Online News: Orales Semaglutid: Abnehmtablette statt Spritze
Seit dem 1. September ist Semaglutid zur Behandlung von Adipositas in Deutschland auch als Tablette erhältlich, eine Alternative zur bislang üblichen wöchentlichen Injektion …
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Der digitalen Revolution im effektiven Kindermarketing stehen bislang wirkungs- und sanktionslose, partielle Selbstverpflichtungen der Industrie gegenüber [5, 9, 11, 13]. Massive Lobbyeinflüsse der Ernährungswirtschaft und das Mittragen freiwilliger Selbstverpflichtungen der Industrie seitens der Politik verhindern eine effektive Unterbindung des gesundheitsgefährdenden Kindermarketings. Die Frage, wie die Politik Heranwachsende besser vor der umfassenden Verführung zu ungesundem Konsum auf Kosten ihrer Gesundheit schützen und wie sie trotz massiver Widerstände dazu bewegt werden kann, unethisches Kindermarketing zu unterbinden, ist ein zentrales Anliegen von Public Health (Nutrition).
„Marketing“ ist ein Sammelbegriff für „jede Form von kommerzieller Kommunikation oder Botschaft, die darauf ausgerichtet ist oder die Wirkung hat, die Wahrnehmung, Attraktivität und/oder den Konsum spezieller Produkte und Dienstleistungen zu erhöhen“ (WHO, [14]). Effertz definiert „Kindermarketing“ als „die Gesamtheit der direkten, auf Kinder zugeschnittenen Ansprachemaßnahmen des Marketings der Lebensmittelindustrie, die nicht nur auf Werbung im klassischen Sinn abstellt“ [5]. Diese Definition bildet im digitalen Zeitalter jedoch nur einen Teil des gesamten Marketingdrucks für ungesunde Lebensmittel ab, der auf Heranwachsende einwirkt [4, 7], z. B. werden Werbeeinblendungen auf YouTube und im Fernsehen von einem gemischten Publikum gesehen.