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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Short paper) eingereicht: 16. August 2023 / Überarbeitung angenommen: 16. Oktober 2023

Eine Abschätzung auf Grundlage des Produktmonitorings


Einleitung


Daten zur Jodversorgung der deutschen Bevölkerung zeigen bei etwa 30 % der Erwachsenen und 44 % der Kinder eine Jodzufuhr unterhalb des geschätzten mittleren Bedarfs [1–3]. Zur Optimierung der Jodversorgung wird die Verwendung von Jodsalz im privaten Haushalt, bei der Außer-Haus-Verpflegung sowie der handwerklichen und industriellen Lebensmittelherstellung empfohlen. Da ein Großteil der täglichen Salzzufuhr über verarbeitete Lebensmittel erfolgt, könnten diese Produkte bei der Verwendung von Jodsalz entscheidend zur Verbesserung der Jodzufuhr beitragen. Eine Untersuchung der Universität Gießen aus dem Jahr 2018 zeigte jedoch, dass die Verwendung von Jodsalz bei Milchprodukten, Backwaren sowie Fleischerzeugnissen und Wurst zum einen deutlich variiert, zum anderen auf einem zum Teil sehr niedrigen Niveau liegt [4]. Mit dem im Rahmen der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie (NRI) durchgeführten Produktmonitoring (PM) lässt sich dieses Bild zur Verwendung von Jodsalz bei Fertigprodukten aktualisieren und erweitern.


Das Max Rubner-Institut (MRI) erfasste 2016 im Rahmen einer Basiserhebung die Energie- und Nährstoffgehalte von Fertigprodukten aus 18 Produktgruppen mit insgesamt 12 500 Produkten [5]. Seit 2019 werden diese Erhebungen jährlich durchgeführt und ausgewählte Produktgruppen wiederholt in Folgeerhebungen untersucht [6–9]. Im PM werden neben den Energie- und Nährstoffgehalten auch weitere Produktinformationen wie die Zutatenlisten erfasst, sodass auch Aussagen über die Verwendung von Jodsalz getroffen werden können. Mit dem vorliegenden Artikel soll ein Überblick über den aktuellen Stand der Verwendung von Jodsalz in Fertigprodukten gegeben werden und der Anteil an Produkten, in denen Jodsalz verwendet wurde, mit jenem der Basiserhebung verglichen werden. ...

Abstract


Aufgrund der rückläufigen Jodversorgung in Deutschland wird eine Erhöhung des Einsatzes von Jodsalz, u. a. in Fertigprodukten, angestrebt. Anhand von Daten des nationalen Produktmonitorings des Max Rubner-Instituts (MRI) wird in diesem Beitrag der Anteil an Fertigprodukten mit Jodsalz für elf Produktgruppen abgeschätzt und mit jeweils einer ersten Erhebung aus 2016 verglichen. Über die untersuchten Produktgruppen hinweg variiert der Anteil an Produkten, in denen Jodsalz verwendet wird, deutlich und bewegt sich insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Wurstwaren wiesen mit knapp 50 % den höchsten Anteil an Produkten mit Jodsalz unter den untersuchten Produktgruppen auf. Dagegen fällt der Anteil bei Brot und Kleingebäck, die genau wie Wurstwaren eine wichtige Salzquelle in der Ernährung sind, deutlich geringer aus, liegt aber über jenem der Basiserhebung.

Schlüsselwörter: Jod, Salz, Fertigprodukte, Produktmonitoring, Lebensmittelindustrie, Zutatenverzeichnis, Reduktions- und Innovationsstrategie, Produktgruppen, Nährstoffgehalt

Lesen Sie diesen Beitrag hier kostenfrei!

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode




Peer-Reviewed / Manuscript (short paper) received: August 16, 2023 / Revison accepted: October 16, 2023

Iodized salt use in packaged food


An estimation based on the German product monitoring


Abstract


Due to the declining iodine supply in Germany, efforts are being made to increase the use of iodized salt, e. g. in packaged food. Based on data from the national product monitoring of packaged food of the Max Rubner-Institut (MRI), in this article the proportion of packaged food containing iodized salt is estimated for eleven product groups and each proportion is compared with a baseline survey from 2016. Across the product groups examined, the proportion of products in which iodized salt is used varies significantly and is at a low level overall. At just under 50%, sausages had the highest proportion of products containing iodized salt among the product groups surveyed. In contrast, the proportion of bread and bread rolls, which just as sausages, are an important source of salt in the diet, is considerably lower, but higher than in the baseline survey.

Keywords: iodine, salt, packaged food, product monitoring, food industry, ingredient list, National Reduction and Innovation Strategy, product groups, nutrient content

Full text PDF (free version)

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 12/2023 auf den Seiten M724 bis M728.




