Langfristigen negativen gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie muss mittels gezielter Maßnahmen zur <br /><br />
Gesundheitsförderung entgegengewirkt werden. © Digital Vision./Photodisc/Getty Images Plus

Langfristigen negativen gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie muss mittels gezielter Maßnahmen zur

Gesundheitsförderung entgegengewirkt werden. © Digital Vision./Photodisc/Getty Images Plus





Die Ergebnisse zeigen, dass Familien aufgrund von Homeoffice und Homeschooling mehr Zeit zu Hause verbringen und dabei mehr auf die Auswahl von Lebensmitteln und Getränken achten. Rund 30 % der Familien gaben an, mehr zu Hause zu kochen. 14 % ernährten sich „gesünder“ als vor der Pandemie: Die Kinder aßen mehr Gemüse (14 %) und Obst (20 %), aber weniger Fleisch und Wurstwaren (13 %).

Gleichzeitig nahm aber auch der Konsum von salzigen Knabbereien (18 %), Süßigkeiten (20 %) und Softdrinks (18 %) zu, v. a. bei über 10-Jährigen und Jungen. Folglich hatten rund 9 % der Kinder seit Beginn der Corona-Pandemie an Gewicht zugelegt. Besonders in sozial benachteiligten Familien war das Risiko für eine Gewichtszunahme mehr als doppelt so groß. Generell nahmen Schulkinder häufiger zu als Mädchen und Jungen im Vorschulalter. Bei den 10- bis 12-Jährigen lag der Anteil bei 19 %, wobei deutlich mehr Jungen (24 %) als Mädchen (13 %) betroffen waren.

Rund 38 % der Kinder bewegten sich weniger, bei den 10- bis 14-Jährigen waren es sogar 60 %. Langeweile, Stress und soziale Isolation können dazu führen, dass Kinder mehr energiereiche Snacks und Softdrinks konsumieren und mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen.

Nach Ansicht der WissenschaftlerInnen ist es notwendig, v. a. Risikogruppen gezielt mit Maßnahmen zur Gesundheitsförderung zu unterstützen, die alle Kinder erreichen können, um langfristigen negativen gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie entgegenzuwirken.

Literatur

Koletzko B, Holzapfel C, Schneider U, Hauner H: Lifestyle and body weight consequences of the COVID- 19 pandemic in children: increasing disparity. Ann Nutr Metab 2021; DOI: 10.1159/000514186.

Quelle: BZfE, Pressemeldung vom 10.02.2021




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 6/2021 auf Seite M311.


Während der Corona-Pandemie essen Kinder anders. Dies zeigt eine Umfrage des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin (EKFZ) an der Technischen Universität München (TUM). Gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa befragten die WissenschaftlerInnen im September 2020 1 000 Elternteile von Kindern bis 14 Jahre zu ihren aktuellen Lebensgewohnheiten.




Langfristigen negativen gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie muss mittels gezielter Maßnahmen zur <br /><br />
Gesundheitsförderung entgegengewirkt werden. © Digital Vision./Photodisc/Getty Images Plus

Langfristigen negativen gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie muss mittels gezielter Maßnahmen zur

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Die Ergebnisse zeigen, dass Familien aufgrund von Homeoffice und Homeschooling mehr Zeit zu Hause verbringen und dabei mehr auf die Auswahl von Lebensmitteln und Getränken achten. Rund 30 % der Familien gaben an, mehr zu Hause zu kochen. 14 % ernährten sich „gesünder“ als vor der Pandemie: Die Kinder aßen mehr Gemüse (14 %) und Obst (20 %), aber weniger Fleisch und Wurstwaren (13 %).

Gleichzeitig nahm aber auch der Konsum von salzigen Knabbereien (18 %), Süßigkeiten (20 %) und Softdrinks (18 %) zu, v. a. bei über 10-Jährigen und Jungen. Folglich hatten rund 9 % der Kinder seit Beginn der Corona-Pandemie an Gewicht zugelegt. Besonders in sozial benachteiligten Familien war das Risiko für eine Gewichtszunahme mehr als doppelt so groß. Generell nahmen Schulkinder häufiger zu als Mädchen und Jungen im Vorschulalter. Bei den 10- bis 12-Jährigen lag der Anteil bei 19 %, wobei deutlich mehr Jungen (24 %) als Mädchen (13 %) betroffen waren.

Rund 38 % der Kinder bewegten sich weniger, bei den 10- bis 14-Jährigen waren es sogar 60 %. Langeweile, Stress und soziale Isolation können dazu führen, dass Kinder mehr energiereiche Snacks und Softdrinks konsumieren und mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen.

Nach Ansicht der WissenschaftlerInnen ist es notwendig, v. a. Risikogruppen gezielt mit Maßnahmen zur Gesundheitsförderung zu unterstützen, die alle Kinder erreichen können, um langfristigen negativen gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie entgegenzuwirken.

Literatur

Koletzko B, Holzapfel C, Schneider U, Hauner H: Lifestyle and body weight consequences of the COVID- 19 pandemic in children: increasing disparity. Ann Nutr Metab 2021; DOI: 10.1159/000514186.

Quelle: BZfE, Pressemeldung vom 10.02.2021




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 6/2021 auf Seite M311.


Corona-Pandemie: Übergewichtsrisiko bei Kindern steigt

Langfristigen negativen gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie muss mittels gezielter Maßnahmen zur 


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Gesundheitsförderung entgegengewirkt werden. © Digital Vision./Photodisc/Getty Images Plus

Die Ergebnisse zeigen, dass Familien aufgrund von Homeoffice und Homeschooling mehr Zeit zu Hause verbringen und dabei mehr auf die Auswahl von Lebensmitteln und Getränken achten. Rund 30 % der Familien gaben an, mehr zu Hause zu kochen. 14 % ernährten sich „gesünder“ als vor der Pandemie: Die Kinder aßen mehr Gemüse (14 %) und Obst (20 %), aber weniger Fleisch und Wurstwaren (13 %).

Gleichzeitig nahm aber auch der Konsum von salzigen Knabbereien (18 %), Süßigkeiten (20 %) und Softdrinks (18 %) zu, v. a. bei über 10-Jährigen und Jungen. Folglich hatten rund 9 % der Kinder seit Beginn der Corona-Pandemie an Gewicht zugelegt. Besonders in sozial benachteiligten Familien war das Risiko für eine Gewichtszunahme mehr als doppelt so groß. Generell nahmen Schulkinder häufiger zu als Mädchen und Jungen im Vorschulalter. Bei den 10- bis 12-Jährigen lag der Anteil bei 19 %, wobei deutlich mehr Jungen (24 %) als Mädchen (13 %) betroffen waren.

Rund 38 % der Kinder bewegten sich weniger, bei den 10- bis 14-Jährigen waren es sogar 60 %. Langeweile, Stress und soziale Isolation können dazu führen, dass Kinder mehr energiereiche Snacks und Softdrinks konsumieren und mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen.

Nach Ansicht der WissenschaftlerInnen ist es notwendig, v. a. Risikogruppen gezielt mit Maßnahmen zur Gesundheitsförderung zu unterstützen, die alle Kinder erreichen können, um langfristigen negativen gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie entgegenzuwirken.

Literatur

Koletzko B, Holzapfel C, Schneider U, Hauner H: Lifestyle and body weight consequences of the COVID- 19 pandemic in children: increasing disparity. Ann Nutr Metab 2021; DOI: 10.1159/000514186.

Quelle: BZfE, Pressemeldung vom 10.02.2021


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Veröffentlicht: 15.06.2021

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