Interview mit Ludger Busch, Fachlehrer für gastronomische Berufe am Berufskolleg Tecklenburger Land, Ibbenbüren

Herr Busch, das Berufskolleg Tecklenburger Land ist deutschlandweit das erste Berufskolleg mit Bio-Zertifizierung, nimmt an foodsharing teil, bietet Produkte vom Bentheimer Schwein an – das klingt nach einem außergewöhnlichen Schulverpflegungskonzept. Können Sie das Schulessen des Berufskollegs kurz beschreiben?




Busch:
An fünf Tagen in der Woche bietet unser Schulrestaurant, unter der Mitarbeit von wechselnden Klassenstufen, zwei hochwertige Gerichte zur Wahl an. Diese entsprechen sämtlichen Ansprüchen der Ernährung nach DGE-Qualitätsstandard und stellen darüber hinaus Aspekte wie Regionalität und Saisonalität in den Fokus. Die Rezepturen haben wir selbst erarbeitet und genau kalkuliert. Sie hängen für jeden sichtbar, besonders für Allergiker, aus. Zu jedem Gericht gehört ein Salat vom Rohkostsalatbuffet (im Winter ohne Gurken und Tomaten). Vormittags bieten wir ein Bio-Müslibuffet mit diversen Nüssen und Kernen an. Wir verarbeiten außerdem kein Convenience Food, kein Fleisch aus Massentierhaltung, keine Konserven, keine Zusatzstoffe in Form von Nitrit-Pökelsalz, keine Farbstoffe oder Konservierungsstoffe. Unser sortenreines Hackfleisch wolfen wir selbst und wir setzen auch kein Frittiergerät ein.

Wie finanziert sich das Essensangebot und welchen Preis zahlen die Schüler und Lehrer für das Mittagessen?


Busch: Wir bieten unseren Gästen hochwertige, frische Lebensmittel zum Selbstkostenpreis an. Schüler zahlen für vegane, vegetarische oder Fleischgerichte 1,90 €, für Fischgerichte (MSC-zertifiziert) 2,30 € – Lehrer zahlen 2,50 bzw. 2,90 €. Dieser Preis ist möglich, weil wir − angepasst an eine Schule, die praktischen Ernährungsunterricht anbietet − das Essen im Unterricht nach modernsten Erkenntnissen selbst zubereiten. So kaufen unsere Schüler einen Großteil der regionalen Bio-Gemüse auf dem Ibbenbürener Wochenmarkt selbst ein, raspeln, wiegen, messen, zählen, garen und schmecken ab.

Das Gespräch für die Ernährungs Umschau führten Dr. Udo Maid-Kohnert und Stella Glogowski.




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 04/15 von Seite M236 bis M237.




Interview mit Ludger Busch, Fachlehrer für gastronomische Berufe am Berufskolleg Tecklenburger Land, Ibbenbüren

Herr Busch, das Berufskolleg Tecklenburger Land ist deutschlandweit das erste Berufskolleg mit Bio-Zertifizierung, nimmt an foodsharing teil, bietet Produkte vom Bentheimer Schwein an – das klingt nach einem außergewöhnlichen Schulverpflegungskonzept. Können Sie das Schulessen des Berufskollegs kurz beschreiben?




Busch:
An fünf Tagen in der Woche bietet unser Schulrestaurant, unter der Mitarbeit von wechselnden Klassenstufen, zwei hochwertige Gerichte zur Wahl an. Diese entsprechen sämtlichen Ansprüchen der Ernährung nach DGE-Qualitätsstandard und stellen darüber hinaus Aspekte wie Regionalität und Saisonalität in den Fokus. Die Rezepturen haben wir selbst erarbeitet und genau kalkuliert. Sie hängen für jeden sichtbar, besonders für Allergiker, aus. Zu jedem Gericht gehört ein Salat vom Rohkostsalatbuffet (im Winter ohne Gurken und Tomaten). Vormittags bieten wir ein Bio-Müslibuffet mit diversen Nüssen und Kernen an. Wir verarbeiten außerdem kein Convenience Food, kein Fleisch aus Massentierhaltung, keine Konserven, keine Zusatzstoffe in Form von Nitrit-Pökelsalz, keine Farbstoffe oder Konservierungsstoffe. Unser sortenreines Hackfleisch wolfen wir selbst und wir setzen auch kein Frittiergerät ein.

