In den sozialen Medien, Hotlines für KundInnen [1] und auf Dating- Portalen [2, 3] sind sie allgegenwärtig: Chat-Bots, also Algorithmen, die anhand von Stichworten und Zielgruppenvorgaben menschliche Gesprächspartner vorgaukeln – in allen Tonlagen von dienstbar-beflissen bis begeistert, mal schmeichelnd, mal wutschnaubend empört. Auch im Journalismus werden solche Systeme bereits erfolgreich eingesetzt. Desillusionierend dabei für mich als Fachjournalist: „Leser halten Robo-Artikel für besonders glaubwürdig!“ [4].
ChatGPT [5] ist solch ein auf „künstlicher Intelligenz“ basierendes System und macht derzeit Furore1, weil es möglicherweise WerbetexterInnen überflüssig macht, teilweise flüssiger formuliert als manche(r) RedakteurIn und das automatisierte Schreiben – auch wissenschaftlicher – Arbeiten nach Eingabe weniger Stichworte ermöglicht [6]. Plagiieren war gestern – die Zukunft gehört dem „optimierten Sprachmodell zur automatisierten Gesprächsführung“ (übersetzt nach [5]). …

