Keine Ergebnisse gefunden
Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.

Zahlreiche Studien stellen einen erhöhten Nahrungsmittelkonsum fest, nachdem Kinder Werbung gesehen haben.



Zahlreiche Studien stellen einen erhöhten Nahrungsmittelkonsum fest, nachdem Kinder Werbung gesehen haben.

Zahlreiche Studien stellen einen erhöhten Nahrungsmittelkonsum fest, nachdem Kinder Werbung gesehen haben.
160 Kinder eines Feriencamps wurden zufällig in vier Gruppen eingeteilt. Gruppe 1 sah täglich einen 10-minütigen Film mit Werbeunterbrechungen für ungesunde Produkte wie Frühstücksflocken, ein Burger-Menü oder Schokoladencreme. Gruppe 2 spielte zusätzlich ein kurzes Computerspiel mit ähnlicher Werbung. Gruppe 3 und 4 erhielten dieselbe Intervention, sahen aber Werbung für andere Produkte (Non-Food). Gemessen wurde, wie viel die Kinder bei Frühstück und Mittagessen sowie in einer Snackpause direkt nach dem Film/Spiel essen.
Kinder, die in TV und Computerspiel Werbung für ungesunde Produkte sahen, aßen am Tag durchschnittlich 46 kcal mehr als die Kinder der Kontrollgruppen. Besonders ausgeprägt war der Effekt bei bereits übergewichtigen Kindern – sie aßen 95 kcal mehr. Dabei wurden nicht einmal die beworbenen Produkte angeboten: Die Werbung verführte die Kinder offenbar generell dazu, mehr zu essen. Bietet man den Kindern genau den beworbenen Snack an, fällt der Effekt noch dramatischer aus – das zeigt eine Studie aus den USA mit 60 Vorschulkindern [2]. Sie konsumierten mit Snack-Werbung 30 % mehr Energie als ohne. Die Studien bestätigen die Befunde vieler anderer Untersuchungen. „Wissenschaftlich ist hinreichend erwiesen, wie schädlich Snack-Werbung für Kinder ist“, sagt Prof. Dr. med. Hans Hauner, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Diabetes Stiftung, „es ist deshalb nicht zu erklären, dass wir das als Gesellschaft immer noch zulassen.“ Die DANK (Deutsche Allianz nichtübertragbare Krankheiten) fordert die Bundesregierung auf, Werbung für ungesunde Produkte für Kinder generell zu verbieten.
Umgekehrt, auch das zeigen Studien, kann der Lebensmittelkonsum durch verständlichere Nährwertinformationen auch positiv beeinflusst werden. Die Experten begrüßen daher die Ankündigung des Herstellers Danone, ab 2019 das fünfstufige Ampelsystem Nutri-Score auch in Deutschland einzuführen. Studien in Online- und realen Supermärkten haben gezeigt, dass sich dadurch die Nährwertqualität des eingekauften Warenkorbs um 6–9 % verbessert [3] – auch bei Personen mit geringem Einkommen. Die DANK fordert ein verpflichtendes Ampelsystem in Deutschland. Dies wird, ebenso wie ein Verbot von an Kinder gerichtetem Marketing für dickmachende Produkte, auch von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen.
Literatur:
Quelle: Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK), Pressemeldung vom 12.07.2018