Wie lange gestillt wird, ist eine Entscheidung von Mutter und Kind. Karies wird auch bei einer längeren Stilldauer nicht prinzipiell gefördert, das Risiko dafür nimmt aber zu. Neuere Studien zeigen, dass Karies bei längerer Stilldauer häufiger auftritt – unabhängig von der sonstigen Zuckeraufnahme. Daraus kann man zwar nicht folgern, dass eine längere Stilldauer oder nächtliches Stillen generell kariesfördernd sind. Jedoch kann die Häufigkeit von Karies bei einer Stilldauer von mehr als 12 Monaten, im Zusammenspiel mit anderen kariesbegünstigenden Faktoren, zunehmen. Umso wichtiger ist es, Eltern schon vor dem Durchbruch des ersten Zahns über eine sichere und wirksame Kariesvorsorge zu informieren.

Bei der Entstehung von Karies spielen viele Faktoren eine Rolle: Dazu gehören die Bakterienbesiedelung der Zähne, die Menge und Art der zuckerhaltigen Lebensmittel und v. a. wie oft diese konsumiert werden.

Muttermilch enthält Laktose, die die Kariesbakterien in der Mundhöhle verwerten können. Die dabei entstehenden Säuren führen dazu, dass der Zahnschmelz Mineralstoffe verliert, was Karies verursachen kann. Pausen zwischen den (Still-) Mahlzeiten sind deswegen so wichtig, weil in diesen Zeiten der Zahnschmelz wieder mineralisiert werden kann.

Wenn das Kind nach Bedarf gestillt wird, entwickeln Säuglinge ihren eigenen Stillrhythmus. Das Kind signalisiert, wenn es Hunger hat und gestillt werden möchte, und wann es satt ist. Nicht jede Unruhe des Kindes ist jedoch ein Signal fürs Stillen. Dauernuckeln und damit eine ständige Umspülung der Zähne mit zuckerhaltiger Flüssigkeit lässt das Risiko für Karies steigen.

Auch eine gesunde Ernährung ist wichtig für die Kariesprävention. Im Säuglingsalter wird empfohlen, dass die Stillmahlzeiten spätestens ab Beginn des 7. Monats nach und nach durch Beikost ergänzt werden. Gegen Ende des 1. Lebensjahres geht sie in eine gesunde Kleinkindernährung über, die entsprechend der Entwicklung des Milchgebisses zunehmend zum Kauen anregt.

Entscheidend für gesunde Zähne ist, von Anfang an auf Kariesprävention und eine zahngesunde Ernährung zu achten. Dafür gilt: reichlich Gemüse, Obst und Vollkornprodukte in kindgerechter Form, Süßes nur sparsam. Auch Getränke sind am besten ungesüßt und sollten von Anfang an aus dem offenen Becher oder der Tasse getrunken werden. Das beugt dem Dauernuckeln vor. Essenspausen zwischen den Mahlzeiten bleiben für die Gesundheit der Zähne weiterhin wichtig. Dazu kommt die passende Fluoridanwendung und Zahnpflege ab dem ersten Zahn.

Empfehlungen zur Kariesprävention des Netzwerks Gesund ins Leben:


www.gesund-ins-leben.de/fuer-fachkreise/handlungsempfehlungen/kariespraevention/empfehlungen/ 

Quelle: Netzwerk Gesund ins Leben, Pressemeldung vom 02.02.2022

Lesen Sie hierzu auch den Beitrag „Zahngesundheit und Ernährung“ in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 2/2022 ab Seite M74 und die Kurzmeldung „Zähne von Geburt an mit Fluorid schützen“ in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 6/2021 ab Seite M313.






Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 3/2022 auf Seite M132.


Stillen ist förderlich für die Gesundheit von Mutter und Kind. Muttermilch enthält aber auch Milchzucker und damit Nahrung für Kariesbakterien. Was heißt das für das Stillen, wenn die ersten Milchzähne kommen? Und was können Eltern zum Schutz der Kinderzähne tun?


Wie lange gestillt wird, ist eine Entscheidung von Mutter und Kind. Karies wird auch bei einer längeren Stilldauer nicht prinzipiell gefördert, das Risiko dafür nimmt aber zu. Neuere Studien zeigen, dass Karies bei längerer Stilldauer häufiger auftritt – unabhängig von der sonstigen Zuckeraufnahme. Daraus kann man zwar nicht folgern, dass eine längere Stilldauer oder nächtliches Stillen generell kariesfördernd sind. Jedoch kann die Häufigkeit von Karies bei einer Stilldauer von mehr als 12 Monaten, im Zusammenspiel mit anderen kariesbegünstigenden Faktoren, zunehmen. Umso wichtiger ist es, Eltern schon vor dem Durchbruch des ersten Zahns über eine sichere und wirksame Kariesvorsorge zu informieren.

Bei der Entstehung von Karies spielen viele Faktoren eine Rolle: Dazu gehören die Bakterienbesiedelung der Zähne, die Menge und Art der zuckerhaltigen Lebensmittel und v. a. wie oft diese konsumiert werden.

Muttermilch enthält Laktose, die die Kariesbakterien in der Mundhöhle verwerten können. Die dabei entstehenden Säuren führen dazu, dass der Zahnschmelz Mineralstoffe verliert, was Karies verursachen kann. Pausen zwischen den (Still-) Mahlzeiten sind deswegen so wichtig, weil in diesen Zeiten der Zahnschmelz wieder mineralisiert werden kann.

