Bedeutung des Sozialraums für die Gesundheitsförderung

Angela Häußler, Gießen

Peer-Review-Verfahren | Eingegangen: 11.10.2011 | Akzeptiert: 19.01.2012

Die steigenden Adipositasraten werden nicht zuletzt auf die Lebensbedingungen in Wohlstands- und Konsumgesellschaften zurückgeführt. Allerdings zeigen diese gesellschaftlichen Einflüsse in verschiedenen sozialen Milieus nicht die gleiche adipogene Wirkung. Das direkte Lebensumfeld, der Sozialraum, wird daher als viel versprechender Ansatzpunkt für Verhältnisprävention angesehen. Welche Möglichkeiten für Präventionsmaßnahmen bieten sich im direkten Wohnumfeld, in Kitas, Schulen und Familien?

Die Ursachen für Adipositas und Übergewicht sind sehr komplex und können nicht nur auf individuelles Verhalten zurückgeführt werden. In Konsum- und Wohlstandgesellschaften wird dem adipogenen Charakter der Lebensumwelt ein wesentlicher Anteil an diesem Problem zugesprochen. Ausgehend von den Orten der alltäglichen Lebensgestaltung und Ernährungsversorgung sind das Wohnumfeld, Kita, Schule und die Familie wichtige Orte für verhältnispräventive Maßnahmen, z. B. durch das Angebot einer gesundheitsförderlichen Ernährungsversorgung. Dafür brauchen jedoch alle Institutionen deutlich mehr Ressourcen als ihnen momentan zur Verfügung stehen. Eine langfristig wirksame Gesundheitsförderung erfordert daher wegweisende Entscheidungen der Bildungs-, Familienund Sozialpolitik.

Schlüsselwörter: Verhältnisprävention, Adipositasprävention, Sozialraum, Gesundheitsförderung, Lebenswelt

Preventive measures in an environment that causes obesity
How can the social space promote health?

The causes of obesity and overweight are highly complex and are not simply linked to individual behaviour. In prosperous consumer societies, it is thought that the habitat makes a major contribution to the development of obesity. The place of residence, day care centres, schools and family all influence daily lifestyle and nutrition and could be used as the basis for preventive measures, for example, by offering healthy nutrition. If they are to fulfil this role, all these institutions would require markedly greater resources. For this reason, trend-setting decisions in educational, family and social politics are needed to ensure long-term health support.

Keywords: Preventive measures, obesity prevention, social space, health promotion, habitat

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 05/12 von Seite 258 bis 263.

Erratum
Fehler im Artikel-PDF auf S. 261, Fußnote: Anstatt „krankheitspräventiv“  wird fälschlicherweise der Begriff „gesundheitspräventiv“ verwendet (Maßnahmen, die der Gesundheit vorbeugen).





Bedeutung des Sozialraums für die Gesundheitsförderung

Angela Häußler, Gießen

Peer-Review-Verfahren | Eingegangen: 11.10.2011 | Akzeptiert: 19.01.2012

Die steigenden Adipositasraten werden nicht zuletzt auf die Lebensbedingungen in Wohlstands- und Konsumgesellschaften zurückgeführt. Allerdings zeigen diese gesellschaftlichen Einflüsse in verschiedenen sozialen Milieus nicht die gleiche adipogene Wirkung. Das direkte Lebensumfeld, der Sozialraum, wird daher als viel versprechender Ansatzpunkt für Verhältnisprävention angesehen. Welche Möglichkeiten für Präventionsmaßnahmen bieten sich im direkten Wohnumfeld, in Kitas, Schulen und Familien?

Die Ursachen für Adipositas und Übergewicht sind sehr komplex und können nicht nur auf individuelles Verhalten zurückgeführt werden. In Konsum- und Wohlstandgesellschaften wird dem adipogenen Charakter der Lebensumwelt ein wesentlicher Anteil an diesem Problem zugesprochen. Ausgehend von den Orten der alltäglichen Lebensgestaltung und Ernährungsversorgung sind das Wohnumfeld, Kita, Schule und die Familie wichtige Orte für verhältnispräventive Maßnahmen, z. B. durch das Angebot einer gesundheitsförderlichen Ernährungsversorgung. Dafür brauchen jedoch alle Institutionen deutlich mehr Ressourcen als ihnen momentan zur Verfügung stehen. Eine langfristig wirksame Gesundheitsförderung erfordert daher wegweisende Entscheidungen der Bildungs-, Familienund Sozialpolitik.

