. In diesem Beitrag wird die Ansicht vertreten, dass Vorschläge für eine Ernährungsumstellung ohne breite gesellschaftliche Legitimation durch eine Veränderung gesellschaftlicher Normen, die pflanzlichen Proteinquellen den Vorzug vor tierischen Proteinquellen geben, zu kurz greifen werden. Ziel dieses Beitrags ist es, unter Anwendung psychologischer und linguistischer Perspektiven das Verständnis von Legitimation in Bezug auf Autorität, moralische Bewertung, Vernunft und Story-Logik zu verbessern. Jede Kategorie wird dahingehend betrachtet, wie sie die für eine Ernährungsumstellung notwendige veränderte Auswahl von Proteinquellen unterstützen (oder behindern) kann. Schlüsselstrategien sind eine weitere Überarbeitung der bereits bestehenden nationalen, autoritätsbasierten Ernährungsleitfäden, die Anwendung vernunftbasierter Legitimationen, um diese zu unterstützen, die gleichzeitige Vermeidung der Polarisierung moralbasierter Ideologien und Vorsicht bei Mythen, Mikro-Mythen und Geschichten.

Schlüsselwörter: Protein, Nachhaltigkeit, VerbraucherInnen, Überzeugung, pflanzenbasiert, Ernährungswende, Ernährungsumstellung




Peer reviewed / Manuscript (original) received: 16 October 2020 / Revision accepted: 22 March 2021

Key ways to legitimize diet shifts that favor plant instead of animal protein sources1



Abstract


A shift to a more healthy and sustainable diet (as recommended by the EAT Lancet Commission report) is currently hampered by persistent choices for meat. This paper puts forward the view that proposals for a diet shift will fall short without broad social legitimation by a change in social norms favoring plant instead of animal protein sources. Using psychological and linguistic perspectives, the paper aims to improve understanding of legitimation related to authority, moral evaluation, rationality, and story logic. Each category is examined with a view to how it may support (or oppose) the reordering of protein sources necessary for a diet shift. Key strategies are a further revision of the existing national authority-based dietary guidelines, using the diversity of rationality-based legitimations to support them, avoiding polarization of moral-based ideologies and being cautious of myths, micro-myths and stories.

Keywords: protein, sustainability, consumer, persuasion, plant-based, diet shift

Full text PDF (free version)

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 8/2021 von Seite M463 bis M469.




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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 16. Oktober 2020 / Überarbeitung angenommen: 22. März 2021

Einführung


Die Bemühungen, westliche Ernährungsgewohnheiten hin zu einer gesundheitsförderlichen Ernährung aus nachhaltigen Ernährungssystemen zu verändern, wie es vor Kurzem die EAT-Lancet-Kommission für Ernährung, den Planeten und Gesundheit (EAT-Lancet Commission on Food, Planet, Health) [2] empfohlen hat, werden wichtige Folgen für den Stellenwert von tierischen Proteinen haben, da für die kommenden Jahrzehnte eine Verringerung von (durchschnittlich) mehr als 50 % vorgeschlagen wird. Die Kommission ist sich darüber im Klaren, dass ihr Erfolg eine globale Transformation des Ernährungssystems erfordert.

Diese Vorschläge werfen viele Fragen auf, wie angesichts der bestehenden Präferenzen für Fleisch aufgrund seines Nährstoffgehalts und seiner gesellschaftlichen Bedeutung größere Veränderungen in den Ernährungsgewohnheiten unterstützt werden können [3]. Zudem sollten die hoch kontroversen Debatten zum Fleischkonsum nicht unterschätzt werden, die leicht zu Pro-Fleisch-Protesten und brutalen Aktionen gegen die Wissenschaft führen können [4]. Überdies gibt es zahlreiche Interessengruppen, die versuchen, die Wahl der Proteinart zu beeinflussen, indem sie verschiedene Marketingtechniken einsetzen, um Fleisch- oder einen hohen Proteinkonsum allgemein zu fördern [5], während die Produzenten von Fleischalternativen jegliche Botschaften zu vermeiden scheinen, die als eine Anti-Fleisch-Haltung angesehen werden könnten [6].

Abstract


Eine Wende hin zu einer gesünderen und nachhaltigeren Ernährung (wie vom Bericht der EAT-Lancet-Kommission empfohlen) wird derzeit noch durch die anhaltende Vorliebe für Fleisch erschwert. In diesem Beitrag wird die Ansicht vertreten, dass Vorschläge für eine Ernährungsumstellung ohne breite gesellschaftliche Legitimation durch eine Veränderung gesellschaftlicher Normen, die pflanzlichen Proteinquellen den Vorzug vor tierischen Proteinquellen geben, zu kurz greifen werden. Ziel dieses Beitrags ist es, unter Anwendung psychologischer und linguistischer Perspektiven das Verständnis von Legitimation in Bezug auf Autorität, moralische Bewertung, Vernunft und Story-Logik zu verbessern. Jede Kategorie wird dahingehend betrachtet, wie sie die für eine Ernährungsumstellung notwendige veränderte Auswahl von Proteinquellen unterstützen (oder behindern) kann. Schlüsselstrategien sind eine weitere Überarbeitung der bereits bestehenden nationalen, autoritätsbasierten Ernährungsleitfäden, die Anwendung vernunftbasierter Legitimationen, um diese zu unterstützen, die gleichzeitige Vermeidung der Polarisierung moralbasierter Ideologien und Vorsicht bei Mythen, Mikro-Mythen und Geschichten.

