Der Deutsche Fußballbund (DFB) steht bezüglich seiner Werbepartner in der Kritik: Das Unternehmen Coca-Cola ist Hauptsponsor der Europameisterschaft 2016, der Süßwarenhersteller Ferrero und der Fast-Food-Konzern McDonald‘s zählen zu weiteren DFB-Kooperationspartnern während der EM.


„Der DFB sollte sein Sponsoring- Konzept überdenken, um seiner Vorbildfunktion und gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden“, fordert Prof. Dr. Baptist Gallwitz, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Auch die Verbraucherschutzorganisation foodwatch e. V. kritisiert die Kampagne mit Coca-Cola als an Kinder gerichtete Werbung. In einem Schreiben an foodwatch rechtfertigt der DFB diese Partnerschaft: Für die Zunahme des Übergewichts bei Kindern sei „nicht die Bevorzugung von süßen oder salzigen Lebensmitteln und Getränken“ verantwortlich.

Der DDG liegt eine Antwort des DFB vor, in welcher dieser um Verständnis für die Notwendigkeit wirtschaftlicher Unterstützung durch Sponsoren und Partner wirbt und dann feststellt: „Die (…) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb des DFB sowie die Repräsentanten (…) sind sich ihrer Vorbildfunktion vor allem für Kinder und jugendliche Fußballanhänger (…) bewusst und nehmen diese sehr ernst.“

Diese Aussage zieht die DDG in Zweifel. „Die Signale, die von den aktuellen Werbebotschaften des DFB ausgehen, sind nicht vorbildlich, sondern gesundheitsgefährdend“, so Dr. Dietrich Garlichs, DDG-Geschäftsführer. Laut foodwatch e. V. verstößt der DFB mit der Coca-Cola-Kampagne sogar gegen seine eigene Satzung. Darin verpflichte sich der Verband zur „Förderung gesunder Ernährung (…) als gesundheitliche Prävention“.

=> Lesen Sie zu diesem Thema auch „Zu guter Letzt“ in diesem Heft auf S. M436.

Quellen:

- Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Pressemeldung vom 06.06.2016

- foodwatch e. V., Pressemeldung vom 06.06.2016





Den Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 07/16 auf Seite M382.




Der Deutsche Fußballbund (DFB) steht bezüglich seiner Werbepartner in der Kritik: Das Unternehmen Coca-Cola ist Hauptsponsor der Europameisterschaft 2016, der Süßwarenhersteller Ferrero und der Fast-Food-Konzern McDonald‘s zählen zu weiteren DFB-Kooperationspartnern während der EM.


„Der DFB sollte sein Sponsoring- Konzept überdenken, um seiner Vorbildfunktion und gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden“, fordert Prof. Dr. Baptist Gallwitz, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Auch die Verbraucherschutzorganisation foodwatch e. V. kritisiert die Kampagne mit Coca-Cola als an Kinder gerichtete Werbung. In einem Schreiben an foodwatch rechtfertigt der DFB diese Partnerschaft: Für die Zunahme des Übergewichts bei Kindern sei „nicht die Bevorzugung von süßen oder salzigen Lebensmitteln und Getränken“ verantwortlich.

Der DDG liegt eine Antwort des DFB vor, in welcher dieser um Verständnis für die Notwendigkeit wirtschaftlicher Unterstützung durch Sponsoren und Partner wirbt und dann feststellt: „Die (…) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb des DFB sowie die Repräsentanten (…) sind sich ihrer Vorbildfunktion vor allem für Kinder und jugendliche Fußballanhänger (…) bewusst und nehmen diese sehr ernst.“

Diese Aussage zieht die DDG in Zweifel. „Die Signale, die von den aktuellen Werbebotschaften des DFB ausgehen, sind nicht vorbildlich, sondern gesundheitsgefährdend“, so Dr. Dietrich Garlichs, DDG-Geschäftsführer. Laut foodwatch e. V. verstößt der DFB mit der Coca-Cola-Kampagne sogar gegen seine eigene Satzung. Darin verpflichte sich der Verband zur „Förderung gesunder Ernährung (…) als gesundheitliche Prävention“.

=> Lesen Sie zu diesem Thema auch „Zu guter Letzt“ in diesem Heft auf S. M436.

Quellen:

- Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Pressemeldung vom 06.06.2016

- foodwatch e. V., Pressemeldung vom 06.06.2016





Den Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 07/16 auf Seite M382.


Verbraucherschutz: DFB in Kritik – Werbepartnerschaften mit Coca-Cola, Ferrero und McDonald’s

Der Deutsche Fußballbund (DFB) steht bezüglich seiner Werbepartner in der Kritik: Das Unternehmen Coca-Cola ist Hauptsponsor der Europameisterschaft 2016, der Süßwarenhersteller Ferrero und der Fast-Food-Konzern McDonald‘s zählen zu weiteren DFB-Kooperationspartnern während der EM.

„Der DFB sollte sein Sponsoring- Konzept überdenken, um seiner Vorbildfunktion und gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden“, fordert Prof. Dr. Baptist Gallwitz, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Auch die Verbraucherschutzorganisation foodwatch e. V. kritisiert die Kampagne mit Coca-Cola als an Kinder gerichtete Werbung. In einem Schreiben an foodwatch rechtfertigt der DFB diese Partnerschaft: Für die Zunahme des Übergewichts bei Kindern sei „nicht die Bevorzugung von süßen oder salzigen Lebensmitteln und Getränken“ verantwortlich.

Der DDG liegt eine Antwort des DFB vor, in welcher dieser um Verständnis für die Notwendigkeit wirtschaftlicher Unterstützung durch Sponsoren und Partner wirbt und dann feststellt: „Die (…) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb des DFB sowie die Repräsentanten (…) sind sich ihrer Vorbildfunktion vor allem für Kinder und jugendliche Fußballanhänger (…) bewusst und nehmen diese sehr ernst.“

Diese Aussage zieht die DDG in Zweifel. „Die Signale, die von den aktuellen Werbebotschaften des DFB ausgehen, sind nicht vorbildlich, sondern gesundheitsgefährdend“, so Dr. Dietrich Garlichs, DDG-Geschäftsführer. Laut foodwatch e. V. verstößt der DFB mit der Coca-Cola-Kampagne sogar gegen seine eigene Satzung. Darin verpflichte sich der Verband zur „Förderung gesunder Ernährung (…) als gesundheitliche Prävention“.

=> Lesen Sie zu diesem Thema auch „Zu guter Letzt“ in diesem Heft auf S. M436.

Quellen:

– Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Pressemeldung vom 06.06.2016

– foodwatch e. V., Pressemeldung vom 06.06.2016


Den Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 07/16 auf Seite M382.

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Veröffentlicht: 14.07.2016

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