Wie finanziert sich das Essensangebot und welchen Preis zahlen die Schüler und Lehrer für das Mittagessen?


Busch: Wir bieten unseren Gästen hochwertige, frische Lebensmittel zum Selbstkostenpreis an. Schüler zahlen für vegane, vegetarische oder Fleischgerichte 1,90 €, für Fischgerichte (MSC-zertifiziert) 2,30 € – Lehrer zahlen 2,50 bzw. 2,90 €. Dieser Preis ist möglich, weil wir − angepasst an eine Schule, die praktischen Ernährungsunterricht anbietet − das Essen im Unterricht nach modernsten Erkenntnissen selbst zubereiten. So kaufen unsere Schüler einen Großteil der regionalen Bio-Gemüse auf dem Ibbenbürener Wochenmarkt selbst ein, raspeln, wiegen, messen, zählen, garen und schmecken ab.

Das Gespräch für die Ernährungs Umschau führten Dr. Udo Maid-Kohnert und Stella Glogowski.




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 04/15 von Seite M236 bis M237.


Verpflegungskonzept am Berufskolleg Tecklenburger Land: Bio, foodsharing und Bentheimer Schwein

Interview mit Ludger Busch, Fachlehrer für gastronomische Berufe am Berufskolleg Tecklenburger Land, Ibbenbüren

Herr Busch, das Berufskolleg Tecklenburger Land ist deutschlandweit das erste Berufskolleg mit Bio-Zertifizierung, nimmt an foodsharing teil, bietet Produkte vom Bentheimer Schwein an – das klingt nach einem außergewöhnlichen Schulverpflegungskonzept. Können Sie das Schulessen des Berufskollegs kurz beschreiben?

Busch: An fünf Tagen in der Woche bietet unser Schulrestaurant, unter der Mitarbeit von wechselnden Klassenstufen, zwei hochwertige Gerichte zur Wahl an. Diese entsprechen sämtlichen Ansprüchen der Ernährung nach DGE-Qualitätsstandard und stellen darüber hinaus Aspekte wie Regionalität und Saisonalität in den Fokus. Die Rezepturen haben wir selbst erarbeitet und genau kalkuliert. Sie hängen für jeden sichtbar, besonders für Allergiker, aus. Zu jedem Gericht gehört ein Salat vom Rohkostsalatbuffet (im Winter ohne Gurken und Tomaten). Vormittags bieten wir ein Bio-Müslibuffet mit diversen Nüssen und Kernen an. Wir verarbeiten außerdem kein Convenience Food, kein Fleisch aus Massentierhaltung, keine Konserven, keine Zusatzstoffe in Form von Nitrit-Pökelsalz, keine Farbstoffe oder Konservierungsstoffe. Unser sortenreines Hackfleisch wolfen wir selbst und wir setzen auch kein Frittiergerät ein.

Wie finanziert sich das Essensangebot und welchen Preis zahlen die Schüler und Lehrer für das Mittagessen?

Busch: Wir bieten unseren Gästen hochwertige, frische Lebensmittel zum Selbstkostenpreis an. Schüler zahlen für vegane, vegetarische oder Fleischgerichte 1,90 €, für Fischgerichte (MSC-zertifiziert) 2,30 € – Lehrer zahlen 2,50 bzw. 2,90 €. Dieser Preis ist möglich, weil wir − angepasst an eine Schule, die praktischen Ernährungsunterricht anbietet − das Essen im Unterricht nach modernsten Erkenntnissen selbst zubereiten. So kaufen unsere Schüler einen Großteil der regionalen Bio-Gemüse auf dem Ibbenbürener Wochenmarkt selbst ein, raspeln, wiegen, messen, zählen, garen und schmecken ab.

Das Gespräch für die Ernährungs Umschau führten Dr. Udo Maid-Kohnert und Stella Glogowski.


Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 04/15 von Seite M236 bis M237.