Schlüsselwörter: Verhältnisprävention, Adipositasprävention, Sozialraum, Gesundheitsförderung, Lebenswelt

Preventive measures in an environment that causes obesity
How can the social space promote health?

The causes of obesity and overweight are highly complex and are not simply linked to individual behaviour. In prosperous consumer societies, it is thought that the habitat makes a major contribution to the development of obesity. The place of residence, day care centres, schools and family all influence daily lifestyle and nutrition and could be used as the basis for preventive measures, for example, by offering healthy nutrition. If they are to fulfil this role, all these institutions would require markedly greater resources. For this reason, trend-setting decisions in educational, family and social politics are needed to ensure long-term health support.

Keywords: Preventive measures, obesity prevention, social space, health promotion, habitat

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 05/12 von Seite 258 bis 263.

Erratum
Fehler im Artikel-PDF auf S. 261, Fußnote: Anstatt „krankheitspräventiv“  wird fälschlicherweise der Begriff „gesundheitspräventiv“ verwendet (Maßnahmen, die der Gesundheit vorbeugen).



Verhältnisprävention in einer adipogenen Umwelt

Bedeutung des Sozialraums für die Gesundheitsförderung

Angela Häußler, Gießen

Peer-Review-Verfahren | Eingegangen: 11.10.2011 | Akzeptiert: 19.01.2012

Die steigenden Adipositasraten werden nicht zuletzt auf die Lebensbedingungen in Wohlstands- und Konsumgesellschaften zurückgeführt. Allerdings zeigen diese gesellschaftlichen Einflüsse in verschiedenen sozialen Milieus nicht die gleiche adipogene Wirkung. Das direkte Lebensumfeld, der Sozialraum, wird daher als viel versprechender Ansatzpunkt für Verhältnisprävention angesehen. Welche Möglichkeiten für Präventionsmaßnahmen bieten sich im direkten Wohnumfeld, in Kitas, Schulen und Familien?

Die Ursachen für Adipositas und Übergewicht sind sehr komplex und können nicht nur auf individuelles Verhalten zurückgeführt werden. In Konsum- und Wohlstandgesellschaften wird dem adipogenen Charakter der Lebensumwelt ein wesentlicher Anteil an diesem Problem zugesprochen. Ausgehend von den Orten der alltäglichen Lebensgestaltung und Ernährungsversorgung sind das Wohnumfeld, Kita, Schule und die Familie wichtige Orte für verhältnispräventive Maßnahmen, z. B. durch das Angebot einer gesundheitsförderlichen Ernährungsversorgung. Dafür brauchen jedoch alle Institutionen deutlich mehr Ressourcen als ihnen momentan zur Verfügung stehen. Eine langfristig wirksame Gesundheitsförderung erfordert daher wegweisende Entscheidungen der Bildungs-, Familienund Sozialpolitik.

Schlüsselwörter: Verhältnisprävention, Adipositasprävention, Sozialraum, Gesundheitsförderung, Lebenswelt

Preventive measures in an environment that causes obesity
How can the social space promote health?

The causes of obesity and overweight are highly complex and are not simply linked to individual behaviour. In prosperous consumer societies, it is thought that the habitat makes a major contribution to the development of obesity. The place of residence, day care centres, schools and family all influence daily lifestyle and nutrition and could be used as the basis for preventive measures, for example, by offering healthy nutrition. If they are to fulfil this role, all these institutions would require markedly greater resources. For this reason, trend-setting decisions in educational, family and social politics are needed to ensure long-term health support.

Keywords: Preventive measures, obesity prevention, social space, health promotion, habitat

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 05/12 von Seite 258 bis 263.

Erratum
Fehler im Artikel-PDF auf S. 261, Fußnote: Anstatt „krankheitspräventiv“  wird fälschlicherweise der Begriff „gesundheitspräventiv“ verwendet (Maßnahmen, die der Gesundheit vorbeugen).

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DOI: 2012.980
Veröffentlicht: 09.05.2012

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