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Die PKU tritt mit unterschiedlicher Prävalenz innerhalb Europas (1:3 000–1:30 000) auf und beträgt in Deutschland 1:8 553 [3]. Wie die meisten anderen angeborenen Stoffwechselerkrankungen wird auch die PKU autosomal-rezessiv vererbt. In der humangenetischen Onlinedatenbank (Online Mendelian Inheritance in Man) ist die PKU unter der Nummer OMIM 261600 registriert.
Ursache der Erkrankung sind Mutationen im für die Phenylalaninhydroxylase kodierenden Gen [2]. Bisher wurden mehr als 500 Mutationen (www.pahdb.mcgill.ca) beschrieben, die eine eingeschränkte oder fehlende Aktivität des hauptsächlich in der Leber exprimierten Enzyms Phenylalaninhydroxylase hervorrufen. Aufgrund dieser verminderten Enzymaktivität kann die unentbehrliche Aminosäure Phenylalanin (Phe) nicht ausreichend zu Tyrosin metabolisiert werden. Dies bewirkt einen Anstieg der Phe-Konzentration im Blut und allen anderen Körperflüssigkeiten (• Abbildung 1).