News zum Thema des Artikels

Zwei Personen sitzen am Tisch und prüfen ein Schriftstück

Online News: Leopoldina veröffentlicht Positionspapier zur Prävention und Therapie von Adipositas

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat einen Policy Brief zur Eindämmung der Adipositas-Epidemie in Deutschland veröffentlicht. Darin empfiehlt sie Strategien zur Prävention und Therapie von Adipositas …
weiterlesen

5 Grafiken von Menschen in unetrschiedlichen Essumgebungen

Lesetipp Heft 2/2026: Wie Ernährungsumgebungen in grafischen Modellen dargestellt werden

Das Konzept der Ernährungsumgebungen versucht die verschieden Einflussebenen auf das individuelle Ernährungsverhalten zu verdeutlichen. Der Special Beitrag stellt verschiedene Modelle mit ihren Stärken und Limitationen für Public Health-Aufgaben vor …
weiterlesen

Online News: Pflanzenbasierte Ernährung kann das Risiko von Multimorbidität senken

In einer groß angelegten multinationalen Studie mit mehr als 400.000 Personen wurden Ernährungsgewohnheiten und Krankheitsverläufe analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass eine vorwiegend pflanzliche Ernährungsweise mit einem geringeren Risiko für Krebs, Diabetes mellitu …
weiterlesen

Artikelfakten

Rubrik: Special
Veröffentlicht: 15.04.2015

Themen des Artikels

Dieser Artikel erscheint in

Artikel teilen

Weitere Artikel zum Thema

Regionale Hülsenfrüchte in der Ernährung

Teil 1 Einführung: Mehr Hülsenfrüchte auf den Teller Es gibt viele Gründe, warum weniger Fleisch und mehr Hülsenfrüchte auf dem Teller nachhaltig und gesund sind. Hülsenfrüchte liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß (nicht nur) für eine vegetarische oder vegane Ernähr … weiterlesen

15.09.2025

Lebensmittelbasierte Ernährungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche und Planetare Gesundheit

Update der Optimierten Mischkost Der globale Klimawandel erfordert einen Paradigmenwechsel in der Ernährung. In der vorliegenden Studie wurde die Nachhaltigkeit des lebensmittelbasierten Ernährungskonzepts der Optimierten Mischkost (OMK) für Kinder und Jugendliche unter … weiterlesen

15.09.2025

Mehr Auswahl am gemeinsamen Tisch

Alternativprodukte zu tierischen Lebensmitteln als Beitrag zu einer nachhaltigeren Ernährung Im Interview mit der ERNÄHRUNGS UMSCHAU erläutern die Beiratsmitglieder Prof. Dr. Monika Pischetsrieder, Lehrstuhl für Lebensmittelchemie, Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. D … weiterlesen

Der Bildungsort Esstisch

Gemeinsames Essen als Bildungsanlass  Mahlzeiten bieten Kindern die Möglichkeit für zahlreiche Lernerfahrungen. Sie lernen verschiedene Lebensmittel kennen und üben durch Ausprobieren und Selber-Machen, ihren Körper und dessen Bedürfnisse zu spüren. Wichtig ist ein … weiterlesen

13.08.2025

Alternative Ernährungsformen

Teil 3: Ernährungsformen mit Gesundheitsversprechen im Vordergrund In Teil 3 der Artikelreihe zu alternativen Ernährungsformen (AE) (Teile 1 [1] und 2 [2]) liegt der Fokus auf Ernährungsformen, bei denen Gesundheitsversprechen bzw. -aspekte im Vordergrund stehen. Im Geg … weiterlesen

13.08.2025

Umsetzung des DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in einer Hochschule

free access to english version Peer-Review-Verfahren /  Manuskript (Original) eingereicht: 25.10.2024; Überarbeitung angenommen: 25.03.2025 Faktoren der (Nicht-)Verstetigung1 Hintergrund und Fragestellung Die Gemeinschaftsverpflegung in den verschiedenen Lebenswelt … weiterlesen

14.07.2025

Pflanzliche Speisefette und -öle, Teil 10

Teil 10: Leindotteröl Leindotteröl ist in den letzten Jahrzehnten etwas in Vergessenheit geraten, obwohl es sich um ein wertvolles, heimisches Öl handelt. Die wirtschaftliche und ernährungsphysiologische Bedeutung sowie die Besonderheiten dieses Öls werden im vorliegend … weiterlesen

14.07.2025

Hitze in der stationären Gesundheitsversorgung

Ernährungsbasierte Hitzeschutzmaßnahmen in Gesundheitseinrichtungen Der fortschreitende Klimawandel stellt eine erhebliche Bedrohung für die öffentliche Gesundheit dar. In Deutschland ist Hitze mit aktuell rund 3000 Todesfällen im Jahr die tödlichste Folgeerscheinung. A … weiterlesen