Schlüsselwörter: Protein, Nachhaltigkeit, VerbraucherInnen, Überzeugung, pflanzenbasiert, Ernährungswende, Ernährungsumstellung




Peer reviewed / Manuscript (original) received: 16 October 2020 / Revision accepted: 22 March 2021

Key ways to legitimize diet shifts that favor plant instead of animal protein sources1



Abstract


A shift to a more healthy and sustainable diet (as recommended by the EAT Lancet Commission report) is currently hampered by persistent choices for meat. This paper puts forward the view that proposals for a diet shift will fall short without broad social legitimation by a change in social norms favoring plant instead of animal protein sources. Using psychological and linguistic perspectives, the paper aims to improve understanding of legitimation related to authority, moral evaluation, rationality, and story logic. Each category is examined with a view to how it may support (or oppose) the reordering of protein sources necessary for a diet shift. Key strategies are a further revision of the existing national authority-based dietary guidelines, using the diversity of rationality-based legitimations to support them, avoiding polarization of moral-based ideologies and being cautious of myths, micro-myths and stories.

Keywords: protein, sustainability, consumer, persuasion, plant-based, diet shift

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Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 8/2021 von Seite M463 bis M469.


Schlüsselfaktoren zur Legitimation einer Ernährungsumstellung von tierischen hin zu pflanzlichen Proteinquellen1

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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 16. Oktober 2020 / Überarbeitung angenommen: 22. März 2021

Einführung

Die Bemühungen, westliche Ernährungsgewohnheiten hin zu einer gesundheitsförderlichen Ernährung aus nachhaltigen Ernährungssystemen zu verändern, wie es vor Kurzem die EAT-Lancet-Kommission für Ernährung, den Planeten und Gesundheit (EAT-Lancet Commission on Food, Planet, Health) [2] empfohlen hat, werden wichtige Folgen für den Stellenwert von tierischen Proteinen haben, da für die kommenden Jahrzehnte eine Verringerung von (durchschnittlich) mehr als 50 % vorgeschlagen wird. Die Kommission ist sich darüber im Klaren, dass ihr Erfolg eine globale Transformation des Ernährungssystems erfordert.

Diese Vorschläge werfen viele Fragen auf, wie angesichts der bestehenden Präferenzen für Fleisch aufgrund seines Nährstoffgehalts und seiner gesellschaftlichen Bedeutung größere Veränderungen in den Ernährungsgewohnheiten unterstützt werden können [3]. Zudem sollten die hoch kontroversen Debatten zum Fleischkonsum nicht unterschätzt werden, die leicht zu Pro-Fleisch-Protesten und brutalen Aktionen gegen die Wissenschaft führen können [4]. Überdies gibt es zahlreiche Interessengruppen, die versuchen, die Wahl der Proteinart zu beeinflussen, indem sie verschiedene Marketingtechniken einsetzen, um Fleisch- oder einen hohen Proteinkonsum allgemein zu fördern [5], während die Produzenten von Fleischalternativen jegliche Botschaften zu vermeiden scheinen, die als eine Anti-Fleisch-Haltung angesehen werden könnten [6].

Abstract

Eine Wende hin zu einer gesünderen und nachhaltigeren Ernährung (wie vom Bericht der EAT-Lancet-Kommission empfohlen) wird derzeit noch durch die anhaltende Vorliebe für Fleisch erschwert. In diesem Beitrag wird die Ansicht vertreten, dass Vorschläge für eine Ernährungsumstellung ohne breite gesellschaftliche Legitimation durch eine Veränderung gesellschaftlicher Normen, die pflanzlichen Proteinquellen den Vorzug vor tierischen Proteinquellen geben, zu kurz greifen werden. Ziel dieses Beitrags ist es, unter Anwendung psychologischer und linguistischer Perspektiven das Verständnis von Legitimation in Bezug auf Autorität, moralische Bewertung, Vernunft und Story-Logik zu verbessern. Jede Kategorie wird dahingehend betrachtet, wie sie die für eine Ernährungsumstellung notwendige veränderte Auswahl von Proteinquellen unterstützen (oder behindern) kann. Schlüsselstrategien sind eine weitere Überarbeitung der bereits bestehenden nationalen, autoritätsbasierten Ernährungsleitfäden, die Anwendung vernunftbasierter Legitimationen, um diese zu unterstützen, die gleichzeitige Vermeidung der Polarisierung moralbasierter Ideologien und Vorsicht bei Mythen, Mikro-Mythen und Geschichten.

Schlüsselwörter: Protein, Nachhaltigkeit, VerbraucherInnen, Überzeugung, pflanzenbasiert, Ernährungswende, Ernährungsumstellung


Peer reviewed / Manuscript (original) received: 16 October 2020 / Revision accepted: 22 March 2021

Key ways to legitimize diet shifts that favor plant instead of animal protein sources1

Abstract

A shift to a more healthy and sustainable diet (as recommended by the EAT Lancet Commission report) is currently hampered by persistent choices for meat. This paper puts forward the view that proposals for a diet shift will fall short without broad social legitimation by a change in social norms favoring plant instead of animal protein sources. Using psychological and linguistic perspectives, the paper aims to improve understanding of legitimation related to authority, moral evaluation, rationality, and story logic. Each category is examined with a view to how it may support (or oppose) the reordering of protein sources necessary for a diet shift. Key strategies are a further revision of the existing national authority-based dietary guidelines, using the diversity of rationality-based legitimations to support them, avoiding polarization of moral-based ideologies and being cautious of myths, micro-myths and stories.

Keywords: protein, sustainability, consumer, persuasion, plant-based, diet shift

Full text PDF (free version)

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode


Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 8/2021 von Seite M463 bis M469.

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Artikelfakten

Rubrik: Peer Review
Veröffentlicht: 11.08.2021

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