Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) weist darauf hin, dass die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten nur empfohlen wird, wenn eine unzureichende Versorgung nachgewiesen wurde und eine gezielte Verbesserung der Versorgung durch die körpereigene Vitamin-D-Bildung durch Sonnenbestrahlung und Ernährung nicht erreicht wird.

Für frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel existieren derzeit weder auf nationaler noch auf internationaler Ebene verbindliche Höchstmengen für den Vitamin-D-Gehalt. Allerdings sind nach Ansicht einer Expertenkommission (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit [BVL]/ Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte [BfArM]) Produkte nur bis zu einer Tagesdosis von 20 µg Vitamin D (= 800 i. E.) als Nahrungsergänzungsmittel einzustufen. Höher dosierte Präparate sind als Arzneimittel anzusehen.

Eine andauernde Überdosierung mit Vitamin-D-Präparaten, die eine Dosis von über 100 µg (ca. 4 000 i. E.) pro Tag enthalten, kann unerwünschte Nebenwirkungen wie Nierensteine oder Nierenverkalkungen hervorrufen. Daher spricht die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine tolerierbare Gesamtzufuhr für Vitamin D in Höhe von 100 µg/Tag für Erwachsene und 50 µg/Tag für Kinder von 1–11 Jahren aus. Diese tolerierbaren Gesamtzufuhrmengen pro Tag beziehen sich auf die Vitamin-D-Zufuhr aus allen Lebensmitteln, einschließlich Vitamin-D-Präparate und angereicherte Lebensmittel.

Hat Vitamin D eine präventive Wirkung bezüglich einer Infektion mit SARS-CoV-2?

Aufgrund der Neuartigkeit des Corona-Virus gibt es noch keine wissenschaftlichen Studien, die den Zusammenhang der Behandlung oder der Prävention von Vitamin D auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 bzw. eine Erkrankung an COVID-19 untersucht haben. Daher kann diese Frage aus wissenschaftlicher Sicht derzeit nicht beantwortet werden.

Die DGE führte im Rahmen des 14. DGE-Ernährungsberichts eine systematische Literaturrecherche durch. Sie ging der Frage nach, ob es einen Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Versorgung für bestimmte Krankheiten bzw. deren Verlauf, u. a. akute Atemwegsinfektionen, gibt. Epidemiologische Studien geben erste Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status und dem Auftreten von akuten Atemwegsinfekten. Insbesondere bei Personen, die einen Vitamin-D-Mangel (Serumkonzentration von 25(OH)D: < 25 nmol/L) aufweisen, könnte die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten in niedriger Dosierung (7,5–100 µg/ Tag oder 35–500 µg/Woche) die Häufigkeit von akuten Atemwegsinfekten verringern. Für hohe Einmalgaben an Vitamin D (> 750 µg/Tag) konnte kein Zusammenhang beobachtet werden. In der Behandlung akuter Atemwegsinfekte gab es keinen Einfluss durch die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten.

Anhand der bisherigen Studienergebnisse kann keine generelle Empfehlung für die Einnahme von Vitamin D-Präparaten zur Vorbeugung akuter Atemwegsinfekte ausgesprochen werden. Die vollständige Analyse wird als Bestandteil des 14. DGE-Ernährungsberichts Ende 2020 erscheinen.



Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Pressemitteilung vom 26.03.2020






Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 5/2020 auf Seite M257.


Gerade jetzt, in der Zeit von März bis Oktober, reicht in Deutschland die Stärke der Sonnenbestrahlung aus, um durch die körpereigene Bildung von Vitamin D in der Haut eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten. Kurze Aufenthalte wie Spaziergänge an der frischen Luft mit 15–25 Minuten Sonneinstrahlung pro Tag reichen dafür aus.


Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) weist darauf hin, dass die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten nur empfohlen wird, wenn eine unzureichende Versorgung nachgewiesen wurde und eine gezielte Verbesserung der Versorgung durch die körpereigene Vitamin-D-Bildung durch Sonnenbestrahlung und Ernährung nicht erreicht wird.

Für frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel existieren derzeit weder auf nationaler noch auf internationaler Ebene verbindliche Höchstmengen für den Vitamin-D-Gehalt. Allerdings sind nach Ansicht einer Expertenkommission (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit [BVL]/ Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte [BfArM]) Produkte nur bis zu einer Tagesdosis von 20 µg Vitamin D (= 800 i. E.) als Nahrungsergänzungsmittel einzustufen. Höher dosierte Präparate sind als Arzneimittel anzusehen.

Eine andauernde Überdosierung mit Vitamin-D-Präparaten, die eine Dosis von über 100 µg (ca. 4 000 i. E.) pro Tag enthalten, kann unerwünschte Nebenwirkungen wie Nierensteine oder Nierenverkalkungen hervorrufen. Daher spricht die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine tolerierbare Gesamtzufuhr für Vitamin D in Höhe von 100 µg/Tag für Erwachsene und 50 µg/Tag für Kinder von 1–11 Jahren aus. Diese tolerierbaren Gesamtzufuhrmengen pro Tag beziehen sich auf die Vitamin-D-Zufuhr aus allen Lebensmitteln, einschließlich Vitamin-D-Präparate und angereicherte Lebensmittel.