Wenn das Kind nach Bedarf gestillt wird, entwickeln Säuglinge ihren eigenen Stillrhythmus. Das Kind signalisiert, wenn es Hunger hat und gestillt werden möchte, und wann es satt ist. Nicht jede Unruhe des Kindes ist jedoch ein Signal fürs Stillen. Dauernuckeln und damit eine ständige Umspülung der Zähne mit zuckerhaltiger Flüssigkeit lässt das Risiko für Karies steigen.

Auch eine gesunde Ernährung ist wichtig für die Kariesprävention. Im Säuglingsalter wird empfohlen, dass die Stillmahlzeiten spätestens ab Beginn des 7. Monats nach und nach durch Beikost ergänzt werden. Gegen Ende des 1. Lebensjahres geht sie in eine gesunde Kleinkindernährung über, die entsprechend der Entwicklung des Milchgebisses zunehmend zum Kauen anregt.

Entscheidend für gesunde Zähne ist, von Anfang an auf Kariesprävention und eine zahngesunde Ernährung zu achten. Dafür gilt: reichlich Gemüse, Obst und Vollkornprodukte in kindgerechter Form, Süßes nur sparsam. Auch Getränke sind am besten ungesüßt und sollten von Anfang an aus dem offenen Becher oder der Tasse getrunken werden. Das beugt dem Dauernuckeln vor. Essenspausen zwischen den Mahlzeiten bleiben für die Gesundheit der Zähne weiterhin wichtig. Dazu kommt die passende Fluoridanwendung und Zahnpflege ab dem ersten Zahn.

Empfehlungen zur Kariesprävention des Netzwerks Gesund ins Leben:


www.gesund-ins-leben.de/fuer-fachkreise/handlungsempfehlungen/kariespraevention/empfehlungen/ 

Quelle: Netzwerk Gesund ins Leben, Pressemeldung vom 02.02.2022

Lesen Sie hierzu auch den Beitrag „Zahngesundheit und Ernährung“ in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 2/2022 ab Seite M74 und die Kurzmeldung „Zähne von Geburt an mit Fluorid schützen“ in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 6/2021 ab Seite M313.






Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 3/2022 auf Seite M132.


Kariesprävention: Stillen und Karies

Wie lange gestillt wird, ist eine Entscheidung von Mutter und Kind. Karies wird auch bei einer längeren Stilldauer nicht prinzipiell gefördert, das Risiko dafür nimmt aber zu. Neuere Studien zeigen, dass Karies bei längerer Stilldauer häufiger auftritt – unabhängig von der sonstigen Zuckeraufnahme. Daraus kann man zwar nicht folgern, dass eine längere Stilldauer oder nächtliches Stillen generell kariesfördernd sind. Jedoch kann die Häufigkeit von Karies bei einer Stilldauer von mehr als 12 Monaten, im Zusammenspiel mit anderen kariesbegünstigenden Faktoren, zunehmen. Umso wichtiger ist es, Eltern schon vor dem Durchbruch des ersten Zahns über eine sichere und wirksame Kariesvorsorge zu informieren.

Bei der Entstehung von Karies spielen viele Faktoren eine Rolle: Dazu gehören die Bakterienbesiedelung der Zähne, die Menge und Art der zuckerhaltigen Lebensmittel und v. a. wie oft diese konsumiert werden.

Muttermilch enthält Laktose, die die Kariesbakterien in der Mundhöhle verwerten können. Die dabei entstehenden Säuren führen dazu, dass der Zahnschmelz Mineralstoffe verliert, was Karies verursachen kann. Pausen zwischen den (Still-) Mahlzeiten sind deswegen so wichtig, weil in diesen Zeiten der Zahnschmelz wieder mineralisiert werden kann.

Wenn das Kind nach Bedarf gestillt wird, entwickeln Säuglinge ihren eigenen Stillrhythmus. Das Kind signalisiert, wenn es Hunger hat und gestillt werden möchte, und wann es satt ist. Nicht jede Unruhe des Kindes ist jedoch ein Signal fürs Stillen. Dauernuckeln und damit eine ständige Umspülung der Zähne mit zuckerhaltiger Flüssigkeit lässt das Risiko für Karies steigen.

Auch eine gesunde Ernährung ist wichtig für die Kariesprävention. Im Säuglingsalter wird empfohlen, dass die Stillmahlzeiten spätestens ab Beginn des 7. Monats nach und nach durch Beikost ergänzt werden. Gegen Ende des 1. Lebensjahres geht sie in eine gesunde Kleinkindernährung über, die entsprechend der Entwicklung des Milchgebisses zunehmend zum Kauen anregt.

Entscheidend für gesunde Zähne ist, von Anfang an auf Kariesprävention und eine zahngesunde Ernährung zu achten. Dafür gilt: reichlich Gemüse, Obst und Vollkornprodukte in kindgerechter Form, Süßes nur sparsam. Auch Getränke sind am besten ungesüßt und sollten von Anfang an aus dem offenen Becher oder der Tasse getrunken werden. Das beugt dem Dauernuckeln vor. Essenspausen zwischen den Mahlzeiten bleiben für die Gesundheit der Zähne weiterhin wichtig. Dazu kommt die passende Fluoridanwendung und Zahnpflege ab dem ersten Zahn.

Empfehlungen zur Kariesprävention des Netzwerks Gesund ins Leben:

www.gesund-ins-leben.de/fuer-fachkreise/handlungsempfehlungen/kariespraevention/empfehlungen/ 

Quelle: Netzwerk Gesund ins Leben, Pressemeldung vom 02.02.2022

Lesen Sie hierzu auch den Beitrag „Zahngesundheit und Ernährung“ in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 2/2022 ab Seite M74 und die Kurzmeldung „Zähne von Geburt an mit Fluorid schützen“ in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 6/2021 ab Seite M313.


Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 3/2022 auf Seite M132.

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Veröffentlicht: 14.03.2022

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