Manfred J. Müller , Sandra Danielzik, Svenja Pust, Beate Landsberg, Kiel

Übergewicht und Adipositas sind heute in Deutschland endemisch, betroffen sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Das Auftreten von Übergewicht ist aber in unserer Gesellschaft nicht gleich verteilt. Es besteht ein inverser sozialer Gradient der Übergewichtigkeit: Je niedriger der soziale Status, desto höher die Prävalenz von Übergewicht.

Sozial-determinierte Verhaltensmuster erklären die sozialen Unterschiede im Übergewicht nur anteilig. Soziale Faktoren sind auch Barriere für Interventionen der schulischen Gesundheitsförderung und der Behandlung von Übergewicht. Diese Befunde legen nahe, dass ausschließlich auf das individuelle Verhalten ausgerichtete Strategien das Problem „Übergewicht“ nicht lösen. Da Übergewicht auch ein soziales, familiäres und gender-Problem ist, sind neben einer Verhaltensprävention gesellschaftliche Ansätze einer Verhältnisprävention notwendig.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs-Umschau 06/06 ab Seite 212.





Manfred J. Müller , Sandra Danielzik, Svenja Pust, Beate Landsberg, Kiel

Übergewicht und Adipositas sind heute in Deutschland endemisch, betroffen sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Das Auftreten von Übergewicht ist aber in unserer Gesellschaft nicht gleich verteilt. Es besteht ein inverser sozialer Gradient der Übergewichtigkeit: Je niedriger der soziale Status, desto höher die Prävalenz von Übergewicht.

Sozial-determinierte Verhaltensmuster erklären die sozialen Unterschiede im Übergewicht nur anteilig. Soziale Faktoren sind auch Barriere für Interventionen der schulischen Gesundheitsförderung und der Behandlung von Übergewicht. Diese Befunde legen nahe, dass ausschließlich auf das individuelle Verhalten ausgerichtete Strategien das Problem „Übergewicht“ nicht lösen. Da Übergewicht auch ein soziales, familiäres und gender-Problem ist, sind neben einer Verhaltensprävention gesellschaftliche Ansätze einer Verhältnisprävention notwendig.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs-Umschau 06/06 ab Seite 212.



Sozioökonomische Einflüsse auf Gesundheit und Übergewicht

Manfred J. Müller , Sandra Danielzik, Svenja Pust, Beate Landsberg, Kiel

Übergewicht und Adipositas sind heute in Deutschland endemisch, betroffen sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Das Auftreten von Übergewicht ist aber in unserer Gesellschaft nicht gleich verteilt. Es besteht ein inverser sozialer Gradient der Übergewichtigkeit: Je niedriger der soziale Status, desto höher die Prävalenz von Übergewicht.

Sozial-determinierte Verhaltensmuster erklären die sozialen Unterschiede im Übergewicht nur anteilig. Soziale Faktoren sind auch Barriere für Interventionen der schulischen Gesundheitsförderung und der Behandlung von Übergewicht. Diese Befunde legen nahe, dass ausschließlich auf das individuelle Verhalten ausgerichtete Strategien das Problem „Übergewicht“ nicht lösen. Da Übergewicht auch ein soziales, familiäres und gender-Problem ist, sind neben einer Verhaltensprävention gesellschaftliche Ansätze einer Verhältnisprävention notwendig.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs-Umschau 06/06 ab Seite 212.

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Veröffentlicht: 12.06.2006

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