Im Sommer 2021 wiederholte das Team die Umfrage und wertete die Daten von mehr als 900 Studierenden aus, wovon die meisten zwischen 21 und 26 Jahre alt waren. Dabei interessierten sich die Forschenden v. a. für die Lebensstilfaktoren Ernährung, Bewegung, Sport, Alkohol- und Tabakkonsum sowie die psychischen Belastungen.

Insgesamt zeigten die Daten eine Fortsetzung des Trends von 2020: „Es gibt offensichtlich sehr unterschiedliche Strategien, wie Studierende auf die Pandemie-Maßnahmen reagieren“, fasst Prof. Ströbele-Benschop zusammen. „Die einen scheinen die Umstände zu ihrem Positiven nutzen und Ernährung sowie Bewegung bewusster in den Alltag integrieren zu können. Bei anderen scheinen hingegen die täglichen Sorgen und der Verlust von Strukturen zu weiteren negativen Auswirkungen zu führen.“

Gestiegene Besorgnis


Im Vergleich zu der Umfrage von 2020 ist die Besorgnis der Studierenden um die eigene körperliche und psychische Gesundheit gestiegen. Dabei gehe die gestiegene Besorgnis einher mit einer schlechteren Schlafqualität, weniger Sport und genereller Bewegung, den deutlich selteneren gemeinsamen Essen mit Freunden, aber auch einem höheren Verzehr von Süßigkeiten.

Gemüse, Salat, Fleischalternativen


Bereits die im Jahr 2020 durchgeführte Umfrage zeigte, dass der Lockdown bei einem Teil der Studierenden zu positiven Veränderungen ihres Lebensstils führte: Sie bereiteten ihre Mahlzeiten öfter selbst frisch zu und probierten häufiger neue Rezepte aus. Auch 2021 verbrachte über die Hälfte der Studierenden mehr Zeit beim Kochen mit frischen Zutaten, allerdings nahmen die Bestellungen bei Lieferdiensten fast genauso häufig zu.

Die Studierenden verzehrten vermehrt Obst und Gemüse und reduzierten ihren Fleischkonsum noch weiter. Stattdessen kamen häufiger Fleischalternativen auf den Tisch. Prof. Ströbele-Benschop schränkt jedoch ein: „Wie stark bei den Veränderungen des Lebensmittelverzehrs die Pandemie einen Einfluss hatte, kann durch die Umfrage nicht gesagt werden. Zum Beispiel sinkt in der Bevölkerung der Fleischverzehr generell und Fleischalternativen werden immer beliebter.“

Gewichtsveränderungen und Sport


Die Gewichtsveränderungen sind seit Beginn der Pandemie gleichgeblieben: Wie schon in der vorhergehenden Befragung gaben ca. 24 % an, dass sie abgenommen hätten, 27 % berichteten über eine Gewichtszunahme und 49 % über keine Veränderung. Hatten bei vielen Studierenden im ersten Lockdown noch sportliche Aktivitäten an Bedeutung gewonnen, zeigen die aktuellen Daten jedoch, dass ein größerer Prozentanteil der Studierenden im Jahr 2021 weniger Sport getrieben hat als vor der Pandemie: Ihr Anteil stieg von etwas über 27 % im Jahr 2020 auf jetzt 39 %.

Quelle: Universität Hohenheim, Pressemeldung vom 10.03.2022




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 4/2022 auf Seite M184.


Welche Auswirkungen hatte das Wegfallen von universitären Veranstaltungen und gemeinsamen Aktivitäten mit den StudienkollegInnen auf das Leben von StudentInnen während der Corona-Pandemie? Dieser Frage ging das Team von Prof. Nanette Ströbele-Benschop, Ph.D. vom Institut für Ernährungsmedizin, erstmals im Sommer 2020 in einer Online- Umfrage unter den Studierenden der Universität Hohenheim nach.


Im Sommer 2021 wiederholte das Team die Umfrage und wertete die Daten von mehr als 900 Studierenden aus, wovon die meisten zwischen 21 und 26 Jahre alt waren. Dabei interessierten sich die Forschenden v. a. für die Lebensstilfaktoren Ernährung, Bewegung, Sport, Alkohol- und Tabakkonsum sowie die psychischen Belastungen.

Insgesamt zeigten die Daten eine Fortsetzung des Trends von 2020: „Es gibt offensichtlich sehr unterschiedliche Strategien, wie Studierende auf die Pandemie-Maßnahmen reagieren“, fasst Prof. Ströbele-Benschop zusammen. „Die einen scheinen die Umstände zu ihrem Positiven nutzen und Ernährung sowie Bewegung bewusster in den Alltag integrieren zu können. Bei anderen scheinen hingegen die täglichen Sorgen und der Verlust von Strukturen zu weiteren negativen Auswirkungen zu führen.“

Gestiegene Besorgnis


Im Vergleich zu der Umfrage von 2020 ist die Besorgnis der Studierenden um die eigene körperliche und psychische Gesundheit gestiegen. Dabei gehe die gestiegene Besorgnis einher mit einer schlechteren Schlafqualität, weniger Sport und genereller Bewegung, den deutlich selteneren gemeinsamen Essen mit Freunden, aber auch einem höheren Verzehr von Süßigkeiten.