Hat Vitamin D eine präventive Wirkung bezüglich einer Infektion mit SARS-CoV-2?

Aufgrund der Neuartigkeit des Corona-Virus gibt es noch keine wissenschaftlichen Studien, die den Zusammenhang der Behandlung oder der Prävention von Vitamin D auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 bzw. eine Erkrankung an COVID-19 untersucht haben. Daher kann diese Frage aus wissenschaftlicher Sicht derzeit nicht beantwortet werden.

Die DGE führte im Rahmen des 14. DGE-Ernährungsberichts eine systematische Literaturrecherche durch. Sie ging der Frage nach, ob es einen Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Versorgung für bestimmte Krankheiten bzw. deren Verlauf, u. a. akute Atemwegsinfektionen, gibt. Epidemiologische Studien geben erste Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status und dem Auftreten von akuten Atemwegsinfekten. Insbesondere bei Personen, die einen Vitamin-D-Mangel (Serumkonzentration von 25(OH)D: < 25 nmol/L) aufweisen, könnte die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten in niedriger Dosierung (7,5–100 µg/ Tag oder 35–500 µg/Woche) die Häufigkeit von akuten Atemwegsinfekten verringern. Für hohe Einmalgaben an Vitamin D (> 750 µg/Tag) konnte kein Zusammenhang beobachtet werden. In der Behandlung akuter Atemwegsinfekte gab es keinen Einfluss durch die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten.

Anhand der bisherigen Studienergebnisse kann keine generelle Empfehlung für die Einnahme von Vitamin D-Präparaten zur Vorbeugung akuter Atemwegsinfekte ausgesprochen werden. Die vollständige Analyse wird als Bestandteil des 14. DGE-Ernährungsberichts Ende 2020 erscheinen.



Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Pressemitteilung vom 26.03.2020






Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 5/2020 auf Seite M257.


Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Sonneneinstrahlung nutzen für den Vitamin-D-Haushalt

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) weist darauf hin, dass die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten nur empfohlen wird, wenn eine unzureichende Versorgung nachgewiesen wurde und eine gezielte Verbesserung der Versorgung durch die körpereigene Vitamin-D-Bildung durch Sonnenbestrahlung und Ernährung nicht erreicht wird.

Für frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel existieren derzeit weder auf nationaler noch auf internationaler Ebene verbindliche Höchstmengen für den Vitamin-D-Gehalt. Allerdings sind nach Ansicht einer Expertenkommission (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit [BVL]/ Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte [BfArM]) Produkte nur bis zu einer Tagesdosis von 20 µg Vitamin D (= 800 i. E.) als Nahrungsergänzungsmittel einzustufen. Höher dosierte Präparate sind als Arzneimittel anzusehen.

Eine andauernde Überdosierung mit Vitamin-D-Präparaten, die eine Dosis von über 100 µg (ca. 4 000 i. E.) pro Tag enthalten, kann unerwünschte Nebenwirkungen wie Nierensteine oder Nierenverkalkungen hervorrufen. Daher spricht die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine tolerierbare Gesamtzufuhr für Vitamin D in Höhe von 100 µg/Tag für Erwachsene und 50 µg/Tag für Kinder von 1–11 Jahren aus. Diese tolerierbaren Gesamtzufuhrmengen pro Tag beziehen sich auf die Vitamin-D-Zufuhr aus allen Lebensmitteln, einschließlich Vitamin-D-Präparate und angereicherte Lebensmittel.

Hat Vitamin D eine präventive Wirkung bezüglich einer Infektion mit SARS-CoV-2?

Aufgrund der Neuartigkeit des Corona-Virus gibt es noch keine wissenschaftlichen Studien, die den Zusammenhang der Behandlung oder der Prävention von Vitamin D auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 bzw. eine Erkrankung an COVID-19 untersucht haben. Daher kann diese Frage aus wissenschaftlicher Sicht derzeit nicht beantwortet werden.

Die DGE führte im Rahmen des 14. DGE-Ernährungsberichts eine systematische Literaturrecherche durch. Sie ging der Frage nach, ob es einen Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Versorgung für bestimmte Krankheiten bzw. deren Verlauf, u. a. akute Atemwegsinfektionen, gibt. Epidemiologische Studien geben erste Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status und dem Auftreten von akuten Atemwegsinfekten. Insbesondere bei Personen, die einen Vitamin-D-Mangel (Serumkonzentration von 25(OH)D: < 25 nmol/L) aufweisen, könnte die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten in niedriger Dosierung (7,5–100 µg/ Tag oder 35–500 µg/Woche) die Häufigkeit von akuten Atemwegsinfekten verringern. Für hohe Einmalgaben an Vitamin D (> 750 µg/Tag) konnte kein Zusammenhang beobachtet werden. In der Behandlung akuter Atemwegsinfekte gab es keinen Einfluss durch die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten.