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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Short paper) eingereicht: 16. August 2023 / Überarbeitung angenommen: 16. Oktober 2023

Eine Abschätzung auf Grundlage des Produktmonitorings


Einleitung


Daten zur Jodversorgung der deutschen Bevölkerung zeigen bei etwa 30 % der Erwachsenen und 44 % der Kinder eine Jodzufuhr unterhalb des geschätzten mittleren Bedarfs [1–3]. Zur Optimierung der Jodversorgung wird die Verwendung von Jodsalz im privaten Haushalt, bei der Außer-Haus-Verpflegung sowie der handwerklichen und industriellen Lebensmittelherstellung empfohlen. Da ein Großteil der täglichen Salzzufuhr über verarbeitete Lebensmittel erfolgt, könnten diese Produkte bei der Verwendung von Jodsalz entscheidend zur Verbesserung der Jodzufuhr beitragen. Eine Untersuchung der Universität Gießen aus dem Jahr 2018 zeigte jedoch, dass die Verwendung von Jodsalz bei Milchprodukten, Backwaren sowie Fleischerzeugnissen und Wurst zum einen deutlich variiert, zum anderen auf einem zum Teil sehr niedrigen Niveau liegt [4]. Mit dem im Rahmen der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie (NRI) durchgeführten Produktmonitoring (PM) lässt sich dieses Bild zur Verwendung von Jodsalz bei Fertigprodukten aktualisieren und erweitern.


Das Max Rubner-Institut (MRI) erfasste 2016 im Rahmen einer Basiserhebung die Energie- und Nährstoffgehalte von Fertigprodukten aus 18 Produktgruppen mit insgesamt 12 500 Produkten [5]. Seit 2019 werden diese Erhebungen jährlich durchgeführt und ausgewählte Produktgruppen wiederholt in Folgeerhebungen untersucht [6–9]. Im PM werden neben den Energie- und Nährstoffgehalten auch weitere Produktinformationen wie die Zutatenlisten erfasst, sodass auch Aussagen über die Verwendung von Jodsalz getroffen werden können. Mit dem vorliegenden Artikel soll ein Überblick über den aktuellen Stand der Verwendung von Jodsalz in Fertigprodukten gegeben werden und der Anteil an Produkten, in denen Jodsalz verwendet wurde, mit jenem der Basiserhebung verglichen werden. ...

Abstract


Aufgrund der rückläufigen Jodversorgung in Deutschland wird eine Erhöhung des Einsatzes von Jodsalz, u. a. in Fertigprodukten, angestrebt. Anhand von Daten des nationalen Produktmonitorings des Max Rubner-Instituts (MRI) wird in diesem Beitrag der Anteil an Fertigprodukten mit Jodsalz für elf Produktgruppen abgeschätzt und mit jeweils einer ersten Erhebung aus 2016 verglichen. Über die untersuchten Produktgruppen hinweg variiert der Anteil an Produkten, in denen Jodsalz verwendet wird, deutlich und bewegt sich insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Wurstwaren wiesen mit knapp 50 % den höchsten Anteil an Produkten mit Jodsalz unter den untersuchten Produktgruppen auf. Dagegen fällt der Anteil bei Brot und Kleingebäck, die genau wie Wurstwaren eine wichtige Salzquelle in der Ernährung sind, deutlich geringer aus, liegt aber über jenem der Basiserhebung.

Schlüsselwörter: Jod, Salz, Fertigprodukte, Produktmonitoring, Lebensmittelindustrie, Zutatenverzeichnis, Reduktions- und Innovationsstrategie, Produktgruppen, Nährstoffgehalt

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Peer-Reviewed / Manuscript (short paper) received: August 16, 2023 / Revison accepted: October 16, 2023

Iodized salt use in packaged food


An estimation based on the German product monitoring


Abstract


Due to the declining iodine supply in Germany, efforts are being made to increase the use of iodized salt, e. g. in packaged food. Based on data from the national product monitoring of packaged food of the Max Rubner-Institut (MRI), in this article the proportion of packaged food containing iodized salt is estimated for eleven product groups and each proportion is compared with a baseline survey from 2016. Across the product groups examined, the proportion of products in which iodized salt is used varies significantly and is at a low level overall. At just under 50%, sausages had the highest proportion of products containing iodized salt among the product groups surveyed. In contrast, the proportion of bread and bread rolls, which just as sausages, are an important source of salt in the diet, is considerably lower, but higher than in the baseline survey.