Gemüse, Salat, Fleischalternativen


Bereits die im Jahr 2020 durchgeführte Umfrage zeigte, dass der Lockdown bei einem Teil der Studierenden zu positiven Veränderungen ihres Lebensstils führte: Sie bereiteten ihre Mahlzeiten öfter selbst frisch zu und probierten häufiger neue Rezepte aus. Auch 2021 verbrachte über die Hälfte der Studierenden mehr Zeit beim Kochen mit frischen Zutaten, allerdings nahmen die Bestellungen bei Lieferdiensten fast genauso häufig zu.

Die Studierenden verzehrten vermehrt Obst und Gemüse und reduzierten ihren Fleischkonsum noch weiter. Stattdessen kamen häufiger Fleischalternativen auf den Tisch. Prof. Ströbele-Benschop schränkt jedoch ein: „Wie stark bei den Veränderungen des Lebensmittelverzehrs die Pandemie einen Einfluss hatte, kann durch die Umfrage nicht gesagt werden. Zum Beispiel sinkt in der Bevölkerung der Fleischverzehr generell und Fleischalternativen werden immer beliebter.“

Gewichtsveränderungen und Sport


Die Gewichtsveränderungen sind seit Beginn der Pandemie gleichgeblieben: Wie schon in der vorhergehenden Befragung gaben ca. 24 % an, dass sie abgenommen hätten, 27 % berichteten über eine Gewichtszunahme und 49 % über keine Veränderung. Hatten bei vielen Studierenden im ersten Lockdown noch sportliche Aktivitäten an Bedeutung gewonnen, zeigen die aktuellen Daten jedoch, dass ein größerer Prozentanteil der Studierenden im Jahr 2021 weniger Sport getrieben hat als vor der Pandemie: Ihr Anteil stieg von etwas über 27 % im Jahr 2020 auf jetzt 39 %.

Quelle: Universität Hohenheim, Pressemeldung vom 10.03.2022




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 4/2022 auf Seite M184.


Corona-Pandemie: Studierende ändern gesundheitsbezogenes Verhalten

Im Sommer 2021 wiederholte das Team die Umfrage und wertete die Daten von mehr als 900 Studierenden aus, wovon die meisten zwischen 21 und 26 Jahre alt waren. Dabei interessierten sich die Forschenden v. a. für die Lebensstilfaktoren Ernährung, Bewegung, Sport, Alkohol- und Tabakkonsum sowie die psychischen Belastungen.

Insgesamt zeigten die Daten eine Fortsetzung des Trends von 2020: „Es gibt offensichtlich sehr unterschiedliche Strategien, wie Studierende auf die Pandemie-Maßnahmen reagieren“, fasst Prof. Ströbele-Benschop zusammen. „Die einen scheinen die Umstände zu ihrem Positiven nutzen und Ernährung sowie Bewegung bewusster in den Alltag integrieren zu können. Bei anderen scheinen hingegen die täglichen Sorgen und der Verlust von Strukturen zu weiteren negativen Auswirkungen zu führen.“

Gestiegene Besorgnis

Im Vergleich zu der Umfrage von 2020 ist die Besorgnis der Studierenden um die eigene körperliche und psychische Gesundheit gestiegen. Dabei gehe die gestiegene Besorgnis einher mit einer schlechteren Schlafqualität, weniger Sport und genereller Bewegung, den deutlich selteneren gemeinsamen Essen mit Freunden, aber auch einem höheren Verzehr von Süßigkeiten.

Gemüse, Salat, Fleischalternativen

Bereits die im Jahr 2020 durchgeführte Umfrage zeigte, dass der Lockdown bei einem Teil der Studierenden zu positiven Veränderungen ihres Lebensstils führte: Sie bereiteten ihre Mahlzeiten öfter selbst frisch zu und probierten häufiger neue Rezepte aus. Auch 2021 verbrachte über die Hälfte der Studierenden mehr Zeit beim Kochen mit frischen Zutaten, allerdings nahmen die Bestellungen bei Lieferdiensten fast genauso häufig zu.

Die Studierenden verzehrten vermehrt Obst und Gemüse und reduzierten ihren Fleischkonsum noch weiter. Stattdessen kamen häufiger Fleischalternativen auf den Tisch. Prof. Ströbele-Benschop schränkt jedoch ein: „Wie stark bei den Veränderungen des Lebensmittelverzehrs die Pandemie einen Einfluss hatte, kann durch die Umfrage nicht gesagt werden. Zum Beispiel sinkt in der Bevölkerung der Fleischverzehr generell und Fleischalternativen werden immer beliebter.“

Gewichtsveränderungen und Sport

Die Gewichtsveränderungen sind seit Beginn der Pandemie gleichgeblieben: Wie schon in der vorhergehenden Befragung gaben ca. 24 % an, dass sie abgenommen hätten, 27 % berichteten über eine Gewichtszunahme und 49 % über keine Veränderung. Hatten bei vielen Studierenden im ersten Lockdown noch sportliche Aktivitäten an Bedeutung gewonnen, zeigen die aktuellen Daten jedoch, dass ein größerer Prozentanteil der Studierenden im Jahr 2021 weniger Sport getrieben hat als vor der Pandemie: Ihr Anteil stieg von etwas über 27 % im Jahr 2020 auf jetzt 39 %.

Quelle: Universität Hohenheim, Pressemeldung vom 10.03.2022


Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 4/2022 auf Seite M184.

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Veröffentlicht: 12.04.2022

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