Anhand der bisherigen Studienergebnisse kann keine generelle Empfehlung für die Einnahme von Vitamin D-Präparaten zur Vorbeugung akuter Atemwegsinfekte ausgesprochen werden. Die vollständige Analyse wird als Bestandteil des 14. DGE-Ernährungsberichts Ende 2020 erscheinen.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Pressemitteilung vom 26.03.2020


Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 5/2020 auf Seite M257.
Verschlagwortet mit: Coronavirus, Vitamin D, Covid-19

News zum Thema des Artikels

Reform, Zusammenlegung, drei Teile werden zu einem Puzzle

Online News: Zusammenlegung des BfR, MRI und BZfE: Ab 2029 unter dem Dach des neuen Bundesinstituts für Risikobewertung und Ernährung

Bis 2029 sollen drei Bundesinstitutionen in einem neuen Bundesinstitut aufgehen. Die geplante Reform verspricht effizientere Strukturen, lässt aber Fragen zur Zukunft der Ernährungspolitik und -forschung offen …
weiterlesen

Helmut F. Erbersdobler © DGE/Augustin

Prof. Dr. Helmut Fritz Erbersdobler verstorben

Der langjährige Herausgeber der Fachzeitschrift ERNÄHRUNGS UMSCHAU, Prof. Dr. Helmut Fritz Erbersdobler, ist am 24.7.2026 verstorben …
weiterlesen

Online News: Debatte um die Einführung der Süßgetränkesteuer in Deutschland

Die Diskussion um die Einführung einer Steuer auf zuckergesüßte Erfrischungsgetränke (sogenannten „Zuckersteuer“) in Deutschland hat sich in den vergangenen Wochen deutlich intensiviert. Seit dem 29. April 2026 gilt die Einführung der Steuer als politisch beschlossen; i …
weiterlesen

Artikelfakten

Veröffentlicht: 13.05.2020

Dieser Artikel erscheint in

Artikel teilen

Weitere Artikel zum Thema

15.09.2026

Ernährung in Gewichtsklassensportarten – Teil 1

Es gibt zahlreiche Sportarten mit Gewichtsklasseneinteilung, in denen zu einem definierten Zeitpunkt vor und ggf. ein weiteres Mal während des Wettkampfs das Körpergewicht erfasst wird. weiterlesen

Prof. Dr. Britta Renner ist neue DGE-Präsidentin

Auf der Mitgliederversammlung am 24. September 2025 fand die Neuwahl des Wissenschaftlichen Präsidiums der DGE statt. Die Mitglieder wählten Prof. Dr. Britta Renner, Leiterin des Lehrstuhls für Psychologische Diagnostik und Gesundheitspsychologie an der Universität Kons … weiterlesen

14.07.2025

Öffentliche Kommentierung zur wissenschaftlichen Grundlage der aktuellen lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der DGE

Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 24.07.2024; Überarbeitung angenommen: 30.01.2025 Analyse ausgewählter Ergebnisse und Stakeholder-Beteiligung Einleitung Die Einbeziehung der Öffentlichkeit gehört heutzutage zur politischen sowie evidenzinformie … weiterlesen

Kostenfreies Schulmittagessen aus dem Bildungspaket – Hürden abbauen, Teilnahme erhöhen

Ein IN FORM-Projekt in Trägerschaft der DGE e. V. Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen Kinder und Jugendliche, deren Eltern soziale Leistungen wie Bürgergeld, Sozialhilfe oder Asylbewerberleistungen erhalten oder den Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen, ha … weiterlesen

12.02.2025

DGE-Zulassungsempfehlungen für die Ernährungsberatung in Prävention und Therapie

Mindestanforderungen zur Zertifizierung von Absolvent*innen oecotrophologischer, ernährungswissenschaftlicher und inhaltlich vergleichbarer Studiengänge Einleitung Die seit 2011 gültigen DGE-Zulassungskriterien [1] boten in den Turbulenzen des Bologna-Prozesses dringend … weiterlesen

16. Dreiländertagung der DGE, ÖGE und SGE: Neue lebensmittelbezogene Ernährungsempfehlungen für Deutschland, Österreich und die Schweiz

Eine gesunde und umweltschonende Ernährung ist pflanzenbetont. Sie enthält viel Obst und Gemüse sowie mehr Hülsenfrüchte und weniger Fleisch und Milch als bisher. Das zeigen die neuen lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen (Food-Based Dietary Guidelines, FBDG) von … weiterlesen

15.07.2024

Neubewertung der DGE-Position zu veganer Ernährung

free access to english version + eSupplement Peer-Review-Verfahren / Manuskript eingereicht: 23.4.2024. Positionspapiere unterliegen in der Ernährungs Umschau, wie auch in vielen anderen Fachzeitschriften, nicht dem Peer-Review-Verfahren, weil es sich bei Positions … weiterlesen

15.07.2024

Editorial 7/2024: Verschiedene Geschwindigkeiten

Auf dem aktuellen Kongress Ernährung 2024 in Leipzig hat die DGE ihre Neubewertung der Position zur veganen Ernährung vorgestellt. Das Positionspapier finden Sie in Auszügen in diesem Heft ab Seite M382 und als Langversion in der Online-Ausgabe der ERNÄHRUNGS UMSCHAU. weiterlesen