Keywords: iodine, salt, packaged food, product monitoring, food industry, ingredient list, National Reduction and Innovation Strategy, product groups, nutrient content

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Verwendung von Jodsalz in Fertigprodukten

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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Short paper) eingereicht: 16. August 2023 / Überarbeitung angenommen: 16. Oktober 2023

Eine Abschätzung auf Grundlage des Produktmonitorings
Einleitung
Daten zur Jodversorgung der deutschen Bevölkerung zeigen bei etwa 30 % der Erwachsenen und 44 % der Kinder eine Jodzufuhr unterhalb des geschätzten mittleren Bedarfs [1–3]. Zur Optimierung der Jodversorgung wird die Verwendung von Jodsalz im privaten Haushalt, bei der Außer-Haus-Verpflegung sowie der handwerklichen und industriellen Lebensmittelherstellung empfohlen. Da ein Großteil der täglichen Salzzufuhr über verarbeitete Lebensmittel erfolgt, könnten diese Produkte bei der Verwendung von Jodsalz entscheidend zur Verbesserung der Jodzufuhr beitragen. Eine Untersuchung der Universität Gießen aus dem Jahr 2018 zeigte jedoch, dass die Verwendung von Jodsalz bei Milchprodukten, Backwaren sowie Fleischerzeugnissen und Wurst zum einen deutlich variiert, zum anderen auf einem zum Teil sehr niedrigen Niveau liegt [4]. Mit dem im Rahmen der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie (NRI) durchgeführten Produktmonitoring (PM) lässt sich dieses Bild zur Verwendung von Jodsalz bei Fertigprodukten aktualisieren und erweitern.

Das Max Rubner-Institut (MRI) erfasste 2016 im Rahmen einer Basiserhebung die Energie- und Nährstoffgehalte von Fertigprodukten aus 18 Produktgruppen mit insgesamt 12 500 Produkten [5]. Seit 2019 werden diese Erhebungen jährlich durchgeführt und ausgewählte Produktgruppen wiederholt in Folgeerhebungen untersucht [6–9]. Im PM werden neben den Energie- und Nährstoffgehalten auch weitere Produktinformationen wie die Zutatenlisten erfasst, sodass auch Aussagen über die Verwendung von Jodsalz getroffen werden können. Mit dem vorliegenden Artikel soll ein Überblick über den aktuellen Stand der Verwendung von Jodsalz in Fertigprodukten gegeben werden und der Anteil an Produkten, in denen Jodsalz verwendet wurde, mit jenem der Basiserhebung verglichen werden. …

Abstract

Aufgrund der rückläufigen Jodversorgung in Deutschland wird eine Erhöhung des Einsatzes von Jodsalz, u. a. in Fertigprodukten, angestrebt. Anhand von Daten des nationalen Produktmonitorings des Max Rubner-Instituts (MRI) wird in diesem Beitrag der Anteil an Fertigprodukten mit Jodsalz für elf Produktgruppen abgeschätzt und mit jeweils einer ersten Erhebung aus 2016 verglichen. Über die untersuchten Produktgruppen hinweg variiert der Anteil an Produkten, in denen Jodsalz verwendet wird, deutlich und bewegt sich insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Wurstwaren wiesen mit knapp 50 % den höchsten Anteil an Produkten mit Jodsalz unter den untersuchten Produktgruppen auf. Dagegen fällt der Anteil bei Brot und Kleingebäck, die genau wie Wurstwaren eine wichtige Salzquelle in der Ernährung sind, deutlich geringer aus, liegt aber über jenem der Basiserhebung.

Schlüsselwörter: Jod, Salz, Fertigprodukte, Produktmonitoring, Lebensmittelindustrie, Zutatenverzeichnis, Reduktions- und Innovationsstrategie, Produktgruppen, Nährstoffgehalt

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Peer-Reviewed / Manuscript (short paper) received: August 16, 2023 / Revison accepted: October 16, 2023

Iodized salt use in packaged food
An estimation based on the German product monitoring
Abstract

Due to the declining iodine supply in Germany, efforts are being made to increase the use of iodized salt, e. g. in packaged food. Based on data from the national product monitoring of packaged food of the Max Rubner-Institut (MRI), in this article the proportion of packaged food containing iodized salt is estimated for eleven product groups and each proportion is compared with a baseline survey from 2016. Across the product groups examined, the proportion of products in which iodized salt is used varies significantly and is at a low level overall. At just under 50%, sausages had the highest proportion of products containing iodized salt among the product groups surveyed. In contrast, the proportion of bread and bread rolls, which just as sausages, are an important source of salt in the diet, is considerably lower, but higher than in the baseline survey.

Keywords: iodine, salt, packaged food, product monitoring, food industry, ingredient list, National Reduction and Innovation Strategy, product groups, nutrient content

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Artikelfakten

Rubrik: Peer Review
Veröffentlicht: 13.12.2023

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